Shadowgrounds: Survivor

Review
Plattform
PC
Vertrieb
CDV
Entwickler
Frozenbyte
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
16
Shadowgrounds: Survivor [PC , looki.de]

Gesamtwertung

70%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Sehr gut

Shadowgrounds: Survivor

Wie üblich, freut man sich nach dem ausgiebigen Zocken von guten bis sehr guten Preview-Versionen besonders auf das fertige Spiel. Was war ich entrüstet, als mich jene Anspielversion von Shadowgrounds: Survivor, dem Sequel zum Top-Down-Shooter-Achtungserfolg von 2005, nach knapp vier Stunden mit einem „to be continued“ aus dem Verlauf riss. Denn schließlich sollten ja rein theoretisch noch viele, viele Alienwellen folgen, richtig? Was mich aber dann erwartete, war eine kleine Enttäuschung. Ob auch der Rest des fertigen Spiels mich enttäuscht hat, erfahrt Ihr in unserem Review.

Schmerz lass nach...

Nach besagter Stelle dauerte es keine halbe Stunde mehr, bis ich nach einem total öden und alles andere als fordernden Endkampf die letzte, nicht minder entrüstende Cutscene über den Screen flimmern sah. Aha, und das war's? Doch spulen wir die Zeit etwas zurück: Wer unsere Preview zum Spiel gelesen hat, weiß eigentlich schon so gut wie alles, doch ganz so einfach kommt Ihr uns natürlich nicht davon.

Eine großartige Story sucht man vergebens und ehrlicherweise haben wir uns auch keine erhofft. Zeitlich spielt Survivor gar parallel zu den Ereignissen des ersten Teils: Irgendwann wird irgendwo in den Weiten des Alls eine menschliche Kolonie von fiesen Aliens angegriffen, die bereits den Großteil der Belegschaft dezimiert haben und nun auf den letzten Spritzer Blut hoffen. Dass wir ihnen den natürlich nicht gönnen, sollte klar sein. Im Gegensatz zum ersten Teil dürfen wir in gleich verschiedene Rollen schlüpfen, die sich jedoch nur hinsichtlich des Equipments voneinander unterscheiden.

Da wäre zum einen ein Marine, der bevorzugt mit Maschinengewehr, Raketenwerfer und Co. auf Alienjagd geht, ein alternder Waffenexperte mit dem gewissen Faible für gut durchgebratene Gerichte – Hallo, Flammenwerfer! - und Körperteilsalat – Herzlich Willkommen, Schrotflinte!

Last but not least steht im weiteren Verlauf noch eine Scharfschützin zur Verfügung, die Gegner lieber aus der Distanz mit der Railgun perforiert oder selbige mit EMP-Granaten den Garaus macht. Abgesehen von einer Stelle im Spiel dürft Ihr selbst jedoch nicht auswählen, wessen Part Ihr übernehmt. Neu hinzugekommen ist im Sequel eine Art Skillsystem im RPG-Stil. Mit jedem erledigten Feind füllt sich Eure Erfahrungsleiste, bis diese eine neue Stufe erreicht hat. Danach dürft Ihr in einem Fenster charakterspezifische Verbesserungen, zum Beispiel ein größeres Healthlimit oder einen Bewegungsmelder á la Alien anwählen.

Letzter und die oftmals äußerst gut ausgeleuchteten Level sorgen übrigens dafür, dass Shadowgrounds: Survivor trotz recht stimmiger musikalischer Untermalung und guten Effekten verdammt viel vom eigentlichen Horrorflair des Originals einbüßt, schade!

Die andere Seite der Upgrades betrifft die Waffen. Zugehörige Punkte findet Ihr alle Nase lang bei erledigten Feinden oder in den Levels rumliegen. Neben Giftmunition für die Pistole befinden sich noch viele kleinere und größere Verbesserungen mit an Bord, zum Beispiel mehr Durchschlagskraft, ein vergrößertes Magazin oder Geschosserweiterungen. Allzu umfangreich ist der Rollenspiel-Aspekt von Shadowgrounds: Survivor zwar beileibe nicht, motivierend aber allemal, auch wirklich jeden Credit einzusammeln. Wenig Lust auf mehr machen da schon die vereinzelten, mehr schlecht als recht zusammengeschustert wirkenden Cutscenes, die die hauchdünne Klopapierhandlung in einem Gerüst halten. Nicht nur, dass die deutsche Synchronisation sich seit unserer Preview kein bisschen gebessert hat, auch die Qualität der kurzen Filmchen lässt arg zu wünschen übrig. Apropos: Auch bei der Abwechslung an unterschiedlichen Gegnertypen haben sich die Entwickler wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Abgesehen von einem Zwischenboss erwarten Euch immer wieder die selben flinken Läufer, giftspuckenden Schlangenwesen und bewaffneten Drohnen der außerirdischen Invasoren.

Wo sind die Höhen?

Am Höhepunkt des Geht-gar-nicht-Faktors steht dabei der „Endkampf“, in denen Ihr Euch mittels Geschützturm ausschließlich gegen eine Reihe kleinerer Widersacher zur Wehr setzt. Ein solch unspektakuläres Ende kam uns schon seit...ähm The Stalin Subway 2 nicht mehr unter – okay, diesen Vergleich hat Survivor dann doch nicht verdient. Eure Recken steuert Ihr mit der bekannten Maus/Tastatur-Kombination oder wahlweise auch mit Gamepad durch die Szenerien, was glücklicherweise nie zu Krämpfen am PC führt. Vor allem im – ausschließlich - kooperativen Mehrspielermodus mit bis zu drei weiteren Mitspielern – an einem PC! - macht der Pad-Support Sinn. Hier liegt eindeutig die größte Stärke von Shadowgrounds: Survivor. Vier Spieler-Unterstützung mag angesichts der nicht allzu fordernden Gegnerwellen zwar etwas zuviel vom Guten zu sein, doch zu zweit, maximal zu dritt sieht die Sache schon ganz anders aus.

Die maximale Ausschöpfung des Limits ist jedoch im Survival-Modus gut aufgehoben. Hier habt Ihr nur ein Leben und müsst Euch solange wie möglich gegen die schleimigen Schergen wehren. Es ist schon ein besseres Gefühl, wenn drei andere Spieler mit einem selbst leiden, oder?

Optisch wurde im Vergleich zum knapp drei Jahre alten Vorgänger nochmal nachgebessert: Shadowgrounds: Survivor bietet AGEIA PhysX-Support, was es erlaubt, so gut wie alles im Game realistisch purzeln zu lassen. Spielerischen Sinn hat das im vorliegenden Falle freilich nicht, aber es sieht einfach manchmal zu schön aus.

Mindestens genauso schön sind die zahlreichen Licht- und Schatteneffekte, die aus dem Lichtkegel Eurer Taschenlampe resultieren. Auch wenn Figuren und Texturen nicht hitverdächtig sind, wird vieles durch die Fast-Vogelperspektive kaschiert. So gut wie nie bekommen wir daher verwaschene Tapeten oder detailarme Charaktere zu Gesicht. Der Leistungsbedarf ist dabei okay, aber sollte nicht unterschätzt werden. Auf einem Pentium IV 3,6 Ghz mit 2 GB RAM und einer GeForce 6600 mussten wir fast sämtliche Details auf ein Mittelmaß reduzieren und die Auflösung auf das unterste Limit von 1024x768 heruntersetzen, bis man von einem konstant flüssigem Erlebnis sprechen konnte. Bei unserem eigentlichen Testsystem, einem Core 2 Duo E6700 mit 4 GB RAM und einer Radeon X1950XTX lief Survivor mit maximalen Details und der größtmöglichen Auflösung von 1680x1050 Bildpunkten ruckelfrei und ohne Murren. Wer Probleme mit der Framerate bekommt, sollte zuerst in den Licht-/Schattenoptionen stöbern und danach zur Physikdarstellung übergehen.

Fazit

Ein echter Achtungserfolg im Sinne des ersten Teils sieht wahrlich anders aus, Shadowgrounds: Survivor ist mehr eine Art Version 1.5. Allzu viel ließen sich die Entwickler – vom netten RPG-System mal abgesehen - dementsprechend nicht einfallen. Hier und da leistet sich das Spiel Schnitzer, die wirklich nicht hätten sein müssen. Warum ist der Umfang der Kampagne so mickrig und das Ende unspektakulär wie eine Runde Halma im Altenheim? Die drei Charaktere haben zwar ein eigenes Waffensortiment, spielen sich aber einen Tick zu ähnlich und die Feinde werden wie am Fließband heruntergeleiert ohne echte Abwechslung aufkommen zu lassen. Und der Grusel? Tja, der bleibt auf der Strecke. Deshalb ist Shadowgrounds: Survivor auch ausschließlich für Action-Fans geeignet. Am Besten für solche, die wenigstens noch drei weitere Freunde vor den Rechner versammeln können, denn der unterhaltsame Koop rettet das Spiel vor dem Mittelmaß.

Shadowgrounds: Survivor [PC , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

Yahoo! Spiele-Forum

Shadowgrounds: Survivor im Test. Was halten Sie vom neuen Spiel von Frozenbyte?

Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.

Link zum Forum

Zum Games Guide-Forum · Zum Online-Spiele-Forum

 

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

PC: Hellgate London: Unbegründete Sorgen
X360: 360: Street Fighter II Beta ab heu...
Eledees: The Adventures of Kai and Zero
Xbox 360
Crysis Warhead
Windows XP
PC: Far Cry 2: Weg mit dem Inselszenario
PC: Diablo 3: Fallout 3-Produzent enttäu...
Das Schwarze Auge: Drakensang
Rock Band 2
Need for Speed: Undercover
WII: Riccitiello: Boom Blox hat unsere e...
Lego Batman
Resident Evil 5
PC: World of WarCraft sollte kostenlos w...

Weitere Spiele Reviews:

Sophies Freunde: Babysitting [DS , Mag64...
WII: Star Trek: Conquest
Haze [PS3 , looki.de]
DS: Assassin's Creed: Altair's Chronicle...
Silent Hill: Origins [PS2 , looki.de]
PC: Mass Effect
Viking: Battle for Asgard [PS3 , looki.d...
Kabus 22 [PC , looki.de]
Sega Bass Fishing [WII , looki.de]
Ninja Gaiden: Dragon Sword [DS , looki.d...
UEFA Euro 2008 [PC , looki.de]
Treasure Island [PC , looki.de]
PS3: Metal Gear Solid 4: Guns of the Pat...
Hard Rock Casino [PS2 , looki.de]
Arctic Tale [DS , Mag64]

Vorschau auf neue Spiele:

X360: Sacred 2: Fallen Angel
Battlestations: Midway [X360 , Justgamer...
PS3: Brothers in Arms: Hell's Highway
WorldShift [PC , looki.de]
X360: World in Conflict: Soviet Assault
PC: BattleForge
GC 07 First Look: Halo Wars [X360 , look...
PS3: The Darkness
X360: Dark Messiah of Might & Magic ...
Frontline: Fields of Thunder [PC , Justg...
Splinter Cell: Conviction [PC , looki.de...
PC: Mythos
Age of Conan [PC , looki.de]
Geheimakte 2 [PC , looki.de]
Die Simpsons - Das Spiel [PS3 , looki.de...