Gesamtwertung78%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Was ist ca. 30 Meter lang und riecht nach Urin? Na? Eine Polonnaise im Altenheim natürlich. Okay, ehrlich gesagt sollte Euch dieser kleine Kalauer nur etwas aufheitern, denn im Horrorschocker Silent Hill 4 - The Room geht´s alles andere als heiter zur Sache. Wie das Spiel abschneidet, erfahrt Ihr in unserer Review.
Nach der Installation wagte ich es jedenfalls, meine Desktopverknüpfung zu starten. Noch war ich guter Laune. Doch bereits beim Intro sollte diese Laune vorüberziehen. Nachdem ich mir dieses Filmchen angeschaut hatte, beendete ich sofort das Spiel. Nicht weil, mein Computer mal wieder rumzickte - dieses verfluchte Ding -, sondern weil das Intro so dermaßen heftig daher kam, dass es mir die Sprache verschlug. Dauernd fragte ich mich: 'Wer denkt sich so etwas Krankes aus?' Die darin enthaltenen Szenen waren von solcher Grausamkeit und Verstörtheit geprägt, dass es selbst einem abgebrühten Spieler wie mir die Sprache verschlug. Ein Tipp für Angsthasen: Schaut Euch das Eingangsvideo auf keinen Fall an, davon bekommt man echt Albträume!
Nach Stunden reiflicher Überlegung war ich mir letztendlich doch im Einen, dass Game zu zocken. Doch es sollte noch viel schlimmer kommen. Im Spiel übernimmt man die Rolle des gutaussehenden Henry Townshend, der eines Tages mit tierischen Kopfschmerzen in seinem Appartment aufwacht. Bereits nach dem Aufstehen scheint etwas nicht in Ordnung zu sein. An den Wänden kleben Blut und Rost, seltsame Gegenstände liegen dort, wo vorher ganz normale Dinge lagen und das Schlimmste: Man kommt nicht aus dieser Wohnung raus!
Die Fenster sind verschlossen und fette Schlösser an der Eingangstür hindern unseren Protagonisten daran, seine Wohnung zu verlassen. Zu allem Überfluss schält sich noch ein Untoter aus unserer Wohnzimmerwand heraus und verreckt kurz bevor er uns attackieren kann. Cut!
Alles war nur ein Traum... oder doch nicht? Henry wacht ein weiteres Mal auf. Wände und Wohnungsinventar erscheinen ganz normal. Doch eins ist geblieben: die Unmöglichkeit, diese Wohnung zu verlassen, denn nach wie vor verhindern an der Tür angebrachte Schlösser das Verlassen des Appartements. Was nun? Auf einmal ertönt im Badezimmer ein lauter Knall. Wir sehen natürlich nach dem Rechten und müssen feststellen, dass in der Wand ein großes Loch klafft. Wo das wohl hinführt? Ab hier stoppe ich die weitere Beschreibung, denn dies würde die Spannung erheblich mindern. Nur soviel: das Loch führt unseren Helden in unheimliche Parallelwelten, in denen nichts so ist, wie es scheint. Unter anderem gelangen wir in - von grausamen Kreaturen bevölkerten - U-Bahnhöfen, Zoos und andere unheimliche Lokalitäten.
Neu im vierten Teil ist hingegen die Ego-Perspektive, auf die man bei Bedarf auf Knopfdruck wechseln kann. Spielerischen Vorteil bringt dieses Feature nicht sonderlich, im engen Appartement von Henry ist die First-Person-Perspektive jedoch Pflicht, vor allem weil man so kleinere Gegenstände etwas besser erkennt. Ebenfalls neu sind einige Kreaturen: in The Room bekommt Ihr es erstmals u.a. mit fliegenden Leichen, Bluthunden mit langen Zungen und - was in gewissem Maße etwas pervers ist - vierbeinigen Monstern mit zwei Babyköpfen zu tun.
Da The Room eine Konsolenumsetzung ist, müssen sich PC-Spieler leider auf etwas verpixelte und grafisch triste Umgebungen gefasst machen. Sehr gut gelungen ist hingegen das Design der Charaktere sowie deren Animationen. Alles wirkt sehr lebendig und realistisch, bei Henry erkennt man sogar Bartstoppeln. Jeder Charakter verfügt außerdem über eine recht ausgefeilte Mimik, die vor allem den Zwischensequenzen zu Gute kommt und das Ganze wie einen kleinen Film wirken lässt. Silent Hill war schon immer ein Garant für tolle Sounduntermalung, da macht auch The Room keine Ausnahme: der Soundtrack ist spitze, die englische Sprachausgabe echt gut gelungen und auch das Stöhnen der Monster lässt Euch einen kalten Schauer über den Rücken laufen
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Silent Hill 4: The Room im Test.
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