Sommerspiele
Bescheidene Wahl
In
Sommerspiele hat der Spieler an Disziplinen keine große Auswahl. Lediglich fünf stehen zur Verfügung Laufen, Hürdenspringen, Hochsprung, Schwimmen und Schießen. Manche von ihnen werden noch in einzelne Kategorien unterteilt. So darf man bei der Laufdisziplin zwischen einem 100 oder 400 Meter Sprint wählen; wen es ins Wasser zieht der darf entweder Freistil oder Delfin schwimmen. Beim Hürdenlauf muss der Spieler während des Laufens über mehrere Hindernisse springen ohne sie zum Umfallen zu bringen, da dies seine Geschwindigkeit drosselt und damit auch wichtige Zeit kostet. Wer sich entschließt die Schnellfeuerpistolen-Disziplin in Angriff zu nehmen, muss innerhalb eines bestimmten Zeitlimits durch gezieltes Treffen ins Ziel so viele Punkte wie möglich sammeln.
Landet der Treffer weit weg von der Mitte, gibt es keine Punkte, wer aber ins Schwarze trifft, darf mit der vollen Punktzahl rechnen. Bei dieser Disziplin ist vor Allem eine ruhige Hand von Vorteil, da die des Sportlers im Spiel auch auf kleinste Bewegungen extrem empfindlich reagiert. Das soll zwar realistisch sein, meistens hat man aber das Gefühl, dass die Person an der parkinsonschen Krankheit leidet. Wer sich an den Hochsprung wagt, muss nach und nach über eine immer höhere Latte springen, um danach auf der Matratze zu landen.
Leicht aber lästig
Wer einen guten Sprint hinlegen will, und es darauf abgesehen hat, den bestehenden Weltrekord zu knacken muss nach erst einmal warten bis eine einminütige Vorstellungssequenz der Sportler abgelaufen ist. Wer davon verschont bleiben will, darf sie auf immer noch viel zu lange 20 Sekunden kürzen. Danach stehen die Sportler in den Startlöchern, und wenn der Schuss ertönt, geht es endlich los. Während man die Leertaste während des Laufens hält, muss man, wenn man schneller werden will, extrem schnell die Links, und Rechtstasten abwechselnd betätigen.
Je langsamer das gemacht wird, desto schneller schwinden die Chancen, als Erstplatzierter über die Ziellinie zu kommen. Beim ersten Mal mag das noch einwandfrei funktionieren, versucht man die gleiche oder eine ähnliche Disziplin aber mehrmals nacheinander, wird man feststellen müssen, dass man um einen Krampf in den Fingern nicht herumkommt. Auf die gleiche Art regelt man die Schnelligkeit auch bei dem Hürdenlauf, Hochsprung und in den Schwimmdisziplinen.
Musikmuffel
Wer erwartet hat, dass ihn während des Schwimmens oder des Sprints stimmungsvolle Musik unterstützt wird ebenfalls enttäuscht. Außer einem lauen Jingle in den Menüs, muss man auf sonstige musikalische Untermalung verzichten. Lediglich den Stadionsprecher mit seinem schlechten Englisch gibt es manchmal zu hören. Seine Ansagen beschränken sich nur auf die Anweisungen vor dem Start. Wer mal den Weltrekord bricht, und eine schöne Ingame-Zwischensequenz mit Podest und Siegerehrung erwartet, schaut ebenfalls in die Röhre nur eine Tabelle mit den Platzierungen erscheint, danach kommt nichts mehr.
Allein oder zusammen?
Im Spiel gibt es verschiedene Modi. Einer davon ist der Arcade-Modus. In ihm darf man frei aus den fünf vorhandenen Disziplinen wählen. Nach der Eingabe des Namen muss man noch sein Geschlecht sowie die Nationalität festlegen. Danach kann es losgehen. Zur Auswahl stehen drei Schwierigkeitsgrade. Nur werden hier nicht die Gegner besser, sondern die Anforderungen an den Spieler werden höher steckt so hat man z.B. beim Schießen weniger Zeit zur Verfügung. Wer Neuling ist sollte sich erst im Trainings-Modus versuchen. Hier gibt es die selben Disziplinen wie auch im Arcadespiel zur Auswahl, allerdings darf man hier ohne Gegner laufen, springen, schießen oder schwimmen. Im Turnier-Modus schließlich laufen alle Disziplinen nacheinander ab. Wem es nicht reicht
Sommerspiele allein zu Spielen, der sollte einen Blick auf den sogenannten Hot Seat Modus werfen. Hier können sich mehrere Spieler gleichzeitig messen.
Grusel-Grafik
Wenn man in
Sommerspiele zum ersten Mal eine Arena ansieht, trifft es einen wie ein Schlag ins Gesicht die laut Hersteller perfekte 3D-Grafik.[ich glaube hier hast Du Dir mehr gedacht als geschrieben, bitte zuende schreiben] Zwar wurden die Stadien allesamt in 3D modelliert, die Besucher sind aber lediglich 2D Bitmaps, die alles andere als gut aussehen. Die Sportler selbst sind schon fast komisch designt. Während der ersten Kamerafahrt durch die Reihen der Sprinter beispielweise, ist nicht nur zu erkennen, dass die Figuren sehr detailarm sind, sondern auch, dass alle Spielermodelle die Gleichen sind. Jeder hat natürlich eine andere Haut- und Haarfarbe sowie ein eigenes Trikot, der Körperbau ist aber identisch. Wenigstens kann man noch zwischen weiblichen und männlichen Sportlern unterscheiden. Dass es heutzutage wesentlich besser geht, ist klar.
Fazit
Anfangs habe ich mich auf
Sommerspiele gefreut. Ich dachte, wenn es schon kein anderes Spiel zu dieser Thematik auf dem PC gibt, dann machen die Entwickler auch was daraus - falsch gedacht. Schon beim ersten Anspielen wurde ich eines Besseren belehrt. Die Grafik ist unterstes Niveau. Dazu tragen neben anderen Aspekten vor allem die grottenschlecht designten Sportler-Modelle bei. Dazu kommt noch, dass nichts lizenziert wurde, es gibt keine Original-Stadien oder Sportler. Dieses Spiel hat mit den Olympischen Sommerspielen außer den Disziplinen so gut wie nichts zu tun. Zwar machen die einzelnen Disziplinen einige Zeit Spaß, hier muss man vor allem den relativ gut gelungenen Schießmodus erwähnen, aber nach und nach werden die anderen einfach nur langweilig. Mit dem Hot Seat Modus hat man zwar einige Zeit Spaß, aber auch ihn darf man nur auf einem PC spielen, LAN-Unterstützung gibt es nicht. Wer eine Konsole besitzt, sollte lieber zum um Längen besseren
Athens 2004 greifen, PC-Spieler sollten die 30 Euro lieber in etwas anderes investieren und selber Sport machen - das macht garantiert mehr Spaß.
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