Gesamtwertung54%/10 |
GrafikAusreichend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßAusreichend SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Eure Aufträge erfüllt Ihr hierbei nicht zu Fuß, sondern einzig und allein in einem Auto, genauer gesagt Spezialauto. Denn der schick anzusehende G-6155 Interceptor so heißt die Karre hat neben einem umfangreichen Waffenarsenal, welches neben Minigun und Raketenwerfer sowie eine Railgun beinhaltet, auch noch eine ganz besondere Funktion parat: der Interceptor besitzt nämlich die Fähigkeit, sich blitzschnell von einem Landfahrzeug in ein Wasserfahrzeug zu verwandeln und wieder zurück.
In den Einzelspielermissionen gibt es Primär- und Sekundärziele, wobei diese in der Priorität aber gleichzustellen sind, da spätere Levels ein bestimmtes Maß an erforderlichen Punkten voraussetzen, die man oft nur nach dem Bestehen sämtlicher Ziele erreicht, weshalb diese Einteilung eigentlich sinnlos ist.
Eins stört massiv an Spy Hunter: die fehlende Identifikation und die Geschichte, die mehr Löcher aufweist, als ein überreifer Leerdammer. Klar, wir jagen Terroristen, aber was haben diese eigentlich verbrochen und mit was für Verbrechern haben wir es eigentlich hier zu tun? Auch über den Hauptcharakter, sofern man diesen so nennen darf, gibt es keine Hintergrundgeschichte, geschweige denn Beweggründe, sich der gefährlichen Hatz hinzugeben. NOSTRA hetzt im Laufe des Spiels ganz unterschiedliche Feinde auf Euch los. Das Spektrum umfasst hierbei neben patrouillierenden Soldaten, Hum-Vees und Motorradfahrern auch wesentlich härtere Geschütze wie Hubschrauber, Kanonenboote oder Kampfjets. Letztere sind gar nicht mal so leicht zu bezwingen und erfordern in den späteren Levels einiges an Geschick.
Grafisch ist Spy Hunter leider nur unteres Mittelmaß: alle Spielobjekte wirken sehr eckig und polygonarm, das Leveldesign lässt Innovationen vermissen und die Effekte sind einfach nur unspektakulär. Auch die Texturen wirken sehr verwaschen und lassen die Konsolenherkunft schon im ersten Moment erahnen. Alles erinnert irgendwie an selige PlayStation-One-Zeiten.
Einzig und allein die coolen Zwischensequenzen können überzeugen. Besser siehts hingegen im akustischen Bereich aus. Das stimmige Peter Gunn-Theme von Komponistenlegende Henry Mancini unterstreicht perfekt das Agenten-Feeling. Die Waffengeräusche sind jedoch bestenfalls nur gehobener Durchschnitt und hauen nicht wirklich vom Hocker.
Multiplayer gibt es nur für zwei Spieler im Splitscreen-Modus, der auch mit seinen drei unterschiedlichen Spielmodi keinen großen Spaß macht. Zu undurchdacht und unspektakulär wirkt das Ganze. Neben dem traditionellen Kopf-an-Kopf-Rennen mit Waffeneinsatz gibts noch eine Variation, bei der man möglichst viele Symbole einsammeln soll.
Last but not least wäre hier der sehr kuriose Modus mit dem Namen Hühnerjäger. Hierbei müssen die Kontrahenten so viele Hühner wie nur möglich überfahren. So spannend wie es sich anhört, ist es dann auch, nämlich überhaupt nicht.
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