Gesamtwertung79%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Eine Grafikengine, der man über die Straße helfen will
Schon beim Release vor fünf Jahren war die Grafik von Stronghold: Crusader veraltet und alles andere als zeitgemäß. Nichtsdestotrotz war sie übersichtlich und fing die Atmosphäre des Spiels perfekt ein. Selbst heute kann man sich, vor allem nach der mehr als enttäuschenden Stronghold 2-Grafikengine, nur schwer eine anderes Grundgerüst vorstellen, die die 'alten Zeiten' so passend aufleben lassen würde. Wer also einen runderneuerten Look von Extreme erwartet, der wird enttäuscht. Wer jedoch mit der alten Grafik gut klar kommt, dem wird sie kein Spielspaß-Hindernis sein.
Orientalisch
Auch beim Sound hat sich nichts getan. Außer neuen Soundsamples für die neu dazugekommenen KI-Kontrahenten wurde jeder Sound und jede Melodie von Stronghold Crusader übernommen. Der ein oder andere mag das vielleicht als zu wenig empfinden, aber die orientalischen Klänge sind stimming, passen zum Spiel und auch hier gilt wieder - wer damit Leben kann, der wird nach wie vor auch audiotechnisch nichts an der Extreme-Edition auszusetzen haben.
Wie passen so viele Einheiten auf den Bildschirm?
Genretypsich geht die Maus/Tastatur-Steuerung sehr leicht von Hand und bereitet während des Spiels keine Probleme. Obwohl man sich anfangs nach wie vor erst einmal in den verschiedenen Gebäuden und Statistiktabellen in der unteren Bildschirmleiste zurechtfinden muss, bereitet das Interface ansonsten keine erwähnenswerten Probleme. Neu dazugekommen ist übrigens eine praktische Anzeige am rechten Bildschirmrand, die die ebenfalls neuen Spezialfähigkeiten beherbergt. Einziger Kritikpunkt - bei den teils riesigen Schlachten mit mehreren tausend Einheiten geht öfters die Übersicht flöten.
Zeig mir deine Burg!
Stronghold Crusader: Extreme enthält die komplette Stronghold: Crusader Originalversion mit all ihren Features, die mit Zusatzinhalten aus der hierzulande nicht veröffentlichten War Chest erweitert wurde. Dazu gehören neue KI-Kontrahenten, über 50 neue Karten sowie eine neue, gut designte Kampagne. Der Extreme-Modus wird separat vom Desktop aus gestartet und ermöglicht die angepriesenen Einheitenmassen von bis zu 10.000 Einheiten. Ebenfalls mit von der Partie ist eine Extreme-Kampagne - die ist allerdings nur eine plumpe Aneinanderreihung von Skirmish-Missionen. Als neues Feature enthält Stronghold Crusader: Extreme auch Spezialfähigkeiten, die ähnlich wie beispielsweise in Schlacht um Mittelerde am Bildschirmrand ausgesucht und danach eingesetzt werden können - vorausgesetzt man kämpft ausreichend, wodurch sich ein Balken mit 'Energie' auflädt. Jede Attacke verbraucht dann eine bestimmte Portion des Balkens. Zu den Spezialfähigkeiten zählen z.B. das Heilen von Einheiten in einem bestimmten Umkreis, ein konzentrierter Stein-Angriff (Artillerie) auf die gegnerische Festung oder das Herbeirufen von Verstärkung.
Extreme Kindergeburtstag
Selbst Einsteiger werden kein Problem mit Crusader: Extreme haben - das leicht zu erlernende Spielprinzip ist kein Hindernis auf dem Weg zum Burgherren-Dasein. Profis werden sich hingegen leicht unterfordert fühlen. Obwohl neue KI-Gegner eingebaut worden sind, können weder diese noch die alten etwas gegen einen noch relativ kleinen Angriff mit nur knapp 500-600 Einheiten ausrichten. Bevor man also überhaupt die riesigen Einheitenmassen von mehreren tausend Einheiten aufbauen kann, wird die Gegner-KI schon lange ins Graß gebissen haben - Außnahmen bilden Matches gegen mehrere Gegner auf einmal, da diese unter Umständen länger durchhalten. Schade: ein Handbuch findet man in der Packung nicht, nur eine kleine Schablone mit der Tastaturbelegung und Grundsteuerung.
Extrem lustig
Richtig geht die Extreme-Post natürlich erst in Multiplayerschlachten mit echten menschlichen Kontrahenten ab. Denn hier werden die Schlachten wirklich riesig und arten in zwar teils unübersichtliche, aber dennoch spannende Aufeinandertreffen aus. Sowohl im Singleplayer- aber besonders im Multiplayermodus kann es jedoch bei Armeegrößen von gut 10.000 Mann zu teils heftigen Rucklern und Lags kommen. Eine gute Verbindung sowie Prozessorpower ist also Pflicht, wenn man wirklich gigantische Schlachten schlagen will - Karten dafür gibt es jedenfalls mehr als genug.
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Stronghold Crusader Extreme im Test.
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