Taxi Raser

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Koch Media
Entwickler
Davilex Games
Erscheinungsdatum
-
Genre
Racing
USK
6
Taxi Raser [PC , Justgamers]

Gesamtwertung

15%/10

Grafik

Ausreichend

Sound

Ausreichend

Lanzeitspaß

Ungenügend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Mangelhaft

Taxi Raser

Mit dem Rennspiel Taxi Raser veröffentlicht der holländische Hersteller Davilex einen weiteren Teil der 'Raser'-Serie. Trotz durchweg schlechter Kritik entpuppten sich alle bisherigen Spiele der Serie als wahre Umsatzrenner. Ob Davilex mit seinem neusten Werk ausnahmsweise ein gutes Spiel abgeliefert hat, verraten wir Euch in unserer Review.

In Taxi Raser übernimmt man - was für ein Zufall - die Rolle eines Taxifahrers. Klingt langweilig, ist in Wahrheit aber noch viel langweiliger! In 20 Missionen kutschiert man unter Zeitdruck Fahrgäste durch Berlin und verdient sich so seinen Lebensunterhalt. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Mission werden neue Fahrzeuge frei geschaltet, die sich aber nur von der Höchstgeschwindigkeit und dem Aussehen unterscheiden. Für eine gute Fahrphysik blieb den Entwicklern anscheinend keine Zeit. So scheint es die in den Optionen angepriesene Funktion „Handbremse“ nicht zu geben - anders kann ich es mir nicht erklären, dass Autos mit angezogener Handbremse nicht nur meilenweit weiterrutschen, sondern anscheinend erst so richtig in Fahrt kommen.

Blöder Passagier

Potentielle Fahrgäste stehen wie Nutten aufgereiht am Straßenrand und warten darauf, von Euch zu horrenden Fahrpreisen transportiert zu werden. Hat man es einmal geschafft, sein Taxi neben einem Kunden anzuhalten, setzt sich dieser langsam in Bewegung. Bis er den Weg ins Innere eures Taxis gefunden hat, vergehen mehrere Sekunden. Einerseits könnt Ihr ausgiebig die abgehakten Animationen bestaunen, andererseits geht das alles natürlich von der für die Mission zur Verfügung stehenden Zeit ab.

Sitzt der Fahrgast endlich im Auto, lotst Euch ein Pfeil durch das grafisch eher anspruchslose Berlin. Bekannte Gebäude wie das Brandenburger Tor oder der Fernsehturm sind mühelos zu erkennen, generell aber sind die Texturen des Spiels auf einem niedrigen Niveau.

Während der Fahrt lässt der Passagier einige lieblos synchronisierte Sprüche vom Stapel, die man nach maximal drei Missionen in- und auswendig kennt. Zu unfreiwillig komischen Momenten kann es kommen, wenn der Fahrgast „Du fährst echt gut“ sagt und man im nächsten Moment mit seinem Taxi meterweit über die Spree fliegt.

Der Spaß geht weiter

Wem nach den 20 Missionen der Spaß an Taxi Raser noch nicht vergangen ist, kann mit bis zu neun Freunden das Spiel im Netzwerk weiterspielen. Zur Auswahl stehen verschiedene Mehrspieler-Modi: ein normaler Rennmodus, und zwei weitere Modi, die sich am besten mit „Capture the Passenger“ und „Destruction Derby“ umschreiben lassen. Sicherlich eine Mordsgaudi – wenn man überhaupt einen freiwilligen Mitspieler auftreiben kann.

Fazit

Mit Taxi Raser hätte Davilex sein Image kräftig aufpolieren können. Aber wie heißt es im Spiel so toll ins Deutsche übersetzt? „Mission missgluckt“! Spaßfaktor und Abwechslung tendieren gegen Null, sodass selbst der vergleichsweise niedrige Preis von 20 € unverschämt hoch ist. Das Geld sollte man lieber gleich sparen oder in ein anderes Spiel investieren: Need for Speed Underground ist mittlerweile für 15 € erhältlich und bietet jederzeit mehr Spaß als Taxi Raser.

Taxi Raser [PC , Justgamers]

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