Gesamtwertung55%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungGut |
Wir schreiben das Jahr 1962, es herrscht der kalte Krieg. Der Ost- und Westblock stehen durch der Kubakrise am Rande des dritten Weltkriegs. Doch die Regierungen der beiden Fraktionen haben einen kühlen Kopf bewahrt und mit viel Glück letztendlich den drohenden Atomkrieg verhindert. So steht es in den Geschichtsbüchern. Nur was wenn alles anders gekommen wäre, was wenn die UdSSR und die USA auf den Knopf gedrückt hätten und die Welt ins Verderben gebombt hätten? Das erfahrt ihr in The Day After, dem neuen Echtzeitstrategiespiel aus dem Hause CDV. Wir haben uns den Titel für euch mal genauer angesehen.
Endszenario
Nach dem nuklearen Schlagabtausch der zwei Weltmächte sind alle wichtigen Metropolen dem Erdboden gleichgemacht und die Regierungen beider Nationen ausgelöscht. Es bilden sich allerdings eine neue Vereinigung die auch prompt die Macht in allen Teilen der Erde ergreifen. Dazu zählen die Allianz USA-Großbritannien, die europäische Allianz, bestehend aus Deutschland und Frankreich, die UdSSR und China.
Alle Seiten haben während des andauernden Krieges bereits ca. 70% ihrer Truppen verloren und kämpfen daher nur noch mit Restbeständen und Fahrzeugen, die schon im zweiten Weltkrieg eingesetzt worden sind.
Nach der Auswahl der Kampagne für eine der vier Fraktionen begibt man sich zuerst auf die obligatorische 2D-Strategiekarte, auf der man, ähnlich wie in Rome Total War im Rundenstrategiemodus seine Streitkräfte hin- und herschiebt. Die Karte, auf der sich strategisch wichtige Gebäude wie Ölraffinerien oder Munitionslager befinden, ist in zwei Territorien unterteilt, das eigene und das feindliche. Sollte es euch gelingen, eine dieser Einrichtungen zu erobern oder einen Zug lang mit einem eurer Einheitenverbände im feindlichen Territorium zu verweilen, werden die Grenzlinien zu euren Gunsten verschoben. Kampfsituationen können entweder automatisch gelöst werden, oder man legt selbst Hand an und führt seine Streitkräfte in die Schlacht.
Nach einer erfolgreichen Mission werden die Einheiten die einem übrig geblieben sind wie in Codename: Panzers in den nächsten Auftrag übernommen. Sollte man jedoch viele Verluste erlitten haben, kann man sich zwischen den Missionen mit Verstärkung eindecken.
Zurück in die Vergangenheit
Auf der Spielkarte selbst angekommen überkommt die meisten Strategiekenner sofort ein Deja vu-Erlebnis. Der Grund: das Spiel basiert auf der bereits ziemlich angetagten Blitzkrieg-Engine. An dieser Stelle muss für das Spielgerüst jedoch eine Lanze gebrochen werden, denn außer den texturarmen Landschaften erfüllt die Grafik noch ihren Zweck, teilweise wurden auch neue Partikeleffekte hinzugefügt die besonders beim Abfeuern von Artilleriewaffen immer wieder einen Blick wert sind. Die Einheiten sind 3D-Modelle die jedoch leider zu 90% auch schon in Blitzkrieg samt dessen Addons vorkamen, bis auf wenige Ausnahmen ist man also auf den Fuhrpark aus dem zweiten Weltkrieg beschränkt.
Ebenfalls Blitzkrieg-Typisch ist der für Anfänger recht hohe Schwierigkeitsgrad. Bis man eine Mission durch hat, sind oft mehrere Anläufe nötig. Genrekenner können dadurch zwar verschiedene Strategien ausprobieren, dem Otto-Normal-Verbraucher wird jedoch schnell die Lust vergehen.
Nach kurzer Spielzeit hat man allerdings auch schon alles von The Day After gesehen, dann nämlich fangen sich die Missionen an zu wiederholen und laufen immer nach dem selbem, langweiligen Schema ab. Von Abwechslung und spannend designten Storymissionen wie in Codename: Panzers gibt es leider keine Spur. Die einzige richtige Neuerung ist, dass man seine Fahrzeuge nun auch betanken muss, damit sie nicht ohne Treibstoff tief im feindlichen Gelände zurückbleiben. Soundtechnisch hat das Spiel auch nicht viel zu bieten. Die Menümusik ist Standardkost, die Sprachausgabe der einzelnen Parteien entspricht jedoch deren Landessprache. Aber auch hier fällt auf, dass sich die Kommentare der Einheiten zu oft wiederholen.
Multiplayerfrust bei Looki
The Day After unterstützt spannende Netzwerkgefechte mit bis zu acht Spielern. So steht es jedenfalls im Handbuch. In der uns zu Verfügung stehenden Testversion ist dies allerdings nicht der Fall. Zwar kann man im Menü das Netzwerkspiel auswählen, jedoch scheiterten wir bei der Erstellung einer Session. Es stand keine einzige Karte zur Auswahl, sodass wir den Multiplayermodus nicht testen konnten. Selbst um ins Optionsmenü zu gelangen, muss man im Hauptmenü kurioserweise erst Spiel speichern anwählen, um in dessen Untermenü zu den Spieleinstellungen zu gelangen. Der Multiplayermodus wurde auf drei PCs getestet.
The Day After im Test.
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