Gesamtwertung48%/10 |
GrafikMangelhaft SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungBefriedigend |
Goldenes Desaster...
Déja-vù-Momente kennt jeder und hatte auch jeder, vor allem wenn es sich dabei um mäßige Echtzeitstrategie-Titel von der Stange handelt. Zuletzt geschehen im Fall von Fate of Hellas: Die Schlacht um Griechenland und nun beim ebenso minderwertigen The Golden Horde.
Kein Wunder: Beide Spiele stammen aus dem Hause World Forge und beide wurden auch parallel veröffentlicht. Das roch bereits vor der Testsession nach Fäule und unsere Vorahnungen haben sich bestätigt. Wer sich über die Macken des Titels informieren möchte, könnte sich quasi locker auch unser Review von Fate of Hellas zu Gemüte führen.
Denn abgesehen von der Epoche und ergo den Fraktionen sowie deren Einheiten hat sich rein gar nichts geändert: Nach wie vor leidet die Optik unter einer deutlichen Überschreitung des Verfallsdatums.
Ebenfalls gleich geblieben ist das Gameplay sowie das Interface. Was tun wir also? Das Review zu The Golden Horde bewusst knapp halten, denn alles andere wäre blanker, doppelt gemoppelter Arbeitsaufwand.
Im Titel habt Ihr die Qual der Wahl zwischen den Völkern der Russen, Mongolen und Kreuzritter. Spielerisch nehmen sich die drei Parteien erstaunlich wenig selbst in den Kampagnen offenbaren sich nicht allzu gravierende Unterschiede. Apropos Kampagne: Selten haben wir einen solch gemächlichen und öden Einstieg gesehen.
Egal für welches Volk Ihr Euch entscheidet: In der ersten Mission aller drei Kampagnen gilt es in der Unterzahl und in Schleichmanier, wesentlich besser ausgestattete, feindliche Truppenverbände zu umgehen und möglichst nicht entdeckt zu werden. Das ist nicht nur recht schwierig, sondern auch äußerst langweilig und für einen guten Ersteindruck der blutige Todesstoß. Aber auch in den späteren Missionen wird lediglich das altbekannte 08/15-Spektrum an Abwechslung aufgefahren, was mittlerweile wirklich niemanden mehr hinter den Ofen hervorlocken dürfte. Die meiste Zeit verbringt Ihr daher damit, gegebenfalls eine Basis aufzubauen und mit einer erhöhten Truppenstärke sowie Eurem Helden gegnerische Einheiten zu plätten. Inhaltlich zusammenhängende Cutscenes oder gar eine echte Geschichte sucht man dabei leider vergebens.
Aber genau das kennt man bereits aus Fate of Hellas kein Wunder also. Ein kleines bekanntes Plus ist der Armeen-Editor, mit dem Ihr speziell ausgerüstete Presets in die Einheitenliste verschieben und beim nächsten Mal per einfachem Klick ausbilden könnt. Wenn uns im nächsten Augenblick aber ein Bug die Möglichkeit vermasselt, überhaupt Einheiten zu rekrutieren, dann ist der gute Eindruck ganz schnell dahin.
Wo wir schon mal bei schlechten Eindrücken sind: Nach wie vor hat es kein Online-Mehrspielermodus ins Spiel geschafft, stattdessen dürft Ihr Euch nur auf einer handvoll Karten im Netzwerk austoben. Allzu lange motiviert dies dank mangelnder Spielvariationen aber nicht.
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The Golden Horde im Test.
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