Gesamtwertung43%/10 |
GrafikGut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Ja, er lebt noch, stirbt nicht!
Im Ego-Shooter The Stalin Subway von G5 Software verschlägt es den Spieler in die kalten Gefilde der Sowjetunion der Nachkriegszeit, genauer gesagt nach Moskau. Als junger KGB-Offizier Gleb Suvorov gilt es in ungefähr 20 Leveln, einen drohenden Anschlag auf Josef Stalin, den Generalsekretär der Sowjetunion, zu verhindern. So heißt es also die ganze Zeit potentielle Verräter aufzuspüren, zu eliminieren und die Verschwörung hinter den dicken Mauern des Kreml aufzudecken. Dumm nur, dass Glebs Vater im Zusammenhang dieser Staatsverschwörung entführt wurde und unser Hauptcharakter nun auch in eigenem Interesse handelt. Die rein fiktive Story klingt im ersten Moment noch recht spannend, wurde aber viel zu unspektakulär und ideenlos umgesetzt, wobei gerade ein fiktives Szenario unzählige Möglichkeiten für unvorhergesehene storytechnische Wendungen bietet, die hier allerdings absolut außen vor bleiben. Und auch im Spiel sieht es beileibe nicht besser aus.
Ständig bleibt Ihr in den wenig einfallslosen Missionen 'dank' der miesen Kollisionsabfrage an irgendwelchen Kanten oder Ecken hängen. Und als wenn das noch nicht reichen würde, ist auch das Schadensmodell der Gegner, die in Gestalt von hirnlosem und sich ähnelndem Kanonenfutter in Uniform Euch den sprichwörtlichen Garaus machen wollen, viel zu unpräzise und unrealistisch. Manchmal steht man nur eine Spuckweite vom Feind entfernt und antwortet liebevoll mit MP-Salven auf die aggressiven Attacken, doch entweder trifft man ins Leere oder verletzt ihn nur leicht. Beintreffer richten bei den gegnerischen Holzkopfsoldaten zuweilen sogar merkwürdigerweise genauso viel an wie gezielte Kopftreffer.
Besser siehts beim umfangreichen Waffenarsenal aus: Neben der traditionellen Makarow, die übrigens auch beidhändig benutzt werden darf, erfreuen sich Shooter-Fans auch an einer gern gesehenen AK-47, einer Sten MK-II-Maschinenpistole, der Schpagin-MP mit Munitionstrommel sowie verschiedenen Gewehren, Karabinern, MGs und einem Raketenwerfer und natürlich der nicht zu vergessenden Granate.
Summa summarum macht das insgesamt zwölf Schießprügel, die nicht nur recht abwechslungsreich aussehen, sondern sich auch so anhören.
Grafisch ist Stalin Subway als durchschnittlich anzusehen: Das Design der Modelle geht in Ordnung, ist aber dennoch unspektakulär und facettenarm. Die Effekte sind ebenfalls solide, wenn auch nicht bahnbrechend. Eins stört allerdings erheblich: Die recht trist geratenen Innenlevel, die schon nach kurzer Zeit ermüdend öde wirken und die größtenteils kargen Außenlevels. Hier hätte man wesentlich kreativer sein können, denn vor allem Räume ähneln sich sehr stark und gerade die spielen in der Handlung eine tragende Rolle. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Innenräume und auch Gegner oft hinter- und nebeneinander gesetzt wurden, was den Eindruck erweckt, man würde sich in einer Endlosschleife mit den ewig gleichen Gegnern in ähnlichen Umgebungen auseinandersetzen.
Akustisch hinterließ das Spiel ein eher maues Gefühl: Schon im Hauptmenü fragt man sich, was Dance- oder Popmusik in einem Weltkriegsshooter zu suchen hat. Auch die grauenhaften Synthesizer-Klänge in den Missionen werden die Meisten am liebsten gleich vergessen wollen, da der Soundtrack auf Dauer nervt und absolut nicht zum Geschehen passt. So auch die Soundeffekte: Die Waffengeräusche wirken zwar recht abwechslungsreich, jedoch ziemlich unrealistisch und viel zu 'artig'. Loben darf man allerdings die deutschen Synchronsprecher, die den russischen Akzent recht gut rüberbringen und glücklicherweise nicht zum 'Overacting' neigen.
Tauche ein in die Welt der Stars und bring Deine Fans auf der Bühne zum kochen. Neben Ruhm winkt einer der Megapreise im Gewinnspiel! zum Spiel...
The Stalin Subway im Test.
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