Gesamtwertung88%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Seit 1999 erscheint Jahr für Jahr die Golfsimulation Tiger Woods PGA Tour aus dem Hause Electronic Arts. Fast genauso lange sind in diesem Genre keine ernsthaften Alternativen mehr in Sicht. Ob sich die Entwickler deshalb auf ihren Lorbeeren ausruhen oder die mit Tiger Woods PGA Tour 2005 die Messlatte noch ein Stückchen höher gelegt haben, erfahrt Ihr in unserem Review!
Tiger Woods Tiger Who?
Ein Großteil der deutschen Bevölkerung dürfte den Golfsport nur aus dem Fernsehen kennen oder denken, dass man Golfbälle bloß auf Torhüter von Bayern München werfen kann und darüber hinaus keine andere Verwendung haben. Macht nichts, schließlich gibt es immer ein erstes Mal. Und dafür ist Tiger Woods PGA Tour 2005 wie geschaffen, da man kein langjähriger Sport-Experte sein muss, um sich auf Anhieb zurecht zu finden.
Blutige Anfänger können dank einfacher Steuerung nach ein paar Übungsminuten den weißen Plastikball über 200 Yards aufs Grün dreschen. Verfügt man über etwas Erfahrung, lassen sich andere, effizientere Steuerungsvarianten benutzen, die gleichzeitig aber auch schwieriger auszuführen sind.
Golfkrieg
Zu Beginn des Spiels habt Ihr die Wahl zwischen einem vorgefertigten Profigolfer darunter Tiger Woods, Vijay Singh und Rich Beem oder einem eigenen Spieler. Entscheidet Ihr euch für letztere Variante, kann erstmals mit Hilfe eines Editors das komplette Erscheinungsbild Eures Charakters verändert werden. Von der Kopfbedeckung bis zum Schuh lässt sich alles individuell anpassen. Etwas kniffliger wird es, wenn es an die Fähigkeiten als Golfer geht. Attribute, die das Einlochen oder die Schlagkraft bestimmen, können nur durch etwas Kleingeld verbessert werden. Zusätzlich sind kostenpflichtige Lektionen auswählbar, mit deren Hilfe der eigene Golfer spezielle Schläge erlernen kann. Das dazu nötige Geld verdient man sich schnell bei Turnieren oder Duellen mit anderen Golfern.
Ist Euer Golfer erst einmal mit allen Wassern gewaschen und beherrscht die leider nur elf Kurse aus dem Effeff, sorgt die Dream18 Challenge als weiteres neues Feature für Abwechslung. Hier kauft Ihr einen vorhandenen Kurs und könnt neben Vegetation und Tageszeit auch die Beschaffenheit des Kurses selbst verändern.
Danach fordern Euch manche der besten Spieler alle Zeiten wie Jack Nicklaus, Gary Player oder Ben Hogan zu einem Showmatch heraus. Wenn das für Liebhaber dieses Ballsports nicht Motivation genug ist! Wer darüber hinaus auf Dauer nicht immer allein spielen will, kann sich online oder im Netzwerk mit bis zu sieben Mitspielern messen.
Erlebe die Natur
Grafisch hat EA Sports mal wieder sehr gute Arbeit geleistet. Mimik und Gestik der detaillierten Golfer lassen nichts zu wünschen übrig, und beim Anblick der Natur könnte man fast ins Träumen geraten. Höchstens der Architektur und Küstengestaltung hätte eine kleine Aufpolierung gut getan. Ebenfalls Defizite weist das meist regungslos wirkende Publikum auf, das partout nicht in die Landschaft passen will. In Sachen Sound haben die Entwickler nichts anbrennen lassen. War bei einer ruhigen Sportart, die auf weitläufigem Terrain ausgeübt wird, allerdings auch nicht gerade allzu schwer. Die Original-Kommentatoren der PGA Tour sorgen zusätzlich für frischen Wind, allerdings nur in englischer Sprache.
Tiger Woods PGA Tour 2005 im Test.
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