Gesamtwertung85%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Ein langes Jahr hat es gedauert, bis sich die Jungs von Red Storm Entertainment dazu hinreißen ließen, ihr neuestes Addon für Rainbow Six: Raven Shield zu veröffentlichen. Kommt mit dem Zusatzpack Athena Sword ein Pflichtkauf oder eine totale Gurke auf uns zu? Genau diese Frage beantworten wir in unserem Review!
Rainbow Six 3: Athena Sword
Terrorismus ist gerade in unserer Zeit ein ernst zu nehmendes Problem. Örtliche Polizeieinheiten sind oftmals überfordert mit der Bekämpfung der terroristischen Gefahr und auch Spezialeinheiten haben ihre liebe Not, der Gewalt Herr zu werden. Immer wenn die Lage aussichtslos ist und ein Happy End mehr als unerreichbar scheint, ist es Zeit RAINBOW zu rufen. Knapp ein Jahr nach dem Erscheinen von Tom Clancy´s Rainbow Six 3: Raven Shield kommt wieder Taktiknachschub aus dem Hause Redstorm Entertainment. Mit Rainbow Six 3: Athena Sword kommt ein Addon für Raven Shield, welches Euch mit einer neuen Kampagne und massig neuen Extras versorgt.
Im Jahre 1999 veröffentlichte Tom Clancy mit Operation Rainbow die Geschichte rund um eine multinationale Spezialeinheit namens RAINBOW. Clancy, der sich in seinen Romanen immer auf seinen Hauptakteur Jack Ryan fixierte, schuf mit John Clark (Codename: Rainbow Six), dem Chef der Antiterroreinheit, einen neuen und düsteren Gegenpart zu Ryan. Immer dann, wenn eine Nation nicht in der Lage ist, einen terroristischen Akt unter Kontrolle zu bekommen, wird die Spezialeinheit gerufen. Damit sie innerhalb weniger Stunden an jedem Platz der Welt eingesetzt werden kann, gibt es drei Quartiere in denen die Einheit untergebracht ist. Zwar haben die Amerikaner mit ihrem C.I.A. die Befehlsgewalt über RAINBOW, dennoch ist das Hauptteam im britischen Hereford stationiert.
Die Welt ist nicht genug
Da wurde Rio de Janeiro gerade in Raven Shield vor bösen Faschisten und dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen gerettet, da droht auch schon die nächste Gefahr. Der Führer der Terrorgruppe aus dem eben erwähnten Vorgänger wurde erschossen, weshalb nun sein Stellvertreter, Alvaro Gutierrez, versucht, die gesteckten Ziele der Organisation mit einer letzten Terrorzelle doch noch zu erreichen. Natürlich wissen unsere RAINBOW-Mitarbeiter, allesamt ehemalige Mitglieder von Spezialeinheiten oder verschiedenen Geheimdiensten, auch diese Bedrohung zu beseitigen. Damit der Spieler davon auch sehr viel mitbekommt, hat Entwickler Red Storm acht neue Missionen gebastelt und dann in eine schöne Kampagne gepackt.
Dabei ist von Geiselrettung über Bombenentschärfen bis hin zum Festnehmen von Waffenhändlern alles dabei. Da Schurken auch vor traumhaften Städten nicht Halt machen, wird das Team im Laufe der Kampagne im italienischen Mailand, dem kroatischen Dubrovnik oder gar dem französischen Monte Carlo eingesetzt.
Um ein wenig Nostalgie aufkeimen zu lassen, haben die Macher auch noch drei Karten aus vorhergegangen Rainbow Titeln in Athena Sword eingebracht. So gibt es aus dem ersten Teil die Botschaft, aus Urban Ops die Londoner U-Bahn sowie aus Rainbow Six: Rogue Spear eine sibirische Waffenanlage.
Mit allen Mitteln
Leider lassen sich die bösen Jungs nicht mit Steinen und Stöcken verjagen, weshalb die Regenbogentruppe auf ein reichhaltiges und gut bestücktes Waffenarsenal zurückgreifen kann. Dabei handelt es sich nicht um futuristische Fantasiewaffen, sondern um tatsächlich existierende Feuerspucker. Bereits im Hauptprogramm waren 57 Waffen vertreten, und nun wird noch einmal um sieben weitere Meinungsverstärker aufgestockt. Hinzugekommen sind Klassiker, wie die vollautomatisch feuernde Beretta 93R, oder das M240G aus dem Hause Fabrique Nationale. Natürlich gibt es auch für die neuen Waffen wieder Zusätze, wie Zielfernrohre, größere Magazine oder Schalldämpfer. Ausgenommen hiervon ist natürlich wieder die Waffengattung der leichten Maschinengewehre.
Zu Beginn einer Mission muss wieder ein Team zusammengestellt und ausgerüstet werden. In der anschließenden Planungsphase wird dann in gewohnter Manier der Zugriff bis ins kleinste Detail durchgeplant. Dies erfolgt wie eh und je in der taktischen Übersicht, welche in Form von Blaupausen vom Einsatzgebiet dargeboten wird.
Leider haben viele Actionjunkies nur das Bedürfnis wild ballernd durch die Aufträge zu heizen, weshalb natürlich auch ein Action Plan nicht fehlen darf. Hier kann der Spieler dann, ohne sich groß eine Taktik zu überlegen, loslegen.
So sieht es aus
Natürlich haben die Jungs von Red Storm die bereits in Raven Shield bewährte Unreal 2 Grafikengine verwendet. Da wundert es auch nicht, dass die einzelnen Maps wie gewohnt zahlreiche Details, wie z.B. Gemälden und Wandverzierungen, bieten.
Die Modelle der einzelnen Charaktere sind ebenfalls schön anzusehen, und bieten auf flotten Rechnern auch wieder einen Augenschmaus.
Soundtechnisch ist auch wieder großartig gearbeitet worden, denn hier gibt es einfach nichts zu bemängeln. Die Sprachausgabe der eigenen Soldaten ist von professionellen Sprechern vertont worden, und das Gebrüll Eurer Gegner hört sich sehr bedrohlich an. Die Waffen klingen nahezu echt, ebenso wie das Effektgewitter von explodierenden Granaten und Kugeln die neben des eigenen Teams einschlagen.
Aber nicht nur das Geballer wurde lebensnah vertont auch andere Hintergrundgeräusche, wie etwa das Zwitschern der Vögel, lassen Euch in die Szenerie eintauchen. Musikalische Einspielungen gibt es in den Missionen nur bei dem Erfüllen oder Versagen eines Einsatzzieles, und bei dem Tod eines eigenen Soldaten bzw. dem Tod einer Geisel.
Erfahrene RAINBOW-Veteranen werden für die acht Kampagnenmissionen, sowie für die drei Zusatzmissionen nicht viel Zeit benötigen. Nach maximal 5 - 6 Stunden sollte eigentlich das Ende erreicht sein. Der Schwierigkeitsgrad ist von leicht bis schwer einstellbar. Somit ist Athena Sword auch für Einsteiger des Genres interessant. Dies gilt natürlich nur, wenn sie auch Raven Shield besitzen, da Athena Sword ohne dieses nicht läuft.
Nach der Installation wird die CD des Addons auch nicht mehr benötigt, da das Programm nach dem Raven Shield-Silberling schreit. Dummerweise wird dies aber nicht erwähnt, und man klickt sich zu Beginn erst einmal durch die zwei vorhandenen Athena Sword-Scheiben. Gestartet wird das Spiel dann durch eine neue Desktopverknüpfung. Ärgerlich ist die Tatsache, dass dieses Zusatzpack fette 1.6 Gigabyte an Festplattenspeicher in der minimalen Installation frisst. Aber dies dürfte für die meisten unter Euch sicherlich keine allzu große Hürde sein!
Um auch im Internet oder auf LAN weiter zu begeistern, gibt es die neuen Mehrspielermodi: Terroristenjagd VS, Hetzjagd VS, Fang den Gegner und Kamikaze. In der Terroristenjagd werden die Spieler auf zwei Teams aufgeteilt, und auf eine Horde von KI-Gegnern losgelassen.Das Team, welches als erstes die vom Computer gesteuerten Kontrahenten bzw. das gegnerische Team erledigt hat, ist der Gewinner.
Die Hetzjagd ist zum vorher genannten Modus identisch, allerdings mit der Ausnahme, dass alle Teammitglieder über die Karte verteilt sind.
In Fang den Gegner werden die Spieler ebenfalls wieder auf zwei Teams aufgeteilt. Nun müssen die gegnerischen Mitspieler gefangen werden, indem sie angeschossen und dann wie Terroristen verhaftet werden. Hier gilt allerdings die Ausnahme, dass bereits gefangene Spieler wieder von Teamkameraden befreit werden können.
Last but not least gibt es noch den Kamikazemodus. Wieder gibt es zwei Teams, von denen ein Spieler mit einer Bombe versehen wird. Nun müssen die eigenen Leute versuchen, die Bombe mittels Entschärfungswerkzeug unschädlich zu machen. Das gegnerische Team hingegen bekommt einen Punkt dann, wenn der Bombenträger mittels Waffengewalt getötet wurde.
Grafisch und Soundtechnisch gibt es nicht zu klagen, und auch das kleine Schmankerl von drei Remake Missionen weis zu gefallen. Eigentlich ist Rainbow Six: Athena Sword für jeden RAINBOW Fan und Zocker ein absoluter Pflichtkauf!
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Tom Clancys Rainbow Six: Athena Sword im Test.
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