Gesamtwertung82%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Bäumchen wechsel dich
Im Verlauf der Kampagne stellt sich ein Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel ein: die Geschichte beginnt am Hofe des Imperiums, verschlägt den Spieler später allerdings auch in die Reihen der Tribes, den ausgegrenzten und untereinander verfeindeten Stämmen. Neben diesen Charakter- und Ortswechseln finden zusätzlich Zeitsprünge statt. So könnt Ihr beispielsweise einmal als Kind mit einer Seilwinde ausgestattet aus einem Palast flüchten, um in der nächsten Mission als ausgewachsene junge Frau Jahre später den Überfall auf den Palast zu rächen.
An dieser Erzählweise scheiden sich schon seit Jahren die Geister, was man an Filmen wie Memento oder Butterfly Effect sehen kann. Einige Spieler werden auch hier die Story verwirrend finden, andere wiederum freuen sich über diese erfrischende, nicht lineare Kampagne.
Abwechslung pur
Im weiteren Verlauf des Einzelspielermodus gleicht kaum eine Mission der vorherigen, was nicht nur an den oben genannten Zeitsprüngen liegt. Von Turnieren innerhalb eines ausverkauften Kolosseums bis hin zur waghalsigen Fahrt mit einem Rover durch feindliches Territorium haben die Entwickler alle Register gezogen. Für Anfänger besonders vorteilhaft, da sie so bequem die Steuerung diverser Fahrzeuge, die später auch im Mehrspieler-Modus verfügbar sind, üben können.
Andere Fortbewegungsmittel können gleichzeitig ausführlich getestet werden. Jeder Protagonist hat einen Jetpack um den Rücken geschnallt, mit dem er Gegner aus der Luft angreifen und in Windeseile wieder entfliehen kann. Wer wegen Höhenangst lieber auf dem harten Boden der Tatsachen bleibt, schlittert auf Tastendruck mit seinen Skiern todesmutig Abhänge herab.
Alles im Lot?
Angesichts der teilweise weitläufigen Areale sind solche Hilfsmittel keine schlechte Idee. Manche Aufträge entführen Euch in zerstörte Städte oder Seelandschaften, was sich allerdings leider an den hohen Ladezeiten bemerkbar macht.
Nachdem die Kampagne gemeistert ist, wartet mit dem Mehrspieler-Modus die nächste große Herausforderung für Anfänger. Wer bis dahin dachte, ein guter Tribes-Spieler zu sein, wird schnell eines Besseren belehrt. Erfahrene Spieler huschen im Affenzahn mit Jetpack, Skiern und Seilwinde ausgestattet durch die Levels, so dass dem herkömmlichen Neuling Hören und Sehen vergeht.
Nach dem ersten Schreckmoment findet man sich allerdings recht schnell zurecht. Der komplette Fuhrpark samt Jäger, Kampfschiff, Sprungpanzer und Rover steht Euch zur Verfügung. Um diese effizient einsetzen zu können, ist Teamwork gefragt, da die meisten Fahrzeuge mehrere Positionen für Fahrer/Pilot und Schütze vergeben. Im Vergleich zur Einzelspieler-Kampagne werden die Fahrzeuge im Mehrspieler-Modus hauptsächlich als Waffe und nicht als Fortbewegungsmittel eingesetzt. Waren die Maps in Tribes 2 noch sehr groß, vielleicht sogar zu groß, sorgen kleinere Maps nun für rasante Duelle.
An sich ist der Mehrspieler-Part recht einfach gehalten. Höchstens bei der Wahl der Klasse wird man vor eine Entscheidung gestellt. Mit einer leichten Rüstung ausgestattet könnt Ihr den Gegner mit dem Scharfschützengewehr aus der Distanz aufs Korn nehmen, seid aber für den Mörser zu schwach auf der Brust.
Tribes: Vengeance im Test.
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