Gesamtwertung80%/10 |
GrafikBefriedigend SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungAusreichend |
Trotz eurer Suspendierung, werdet ihr nach kurzer Zeit wieder in den Polizeidienst aufgenommen, allerdings in die neu gegründete Abteilung E.O.D. (Elite Operations Devision). Die Aufgabe dieser Abteilung ist recht schnell erklärt: Mit allen Mitteln der Kriminalität Einhalt gebieten und die Bürger von Los Angeles vor zahlreichen Bösewichten schützen. Diese Aufgabe erfüllt euer Protagonist mit überzeugenden Argumenten vorzugsweise großkalibrigen.
Direkt nach dem Spieleinstieg müsst ihr nach einer kurzen Zwischensequenz bereits eure erste Mission erledigen. In dieser müsst [Wiederholung!]ihr zwar nur beim Schießen auf Pappkameraden zeigen, dass ihr es nicht verlernt habt, Gegner zur Strecke zu bringen, dennoch macht euch dies schon einmal mit dem Zielsystem des Spiel vertraut.Ihr habt neben eurem Fadenkreuz noch einen zweiten Zielmodus, mit welchem ihr genauere Schüsse auf einzelne Körperteile eurer Gegner abgeben könnt. Ihr habt entweder die Möglichkeit eurem Gegenüber mit einem gezielten Schuss Richtung Gliedmaßen außer Gefecht zu setzen oder ihr streckt ihn mit Schüssen auf wichtigere Körperregionen nieder, so dass er nicht mehr aufstehen kann.
Ihr könnt, in bester Rambo-Manier, immer zwei Waffen gleichzeitig tragen. Es ist schließlich auch viel lustiger mit zwei Waffen gleichzeitig zu ballern. Dabei seid ihr nicht unbedingt auf eine Waffengattung festgelegt, denn auch mit Schnellfeuerwaffen kann euer Charakter selbstverständlich bestens hantieren.
Besonders gelungen ist das Schießen, während ihr in einem Fahrzeug unterwegs seid. Nach einem Tastendruck zieht euer Held die Waffe und ihr könnt entweder auf die Reifen oder auf den Benzintank des Flüchtigen zielen und diesen so stoppen. Viele geben die Jagd auf, sobald ihr diese gestoppt habt, doch Achtung, denn manche Gegner ziehen immer wieder unverhofft ihre eigenen Ballermänner.
Dabei solltet ihr ganz schnell hinter einem Auto Deckung suchen. Nachdem ihr euch verschanzt habt, könnt ihr immer wieder aufstehen und aus der Deckung heraus euren Gegner überraschen, während dieser z.B. gerade seine Waffe nachlädt.
Doch neben all den Krachmachern könnt ihr im Kung-Fu-Stil eure angewachsenen Kampfinstrumente sprechen lassen. Neben Schlägen und Tritten könnt ihr eure Gegner auch festhalten und schicke Kombos vollführen. So könnt ihr den Schurken über eure Schulter auf den harten Asphalt schmettern oder seinen Arm zwischen eure Beine klemmen und mit einem kräftigen Ruck nach oben ziehen. Der Arm des Gegners geht dabei mit einem lauten Knacken leicht zu Bruch Nick hingegen scheint seine Familienjuwelen gegen eben solche Späße gut gesichert zu haben.
Nach einiger Zeit geht euren Gegnern immer mal wieder für ein paar Sekunden die Puste aus. Das erkennt ihr daran, dass sie nur noch torkelnd herumstehen. Dies sind die passenden Augenblicke für einen eurer Finishing-Moves, mit denen ihr den Fiesling endgültig niederstrecken könnt.
Diese Moves, mit wohlklingenden Namen wie Springender Affe, werden durch verschiedene Tastenkombinationen ausgeführt, sobald sich eure Gegner im oben genannten Zustand befinden.Daneben dürfen auch die Schleicheinlagen nicht fehlen. So könnt ihr euch auf leisen Sohlen an euren Gegner heranschleichen, um diesen mittels eines gezielten Schlags mit eurer Handkante oder eines schmerzvollen Trittes in den Rücken zu Boden zu schicken. Der obligatorische Genickbruch darf bei dem Spiel natürlich nicht fehlen.
Neben dem Kämpfen ist das Fahren eines der wichtigsten Elemente im Spiel.Schon einmal in Los Angeles einen Urlaub verbracht? Nicht? Dann könnt ihr das mit diesem Spiel nachholen. Auf über 600 Quadratkilometern wurde die Stadt der Engel originalgetreu nachgebaut. Von Slums über Villenviertel bis hin zum Highway fehlt wirklich nichts im virtuellen L.A. Hollywood fehlt selbstredend genauso wenig wie der Nobelstadtteil Bel-Air. Das dabei leicht die Übersicher verloren geht, ist klar, da hilft leider auch die wirklich schöne Karte nichts, die dem Spiel beigelegt wird.
Zwischen euren Missionen habt ihr immer mal wieder Zeit euch in eins der zahlreichen Fahrzeuge zu setzen und einfach nur durch die Stadt zu fahren. Um von einem Ende der Stadt ans andere zu gelangen, solltet ihr einige Minuten Fahrzeit einplanen.
Beim Fahren durch die Stadt kommt eine Besonderheit des Titels ins Spiel.Wenn ihr euch nicht in einer Mission befindet, so bekommt ihr über den Polizeifunk immer wieder Verbrechen mitgeteilt, die sich in eurer Umgebung ereignen. Von Handtaschenrauben und Schlägereien reicht die Palette bis zu Schießereien und Vergewaltigungen. Wie ihr diese Aufgaben löst bleibt euch überlassen. Entweder ihr versucht die Straftäter mit dem Zeigen eurer Dienstmarke oder dem Abgeben eines Warnschusses zum Einlenken zu bewegen oder aber ihr holt die durchschlagenden Argumente aus den Holstern und streckt die Bösewicht mit Waffengewalt nieder.
Diese Aufgaben sind zwar keine Pflicht, lockern das Spiel aber auf und machen zwischendurch immer wieder Spaß.
Oftmals sind eure Missionen allerdings gegen die Uhr, so dass ihr zwischendurch nicht immer Zeit habt die Stadt zu erkunden oder Straßenverbrechen aufzuklären.
Solltet ihr an einer Mission einmal scheitern, so ist nicht gleich Frust an der Tagesordnung. Denn ihr habt, wenn ihr eine Mission vergeigt habt, die Wahl zwischen einem Neustart der Mission oder aber ihr spielt das Spiel normal weiter, mit der fehlgeschlagenen Mission im Nacken.
Nach Möglichkeit solltet ihr allerdings versuchen die Missionen abzuschließen, da ihr nach jeder Episode die Chance auf einige Upgrades habt allerdings nur, wenn ihr auch 100% der Episode geschafft habt. Ihr habt dann immer die Auswahl zwischen drei verschiedenen Upgradetypen.
Entweder ihr rast über einen Hinderniskurs und bekommt so einige Specials für euren Dienstwagen oder ihr kämpft gegen einen Karatemeister und seine Helfer und bekommt so neue Specialmoves beigebracht oder aber ihr geht auf den Schießstand und erhaltet bei gemeisterter Lektion Upgrades für eure Ballermänner, wie z.B. Laservisiere oder angebaute Taschenlampen.
Im Gegenzug werden euch allerdings auch Punkte abgezogen, wenn ihr eure Gegner einfach umballert oder beim Autofahren Passanten niedermäht.
Diese Anzeige beeinflusst nicht nur euren Gemütszustand, sondern nimmt auch Einfluss auf das Ende des Spiels.
Je nachdem, wie ihr euch in den Missionen geschlagen habt und wie ihr bei den Verbrechen vorgegangen seid, bekommt ihr eins von drei möglichen Enden serviert.
In fünf verschiedenen Modi könnt ihr so via Internet oder LAN eure Freunde zu Duellen herausfordern.
Dies schafft er, indem er sich eine bestimmte Distanz von den Gesetzeshütern entfernt. Die anderen müssen als Polizisten versuchen den Wagen oder den Verdächtigen außer Gefecht zu setzen.
Allerdings wirkt Los Angeles wirklich belebt, denn es fahren eine Menge verschiedener Fahrzeuge auf den Straßen herum und auch auf den Fußwegen herrscht reges Treiben.
Die Personen unterscheiden sich zwar immer von Stadtteil zu Stadtteil, allerdings sieht dort dann jede dritte Figur gleich aus.Entschädigend wirkt bei den Charakteren allerdings, dass diese sehr lebensecht gestaltet sind und besonders die Mimik und die Animationen extrem gut gefallen.
Das Highlight in Punkto Sound ist sicherlich die Musik des Spiels. Für den PC wurde der Soundtrack noch einmal um 30 weitere Stücke bereichert. So könnt ihr neben HipHop von Künstlern wie SnoopDogg, auch Tracks von Amerikanischen Punk, Metal und HardRock Bands auf eure Ohren prasseln lassen. Dass ein guter Soundtrack mit originalen Künstlern enorm zur Stimmung beiträgt, dürfte jedem Spieler spätestens seit GTA: Vice City bekannt sein.
Die Wagen lassen sich nur mit Mühe und Not um die Kurven bringen und oftmals endet das Abbiegen im Gegenverkehr welcher allerdings meist keinerlei Anstalten macht euch auszuweichen. Auch beim Kämpfen und Laufen steht euch die Steuerung oftmals im Wege. Zwischen Rennen und Schleichen gibt es leider keine Abstufung, entweder oder.
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