Gesamtwertung76%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Bisher blieben den Spielen der UEFA Champion's League-Reihe große Erfolge immer verwehrt. Nach Silicon Dreams versucht sich nun auch Electronic Arts an der Königsklasse im Fußball. Wir verraten Euch mit unserem Bericht, ob der Lizenzkicker eine Gefahr für Pro Evolution Soccer 4 darstellt.
Im Kampf um die Trophäe
In UEFA Champion's League treten die 32 vermeindlich besten Teams in Europa gegeneinander an, um einen Pokalsieger zu ermitteln. Das Siegerteam kann sich dann bestes europäisches Team schimpfen. Electronic Arts beschränkt sich glücklicherweise nicht auf diese Anzahl, sondern bietet mit ca. 300 Mannschaften alle nennenswerten Erstligisten aus den europäischen Ligen. Neben dem UEFA Champion's League Modus könnt Ihr noch eigene Pokale erstellen sowie Freundschaftsspiele und Szenarien auswählen. Im Vergleich zu FIFA Football 2005 fehlen allerdings neben Ligen und weiteren Pokalen erwartungsgemäß auch die unterklassigen Teams sowie die Nationalteams.
Der UEFA Champion's League Modus ist das Aushängeschild für die Fußballsimulation vonEletronic Arts. Ihr sucht Euch ein Lieblingsteam aus und kämpft im letzten Ligaspiel um den Einzug in die Champion's League. Habt Ihr dies geschaft, gilt es, eine gute Vorbereitung zu absolvieren. Darunter fallen Freundschaftsspiele sowie Duelle gegen die B-Mannschaft. Ebenso müsst Ihr drei Eurer Spieler verkaufen und drei neue Spieler verpflichten, damit Ihr gut gerüstet seid für höhere Aufgaben.
Anschließend geht es in die heiße Gruppenphase, in der Ihr gegen Weltklasseteams wie Real Madrid, FC Barcelona, Juventus Turin und Arsenal London spielt. Natürlich habt Ihr es nicht nur mit Hochkarätern zu tun, auch griechische oder türkische Vereine, die von einem Weiterkommen in der Vorrunde nur träumen können, sind mit von der Partie. Denn nur der Gruppensieger und der Gruppenzweite kommen weiter. Im anschließenden K.O.-Modus beißen sich nur die Top-Teams durch und so bleiben am Ende nur zwei Kontrahenten, die um den beliebtesten Vereinspokal kämpfen.
Obwohl die Kanadier auf intelligente Weise versucht haben, diesen Modus in die Länge zu ziehen, ist der Spaß recht schnell vorbei, denn nach schätzungsweise 2-3 Stunden hat man das Tunier abgeschlossen. Immerhin hat man sich Mühe gegeben, dem Spiel ein gewisses Flair zu geben: Die Fans geben nach jeder Leistung ein Feedback ab, welches Euch zwar nicht behilflich ist, aber unterhalten kann. Benannt wird dieses Feature 'Talk Radio'. Eine nette Idee eigentlich, allerdings wiederholen sich die Sprüche recht schnell.
Sie untermalen Euren Aufenthalt in den Menüs, die leider wie in FIFA Football 2005 ein wenig unübersichtlich sind. Hier gibt es auch nicht allzu viele Unterschiede, wenn man davon mal absieht, dass es optisch an die Champion's League angepasst ist.
Ein weiterer Modus, der auch in vielen anderen Champion's League-Spielen seinen Einsatz hatte, ist der Szenarienmodus. Hier müsst Ihr mehr oder weniger schwere Ergebnisse korrigieren, einen Spielstand halten oder in Unterzahl spielen. Gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden kann man hier schnell seinen Meister finden. Zur Auswahl stehen immerhin 50 Missionen, aber abgesehen von ein paar freispielbaren Features bietet das Produkt zur Königsklasse sonst nicht mehr viel.
Lauwarmer Aufguß
Spielerisch hat sich im Vergleich zu FIFA Football 2005 fast gar nichts geändert. Wie befürchtet, haben es die Entwickler nicht geschafft, in der kurzen Zeit die Spielbarkeit entscheident zu verändern. Somit spielt sich FIFA Football genauso gut wie vorher, hat aber im Vorfeld schon keinerlei Chancen gegen die Referenz, Pro Evolution Soccer 4.
Wer dem 'Off the Ball'-System nichts abgewinnen kann, dem sei gesagt, dass auch dieses umstrittende Feature den Weg ins Spiel gefunden hat. Immerhin hat sich Eletronic Arts darum bemüht, die Standardsituationen zu ändern. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Wer FIFA Football 2005 sein Eigen nennt, der kann ohne weiteres umsteigen und um die Champion's League kämpfen, ohne sich erst daran gewöhnen zu müssen. Die KI reagiert im Übrigen genauso, wie sie es auch zuvor tat. Wer aber mag, kann im Internet oder Netzwerk auch gegen menschliche Gegner spielen.
Was die Technik angeht, so hat sich auch hier nicht wirklich viel getan. Das Spiel basiert auf der FIFA 2005-Engine, was nicht weiter tragisch wäre, wenn das Spielfeld nicht verkleinert worden wäre. Ein recht erheblicher Teil des Bildschirmes wurde abgeschnitten und ähnelt einem übergroßen PAL-Balken. Was angeblich für Atmosphäre sorgen soll, macht sich leider nur negativ bemerkbar. Die Spieler sind noch kleiner als zuvor, und die Tatsache, dass die Anzeigen nun schwarz unterlegt sind, macht optisch auch nicht unbedingt mehr her. Ansonsten kann sich UEFA Champion's League nach wie vor sehen lassen. Schöne Spielermodelle und die beeindruckenden Stadien sorgen auch ein paar Monate nach dem Release von FIFA Football 2005 noch für einen Augenschmaus. Ein Plus für die Atmosphäre gibt es dann doch noch: Es werden nun häufiger animierte Szenen eingesetzt, in denen z.B. der Trainier zu sehen ist. Außerdem - und das finde ich ist eine sehr gute Idee - wird nach einem Einwurf noch die letzte Großchance oder das letzte Tor gezeigt.
Im Bereich der Akustik haben wir auch praktisch FIFA Football 2005 vor uns. Das Moderatorenteam ist dasselbe, die Fangesänge fast unverändert, hinzu kommt nur das angesprochene 'Talk-Radio'. Allerdings gibt es hier sonst kaum etwas zu beanstanden.
UEFA Champion's League 04/ 05 im Test.
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