Gesamtwertung76%/10 |
GrafikGut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Nachdem in letzter Zeit das schon tot gesagte Adventure-Genre durch Top-Titel wie Geheimakte: Tunguska oder Ankh frischen Wind bekommen hat, wird bald ein neuer Titel mit dem Namen Undercover: Operation Wintersonne im Handel erscheinen. Wir haben bereits eine Testversion erhalten und uns den Titel genauer angeschaut.
Das Projekt Operation Wintersonne
Das Spiel erzählt die Geschichte des anerkannten Physikers John Russel, der den typischen Antihelden verkörpert. Der englische Geheimdienst hat Informationen darüber erhalten, dass die Deutschen ein geheimes Forschungsprojekt namens Operation Wintersonne durchführen. Hierbei soll es inhaltlich um eine atomare Bombe gehen. Da John Russel flüssig Deutsch spricht und sich überdies in diesem Themengebiet relativ gut auskennt, muss er gegen seinen Willen mit diversen Agenten des Geheimdienstes nach Deutschland reisen, um mehr Informationen über das Projekt zu bekommen.
Somit wird das Ziel des Titels dem Spieler schnell ersichtlich man muss so viele Informationen wie möglich über das Projekt finden, um Licht in die geheimen Militärentwicklungen der Deutschen zu bringen. Bis man dieses Bestreben erreicht hat, muss man allerdings viele Rätsel lösen, denn Undercover: Operation Wintersonne ist ein klassisches Point-and-Click Adventure.
Die Aufgaben für Schnüffler
Die Rätsel von Undercover: Operation Wintersonne sind für Adventure-Kenner zumeist ohne größere Probleme lösbar. Meistens muss man Gegenstände kombinieren, um diese mit diversen Hotspots zu verbinden. Jede Problemstellung ist logisch aufgebaut und kann mit etwas Konzentration und Geschick ohne Schwierigkeiten gelöst werden, sofern man bereits mit dem Adventure-Genre vertraut ist. Adventure-Neulinge könnten jedoch aufgrund der insgesamt zwar logischen aber dennoch fordernden Rätsel schnell frustriert werden.
Zudem kann man in den Optionen des Spieles einen so genannten Einsteigermodus wählen. Wenn man diesen aktiviert, kann man durch den Druck auf die Backspace-Taste alle Hotspots und Gegenstände des Spieles anzeigen lassen dies ist vor allem für Anfänger eine sehr hilfreiche Option, welche jedoch die einzelnen Rätsel nicht entschärft und somit nur eine kleine Hilfe darstellt.
Die Geschichte des Titels wird in den zahlreichen hochauflösenden Zwischensequenzen erzählt.
Diese bekommen durch die sehr stimmungsvolle Sprachausgabe eine spannende Atmosphäre.
Wie sieht's aus?
Die Grafik von Undercover: Operation Wintersonne ist für Adventure-Verhältnisse recht gut ausgefallen. Alle Hintergründe besitzen eine ordentliche Detailstufe und auch die Animationen der verschiedenen Charaktere wissen zu begeistern.
Natürlich hat der Titel keine Grafikpracht wie beispielsweise Crysis oder The Elder Scrolls IV - Oblivion - aber kein anderes Adventure bietet einen solchen Detailreichtum, sodass ein Vergleich unangebracht ist.
Erfreulicherweise sind die Anforderungen an den Rechner sehr gering ausgefallen und man kann den Titel bereits mit einem betagten Rechner ohne Probleme spielen. Nur die sehr langen Ladezeiten, welche in unserer Testversion bei jedem Szenenwechsel auftraten, sind negativ aufgefallen und stören den Spielfluss.
Stimmige Synchronisation
Das wohl Wichtigste an einem Adventure ist neben den Rätseln und der Story zweifelsohne die Sprachausgabe. Erst mit guten Sprechern kann eine richtig spannende Stimmung entstehen und glücklicherweise besitzt Undercover: Operation Wintersonne solche hochkarätigen Synchronisationssprecher. Alle im Spiel vorhandenen Charaktere haben eine sympathische Stimme bekommen, die gut zu den einzelnen Individuen passt.
Auch die Musik, die immer im Hintergrund läuft, überzeugt. Sie ist zwar nicht so hervorstehend wie die Synchronisationssprecher, trägt aber ihren Teil zur geheimnisvollen Atmosphäre bei. Natürlich gibt es auch kleinere Kritikpunkte, die während des Spielens aufgefallen sind. In den Zwischensequenzen ist zum Beispiel der Sound nicht immer hundertprozentig synchron mit den Lippenbewegungen der Charaktere kein schlimmer Fehler, es stört jedoch etwas die Atmosphäre und sollte in keinem fertigen Spiel vorkommen.
Zudem sind die beiden Maustasten nicht Adventure-konform angeordnet worden bedeutet, dass man Gegenstände mit der rechten Maustaste aufnimmt (bzw. kombiniert) und mit der linken Maustaste Gegenstände untersuchen kann. Leider ist es nicht möglich die Konfiguration manuell zu ändern. In allen anderen Adventures ist diese Belegung genau andersrum und wird Kenner des Genres zuerst verwirren.
Zudem sind zwar die zahlreichen Rätsel allesamt logisch aufgebaut, jedoch ist das Benehmen einiger Charaktere im Spiel unverständlich man stelle sich folgende Situation vor: Der Spieler lockt deutsche Wachbeamte durch das Werfen einiger Steine weg.
Er rechnet damit, dass diese schnell überprüfen, wer diese Steine geworfen hat, um anschließend schnell zurückzukehren. Falsch gedacht, denn nachdem er die Wachen abgelenkt hat, bleiben sie von ihrem Wachposten fern und kehren im gesamten Spielverlauf nicht mehr zurück. Dies ist absolut unlogisch und man fragt sich, was sich die Entwickler bei solchen vermeidbaren Designfehlern gedacht haben.
Die guten Seiten von Undercover: Operation Wintersonne gleichen diese Kritikpunkte jedoch wieder aus. So ist die Atmosphäre sehr dicht, die Geschichte fesselnd und auch die sympathischen Charaktere überzeugen auf ganzer Linie und machen das Spiel zu einem Unikat. Zudem weiß auch das logische Rätseldesign zu begeistern und aus technischer Sicht ist das Abenteuerspiel vollkommen gelungen. Somit sollten sich Fans des Genres auf jeden Fall einen Kauf des Titels überlegen; Anfänger sollten aufgrund des relativ hohen Schwierigkeitsgrades erst mal die Demo anspielen und dann entscheiden, ob ihnen das Spiel gefällt.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
Undercover: Operation Wintersonne im Test.
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