Gesamtwertung52%/10 |
GrafikAusreichend SoundMangelhaft |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegUngenügend |
BedienungMangelhaft |
Derek Smart ist zweifellos einer der umstrittensten Designer der Branche. Die hochkomplexe Battlecruiser-Serie versucht nun schon seit acht Jahren, das Genre der Weltraum-Simulationen aufzurollen, scheitert aber immer wieder an der umständlichen Bedienung, altbackenen Präsentation sowie schwerwiegenden Design-Fehlern und Bugs.
Während bislang nur eine kleine Fanschar von Hardcore-Simulationen mit Smarts Spielen anfreunden konnte, soll mit Universal Combat ehemals Battlecruiser Generations all das anders werden: Inspiriert von Battlefield 1942 wurden Features gekürzt, das Interface überarbeitet und die Steuerung vereinfacht zumindest wenn man den Entwicklern glauben schenken darf.
Vor einer langen Einarbeitungszeit schützt dies jedoch nicht: Wer das Spiel verstehen oder gar meistern will, der sollte ein ausführliches Handbuchstudium sowie eine gute Woche Übung einkalkulieren um die zahllosen Systeme, Anzeigen und Hotkeys zu beherrschen. Ein Tutorial fehlt ebenso wie die Möglichkeit, die Tastenbelegung zu ändern.
Wer diese Hürden in Kauf nimmt, bekommt durchaus etwas geboten, denn Universal Combat bietet ein riesiges Spieluniversum mit nahezu grenzenloser Handlungsfreiheit.
Rasse und Kaste sind frei wählbar: Ihr schippert als Händler Güter durchs All, zieht als Soldat in den Krieg oder macht mit Piraterie fette Beute.
Dazu gibt es jede Menge Vehikel: Ihr düst mit wendigen Kampfjägern über die Planetenoberfläche, fahrt im Buggy durch bewaldete Täler, schickt U-Boote durchs Meer oder kommandiert riesige Battlecruiser im All. Letzteres ist der Kern des Spiels: via Sprungtor darf man quer durch die Systeme reisen, die Crew über Menüs auf einzelne Stationen beordern, Hand an den eigenen Antrieb legen oder Rundflüge mit den bordeigenen Shuttles veranstalten jede Einheit ist entweder selbst steuerbar oder gehorcht eurem Befehl. Und wenn ihr einmal ganz ungestört sein möchtet, steigt ihr im Raumanzug aus.
Das Interface und die zahllosen Schiffs-Menüs sind grafisch langweilig und unnötig kompliziert aufgebaut selbst Excel ist da noch ansprechender. Die fehlende Kollisionsabfrage bei Vegetation und Gebäuden, die fehlerhafte Physik und zahllose Bugs zehren an den Nerven, zumal das völlige Fehlen einer Story nicht gerade für Motivation sorgt. In Universal Combat bekommt der Begriff Lost in Space eine völlig neue Bedeutung selbst im Mehrspielermodus begegnet man in den endlosen Weiten nur selten einer anderen Seele.
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