Universe at War: Angriffsziel Erde

Review
Plattform
PC
Vertrieb
Sega
Entwickler
Petroglyph
Erscheinungsdatum
-
Genre
Strategie
USK
16
Universe at War: Angriffsziel Erde [PC , looki.de]

Gesamtwertung

71%/10

Grafik

Gut

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Sehr gut

Universe at War: Angriffsziel Erde

Man stelle sich vor, wir Erdlinge sind nicht allein im Orbit. Man phantasiere weiter, dass unser Globus ein durchaus attraktiver Ort für außerirdisches Leben darstellt. Die Frage, die sich daraufhin stellen würde, wäre, wie könnten wir reagieren, wenn eine uns technisch überlegene Rasse unsere schöne Erde wie aus dem Nichts attackiert. In Universe at War tritt genau dieses Katastrophenszenario ein. Und die Menschen haben den Widersachern nichts entgegen zu setzen. Kurz vor der Zerstörung durch die so genannte Hierarchie aber, greifen plötzlich zwei weitere Rassen ins Kampfgeschehen ein und schenken den besiegten Homo Sapiens ein klein wenig Hoffnung. Weshalb gerade die Menschen das Glück haben, von der galaktischen Eroberungstour der Hierarchie verschont bleiben zu können, bleibt allerdings im Laufe des Spiels genauso unklar, wie viele, im Multiplayer wichtige, Gameplayfassetten, die während der viel zu kurzen Kampagne einfach keinen Platz finden, eingeführt zu werden.

Guter Storyansatz, schlechte Kampagne

Die Hierarchie wollte eigentlich nur kurz vorbei schauen, die Erde annektieren, sie aussaugen und dann weiter ziehen. So haben sie es bei tausend anderen Planeten zuvor auch getan. Das Problem? Einer ihrer Eroberungszüge traf vor Urzeiten die Rasse der Novus. Die wurden aber nicht ganz ausgelöscht und konnten wegen ihrer überlegenen technischen Möglichkeiten aus der eigenen Asche auferstehen. Nun sinnen sie nach Rache und wollen der Hierarchie zu aller erst einmal auf der Erde die Stirn bieten. Was für ein kosmischer Zufall. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass die bösen Imperialisten aber nicht ohne Hilfe besiegt werden können. Was für ein unendliches Glück das sich aus dem Schatten der Meere die bisher unbekannten Masari erheben und dem Gefecht beitreten.

Ihr Wissen ist so gigantisch, dass es das aller anderer Rassen im Universum bei Weitem überstrahlt. Um sich gegen Angreifer zu Schützen erschufen sie vor unzähligen Jahren eine eigene Kampftruppe. Ein folgenschwerer Fehler, da genau diese sich gegen sie wand und das Volk der Masari beinahe ganz auslöschte. Ein paar Überlebende retteten sich zufälligerweise auf die Erde, tauchten dort im wahrsten Sinne des Wortes unter und sammelten erneut ihre Kräfte. Nun wollen sie ihren einstigen Verteidigern, der Hierarchie, die Stirn bieten.

Dieser Storyansatz hätte durchaus einiges an Brisanz hergeben können. Ein Bruderkrieg etwa oder schicksalhafte Begegnungen die in gigantischen Schlachten ihr kosmisch bestimmtes Ende finden sollten. Doch die Entwickler haben es geschafft, jedwedes interessantes Detail der Vorgeschichte langweilig und scheinbar unwichtig erscheinen zu lassen.

Die Kampagne setzt eine 0815 Story in Szene, deren Tiefgang dem eines Schnorcheltauchers ähnelt. Im Laufe der Geschichte spielt man zwar alle Rassen an, jedoch nie lange genug, um diese richtig kennen zu lernen. Vor allem für Onlinespieler bietet der Singleplayer daher keine optimale Plattform, um sich mit den Einheiten der Fraktionen ausreichend vertraut zu machen. Wie schon angesprochen werden manche Forschungsbäume und Einheitentypen einfach nicht benötigt und gehen so schnell unter.

In feinster Warcraft- oder eher Starcraft-Manier beginnt man mit ein wenig Geld und einem Hauptquartier. Dieses bildet wiederum die Worker aus, die natürlich dafür zuständig sind, Gebäude zu errichten. Logischerweise schalten gebaute Gebäude andere frei. So hat jedes Volk einen bestimmten vorgegebenen Aufbauplan, der kaum Möglichkeiten zur Variation offen lässt.

An zahllose taktische Möglichkeiten, wie bei WC3, ist in Universe at War also nicht zu denken. Man bildet zunächst seine Standardangreifer aus, sichert auf Wunsch seine Base mit dem ein oder anderen Wachturm und schwärmt dann entweder aus oder wartet bis man eine vollständige Armee zur Verfügung hat. Wie aus anderen Strategiespielen bekannt, darf man auch einen Forschungsbaum ergründen. Je nach Rasse kann man dort etwa neue Angriffstaktiken, Wissenskontingente oder Verteidigungsstrategien aus dem Boden stampfen. Natürlich nur gegen Bares. Geld ist auch der einzige Rohstoff, den es in Universe at War gibt.

Jedes Volk sammelt die Kohle auf ihre Weise. Die Hierarchie beispielsweise nennt riesige Läufer ihr eigen, die sich automatisch über die Karte bewegen und alles einsaugen und recyceln, was ihnen vor die Füße fällt. Autos bringen dabei zum Beispiel mehr Geld, als Bäume. Die Novus wiederum haben ein bestimmtes Feld um ihre Aufbearbeitungsmachine herum, dass abgegrast und zu Geld gemacht wird.

Natürlich laufen Hirarchiemitglieder öfter Gefahr, die Quelle der Asche zu verlieren, als Spieler der anderen Rassen. Dafür können ihre Sammler zurückschießen und haben einen schnelleren Rhythmus, was das „Geldverdienen“ angeht. Je weiter man seine Forschung treibt, desto weiter kann man seine Einheiten und Gebäude auch auf- bzw. ausrüsten. Das ist natürlich genauso bereits bekannt, wie das Heldensystem, dessen sich Universe at War bedient. Leider haben es viele andere Spiele nicht nur logischer erklärt, sondern auch besser eingesetzt. Einzig wirklich herausragender Punkt, dass den Titel von anderen unterscheidet, ist die Verschiedenheit der Völker. Wirklich jede der drei Rassen spielt sich komplett anders. Während die Hierarchie auf gigantische Gebilde setzt, deren verschiedene Teile man sogar noch unterschiedlich ausrüsten kann, bieten die Novus viele kleine, aber im Verbund kampfstarke Units, die den langsamen Hierarchiemonstern durch Wendigkeit und Präzision durchaus das Wasser reichen können. Während die eine Rasse also auf totalen Frontalkrieg setzt, versucht eine andere beispielsweise durch gute Verteidigung und Taktik siegreich zu sein.

Überhaupt ist das Balancing recht gut, wenn auch nicht perfekt gelungen, so dass man im Multiplayermodus eine Menge Spaß haben kann. So Sucht erregend wie zu seiner Zeit StarCraft ist der Titel aber trotzdem nicht, was vor allem am schweren Einstieg liegt. Eine wirkliche Strategie kann man sich erst nach Stunden des Zockens zu Recht legen.

Diese ist dann allerdings auch nur auf die eigene und nicht auf die gegnerische Rasse ausgelegt, was wiederum schnell zu Frust führen kann. Bis man alle Völker richtig einschätzen kann, vergehen mit Sicherheit mehrere Tage. Ist dies erst einmal gelungen, fällt schnell die taktische Armut des Titels auf. Gutes Micromanagment ist so gut wie nicht von Nöten, was wohl den Konsolenspielern zu Gute kommen soll. Gegen die darf man nämlich ab Sommer 08 auch online zocken. Wer allerdings Ranglistenspiele daddeln möchte, der benötigt eine Live Goldmitgliedschaft, egal ob 360- oder PC-Besitzer. Und die kostet bekanntlich Geld. Freundschaftsspiele hingegen darf man kostenfrei austragen.

Grafisch kann Universe at War nur selten wirklich überzeugen. In den vielen Schlachten etwa, wenn sich die Völker ihre ganze Feuerkraft um die Ohren pfeffern scheint der Bildschirm beinahe vor wunderschön anzusehenden Effekten zu explodieren. Die Maps hingegen sind meist trist gestaltet, vor allem die Multiplayerkarten haben kaum Charakter. Lichtblicke gibt’s da nur im Singleplayer, wo sie allerdings fast die einzigen Highlights sind. Die Einheiten und Gebäude der Fraktionen sind zwar ganz nett anzusehen, überwältigen aber niemanden und so können auch Fußabdrücke im Sand oder andere Details, wie die hübsche Wasseranimation das eher schwache Gesamtbild nicht in höhere Wertungsregionen katapultieren.

Soundtechnisch bietet das Spiel ähnliches. Während die deutsche Sprachausgabe durchaus zu entzücken weiß und man hier und da mal vernünftige Explosions- und Schusssounds vernehmen kann, nervt vor allem die Hintergrundmusik des Titels, die eintönig und abwechslungsarm daher kommt.

Fazit

Universe at War hat einfach zu viel Potenzial verschenkt. Weder die viel versprechende Vorgeschichte, noch die großen Rassenunterschiede können über die viel zu kurz und schlecht inszenierte Singleplayerkampagne und die taktische Armut im Multiplayermodus, sowie den schweren Einstieg und die schwache technische Seite hinwegtäuschen. Angriffsziel: Erde bietet so gut wie keine Innovationen, dafür aber soliden Multiplayer-Spielspaß ohne besondere Highlights und Tiefgang. Wer jedoch auf der Suche nach anspruchsvoller Strategiekost ist, die auch über Jahre hinweg online aktuell bleiben wird, lässt lieber die Finger von dem Titel.

Universe at War: Angriffsziel Erde [PC , looki.de]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

Yahoo! Spiele-Forum

Universe at War: Angriffsziel Erde im Test. Was halten Sie vom neuen Spiel von Petroglyph?

Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.

Link zum Forum

Zum Games Guide-Forum · Zum Online-Spiele-Forum

 

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

Rock Band
Spore Labor
GTA 4
Fussball Manager 09
Crash Bandicoot: Mind over Mutant
PC: Two Worlds: Kostenlose Erweiterung
Das Bourne Komplott
PC: UT3: Rein spricht über illegale Keys
PC: Guild Wars feiert Geburtstag
PS3: GTA IV: Es gibt Unterschiede
Mafia 2
Boogie
Iron Man
X360: Fable 2: Keine Demo
PS3: Fatal Inertia EX im Mai für das PSN

Weitere Spiele Reviews:

DS: Know-How der Zauberkunst
Assassins Creed: Altairs Chronicles [DS ...
Bleach: Shattered Blade [WII , looki.de]
Conflict: Denied Ops [PS3 , looki.de]
PS3: Everybody's Golf: World Tour
Ferrari Challenge [DS , Mag64]
PC: Pirates of the Burning Sea
Crash of the Titans [WII , Mag64]
PC: So Blonde
PS3: Grand Theft Auto IV
Patapon [PSP , looki.de]
Die Siedler: AeK - Reich des Ostens [PC ...
Ghost Squad [WII , looki.de]
[WII , looki.de]
PS3: Dark Sector

Vorschau auf neue Spiele:

PC: Die Siedler - Aufstieg eines Königre...
PC: Left 4 Dead
Frontline: Fields of Thunder [PC , Justg...
Bioshock [X360 , Justgamers]
FIFA 08 [X360 , looki.de]
[PC , looki.de]
The Wheelman [X360 , looki.de]
Army of Two [X360 , looki.de]
X360: Midnight Club: L.A.
Anstoss 2007 [PC , Justgamers]
Two Worlds [PC , looki.de]
Canis Canem Edit [PS2 , looki.de]
Viva Piñata [X360 , looki.de]
PC: MMOGs - Die Spiele von Morgen
Assassin's Creed: Altair's Chronicles [D...