Gesamtwertung63%/10 |
GrafikBefriedigend SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Da geht doch noch was!
Wall-E gibt sich äußerst genügsam in Hinblick auf die erforderlichen Systemvoraussetzungen. Dies bedeutet aber auch, dass der Titel hier und da auf Sparflamme kocht. Gerade innerhalb des Raumschiffs wird es stellenweise arg trist. Immerhin können die Anfänge auf dem Müllplaneten zurfriedenstellen, dafür sorgen die nett gestalteten Level. Die matschigen Texturen sind jedoch ein unnötiges Relikt alter Tage.
WAAAAAALLEEEEE!
Nein, wir haben keine bewusstseinserweiternden Substanzen zu uns genommen, auch wenn man der Überschrift zufolge darauf schließen könnte. Es ist zuweilen erstaunlich, wie sehr uns die beiden Figuren Wall-E und EVE trotz so wenig - deutscher - Synchronisation ans Herz gewachsen sind. Getreu dem Leitsatz 'Weniger ist manchmal mehr' reichen oft lediglich Wall-E's traurige, verdutzte oder wild schlagende Roboteraugen, um innerlich berührt zu werden. Nicht berührt sind wir hingegen von der anfangs noch guten, aber zunehmend äußerst monotonen Hintergrundmusik. Die Effekte sind hingegen oberer Durchschnitt.
Kleiner Bug, große Wirkung
Wir waren ehrlich kurz vor dem Kollaps, als wir das erste Mal vor einem Lasereinheiten-Spender standen, einer Art einarmiger Bandit. Hier sollten wir die Springen-Taste drücken, um die einzelnen Rollen anzuhalten. Dies ging aber trotz Neukonfiguration und dem Austesten aller Tasten des Keyboards nicht. Die rettende Lösung brachte uns nur der rundum überzeugend unterstützte Xbox 360-Controller - ohne ihn hätten wir Wall-E nicht spielen können. Das gleiche Problem gibt es übrigens auch bei den Schaltertafeln, an denen man verschiedene Aufgaben bewältigen muss. Ein Patch für dieses Problem sollte schleunigst folgen. Der Rest ist gelungen: Sowohl per Tastatur/Maus-Kombi als auch dem bereits erwähnten 360-Gamepad gibt es auch in Sachen Kameraführung nichts zu beanstanden.
So flach wie erwartet...
Wohl alle haben es erwartet: Wall-E wird ein Spiel für die kleinen Zocker und hat dementsprechend ein alles andere als facettenreiches Gameplay zu bieten. Das ist solange kein Beinbruch, wenn man den Titel auch als solches versteht und sich nicht allzu sehr auf ihn einlässt. Trifft dies nicht zu, stören die sich ähnelnden Aufgabenmuster recht schnell - Schalterrätsel lösen, Energiekapseln sammeln, mit der Zeit im Rücken eine vorgegebene Strecke abhetzen und diverse Minispiele lösen. Versüßt wird das mitunter etwas dröge Spielgeschehen durch zahlreiche charmant-witzige Rendersequenzen. Nur schade, dass das Ganze für geübte Spieler bereits nach fünf bis sechs Stunden ein Ende hat - vereinzelte Kapitel dauern sogar nur ein paar Minuten.
Im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht
Von einem kindgerechten Spiel erwartet man auch eine kindgerechte Einführung ins Gameplay sowie die Steuerung - Wall-E enttäuscht in dieser Hinsicht mit zahlreichen Ingame-Tipps und einem guten Tutorial also nicht, auch wenn fortgeschrittene Spieler an vielen Stellen - gerade am Anfang - mit dem Kopf schütteln dürften. Sei's drum: Sowohl Bedienung, als auch Gameplay und die großzügige Bemessung der Zeitlimits sind wie prädestiniert für Kinderhände.
Nur für zwischendurch...
Gleich vorweg: Die Haltbarkeitszeit sämtlicher Multiplayer-Minispiele ist bereits nach einer Stunde überschritten. Übrig bleiben nette Herausforderungen für zwei Spieler per Splitscreen an einem PC. Eine kleine Auswahl der Spielchen gibt es in unserem Video-Review. Unsinnig: Es dürfen nur gleiche Peripheriegeräte verwendet werden, d.h. entweder zwei Controller oder der duale Einsatz an einer Tastatur.
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Wall-E im Test.
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