Gesamtwertung93%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Auf kaum ein Spiel hat man so lange gespannt gewartet wie auf Blizzards Warcraft III: Reign of Chaos. '99 als ein Mix aus Strategie- und Rollenspiel angekündigt, wurde das Konzept nur ein Jahr später wieder über den Haufen geworfen. Jetzt ist es da und trotz der vielen Änderungen gefällt mir was ich gesehen habe.
Spieler von Warcraft 2 werden sich sofort in die Story hineinfinden, für alle anderen hat Blizzard die Ereignisse der letzten Jahre im Handbuch nochmals zusammengefasst. Die Orks sind von den Menschen besiegt worden und leben nur noch in kleinen Enklaven zusammen, als der junge Häuptling Thrall eine Vision hat, die ihm befiehlt sein Volk aus dem Land der Menschen in den Westen zu führen, um den Untergang zu entfliehen. Geträumt, getan, macht Thrall sich nun auf.
Dies ist auch die erste aus 2 Missionen bestehende Einführungskampagne, welche den Spieler mit den grundlegensten Elementen der Steuerung vertraut macht. Aber auch, wenn sich versierte RTS-Spieler ohne Probleme zurecht finden, sollte diese Kampagne nicht übersprungen werden, da sie bereits erste Elemente der weiteren Geschichte enthält.
Diese ist enthält übrigens einige überraschende Wendungen und es ist nicht immer alles so wie es auf den ersten Blick scheint. Wo zum Beispiel in Warcraft 2 die Orks das ultimative Böse darstellten sind nun 2 neue Bedrohungen und die Orks auf den 2. Blick eigentlich ganz nette Typen. Die Story borgt sich sehr viele Elemente aus bekannten Fantasy-Werken und der nordischen Mythologie, ohne das dies jemals zu offensichtlich wird.
Als erste wirkliche Kampagne stehen die Menschen an, wo man mit Hilfe des Königssohns Arthas, einem Paladin, sich auf die Suche nach dem Ursprung einer Pest sucht, die die Bewohner in Untote Zombies verwandelt. Die alten Warcraft Spieler werden sich hier wie zu Hause fühlen, und sofort wieder mit den Greifenreitern und Fußsoldaten klarkommen. Im Laufe der Kampagne verfolgt man dann die Untoten weiter in den Norden, wo es schließlich zum Showdown zwischen Arteas und dem Führer der Untoten kommt.
In der nächsten Kampagne spielt man dann eben diese Untoten, welche sich nun unter der Führung von eben Arthas befinden. Das wie und warum sein an dieser Stelle der Story überlassen. Die Untoten sind eine neue Rasse im Warcraft-Universum, welche sehr stark an die Zerg aus Starcraft erinnert. Sie gebrauchen einen speziellen Untergrund, auf dem sie ihre Gebäude errichten können und verlassen sich eher auf Masse denn auf Klasse. Ihr Ziel ist es die alten Dämonen wieder auf diese Welt los zu lassen.
Nun wieder zurück zu den Orks, welche mittlerweile ihr Asyl im Osten erreichten. Dort angekommen stellt Thrall fest, dass auch einige Menschen der Zerstörung entkommen sind und dort siedeln. Außerdem wird das Land von einer weiteren sehr alten Macht bewohnt.
Den Nachtelfen, welche man in der letzten Kampagne führt. Dieses nur aus Frauen bestehende Volk ist nachts unsichtbar und wird von Tyrande anfangs in den Krieg gegen die unliebsamen Eindringlinge geführt, um sich dann mit ihnen gegen die größere Bedrohung der Dämonenhorden zu stellen.
Neben den eigentlichen Rassen, sind in den Leveln auch noch kleinere Gruppen von Trollen, Drachen, Werwölfen oder ähnlichem zu finden, welche meistens etwas Wertvolles bewachen, sei es eine Goldmine oder ein Artefakt. Außerdem sind sie eine gute Quelle von Erfahrungspunkten für unsere Helden.
Es wurden 2 Schwierigkeitsgrade eingefügt, wobei wohl auch Hardcore-Spieler in 'Schwer' ihre Probleme haben dürften. In 'Normal' ist der Grad ansteigend mit dem Fortschreiten der Kampagnen, dürfte aber eigentlich auch für Neueinsteiger nie frustrierend werden.
Beim Ausbau der Basis ist Blizzard wieder auf die grundlegensten Elemente zurückbesonnen. So sind nun nur noch Gold und Holz als Rohstoffe relevant. Für jede Rasse gibt es 6 bis 7 Gebäude in denen sich Einheiten herstellen lassen oder die zur Verteidigung dienen. Um einem übermäßigen Herstellen von Einheiten vor allem im Multiplayer vorzubeugen wurde eine Art Unterhalt für die Armee implementiert. So wird ab einer bestimmten Anzahl von Einheiten 30% des geförderten Golds einbehalten, bei weiterem herstellen kann dies sogar noch auf 60% steigen.
Auch beim Sound hat Blizzard großes geleistet. Die Musik passt sich sehr gut in das Spielgeschehen ein und wirkt zu keinem Zeitpunkt nervend. Als besonderes Schmanko gibt es, wie auch schon bei Warcraft2 oder Starcraft, die Möglichkeit die Einheiten durch wiederholtes Anwählen zur Weisglut zu bringen und ihnen entsprechende Kommentare zu entlocken. Diese reichen von Filmzitaten 'Dieses ist meine Eule, es gibt viele Eulen, aber diese gehört mir' über Rezepten für ElfenAugen in Himbeerquiche bis hin zu Genervten 'Führt lieber eine Armee anstatt mich anzugrapschen'
Wobei ich letztere unmöglich schwer fand, da der Computer vollen Nutzen aus seinen Möglichkeiten zieht und gleichzeitig Gebäude baut, Arbeiter kommandiert und seinen Helden auf der Suche nach Erfahrung über die Karte schickt. Meistens hatte ich gerade ersteinmal 2 Gebäude stehen und meinen ersten Helden erzeugt, als der Computer bereits mit einer kleinen Streitmacht in meiner Basis stand.
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