Gesamtwertung79%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Eigentlich kann man Zanzarah Das verborgene Portal, von Funatics Development, als eine Art Pokemon mit Ego-Shooter und Jump and Run Einlage betrachten, denn ihr müsst Feen sammeln, sie trainieren, um dann mit ihnen Kämpfe zu bestreiten.
Die Vorgeschichte von Zanzarah führt bis zurück in das tiefste Mittelalter. Es gab drei Welten: Die unsere, die der Feen und Zanzarah. Leider waren die Menschen aber der Meinung alles magische ausrotten zu müssen. So wurden weise Frauen verbrannt, Druiden gequält und heiligee Orte zerstört. Damit aber nicht auch die Feenwelt und Zanzarah zerstört wurden, trennte der letzte mächtigste Druide die Verbindung zwischen diesen Welten. Er baute Steine vor den Durchgängen auf und versteckte die Portalsteine in der Welt Zanzarah, auf das kein Mensch mehr jemals hindurch schreiten solle.
In einer fernen Welt
Das Mädchen Amy sitzt an ihrem 18. Geburtstag zuhause und liest ein Buch, als sie plötzlich Geräusche vom Dachboden hört. Um den Geräuschen auf den Grund zu gehen, beschließt sie nach oben zu gehen. Oben angekommen findet sie ..nichts! Es scheint keinen Anlass für die Geräusche gegeben zu haben, bis ihr eine kleine Truhe in einem Regal auffällt. Als Amy sie öffnet findet sie einen Stein darin, der sie innerhalb weniger Sekunden in eine andere Welt katapultiert. Amy fragt sich wo sie ist, denn sie steht nun in einer ihr unbekannten Höhle.
Genau hier beginnt das eigentliche Abenteuer für Amy. Nachdem das Mädchen die Höhle verlassen hat stößt sie auf ein kleines, grünes Wesen.
Dieses erzählt ihr von den Vorkommnissen auf Zanzarah und das sie die Auserwählte ist, um diese Welt zu retten.
Training ist alles
Das Spielprinzip von Zanzarah ist denkbar einfach. Nach einer kurzen Einführung in die Welt bekommt ihr eure erste Fee. Mit den Feen tragt ihr während eures Abenteuers die Kämpfe aus, zumal ihr eure Feen, von denen es 77 verschiedene gibt, auch trainieren und verbessern könnt. Mit jedem Kampf gewinnt eure Kreatur an Erfahrung, die gleich in Attribute wie Lebensenergie umgesetzt wird. Amy kann 5 Feen mitnehmen, wobei eure anderen in einer Kiste, die in London steht, auf ihren Einsatz warten. Jede Fee gehört zu einem von 12 verschiedenen Elementen, wie z.B. Natur, Luft und Metall. Es ist sinnvoll möglichst unterschiedliche Elemetarfeen mitzunehmen, da einige Elemente untereinander unwirksam sind. So bringt es für euch nichts, wenn ihr eure Luftfee gegen einen Gegner einsetzt, dessen Element Energie ist.
Um euch das ganze einfacher zu gestalten, liegt dem Spiel ein komplettes Diagramm mit allen Elementen und Wirksamkeiten bei. Ergattern könnt ihr euch Feen in dem ihr sie fangt - dies geht nur mit speziellen Kugeln -, sie euch schenken lasst oder sie gegen andere Feen eintauscht.
Während einer Auseinandersetzung wird in eine Kampfarena umgeschaltet, die sich in der Manaebene befindet. Nun kommt der Ego-Shooter Teil des Spiels zum tragen. In der Arena wird in die Egoperspektive eurer Fee umgeschaltet. Nun müsst ihr mit den magischen Kräften eurem Gegner so richtig einheizen. Mit dem linken Mousbutton wird geschossen. Je länger ihr die Taste haltet, desto stärker wird euer Schuss. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn wenn ihr die Taste zu lange haltet, geht der Schuss nach hinten los und kostet Wertvolle Lebenspunkte. Während eines Kampfes könnt ihr auch unter euren Feen mit dem Mausrad auswählen. Fliegen könnt ihr mit der rechten Maustaste, aber auch hier solltet ihr aufpassen, da sich eure Ausdauer zum Fliegen schnell abbaut.
Eure Heldin selber greift nie in das Kampfgeschehen ein, einzig eure Feen kämpfen. Aber damit Amy keine Langeweile hat, müsst ihr mit ihr diverse Jump and Run Passagen überstehen. Hierbei kann man schon mal in einen tiefen Abgrund fallen, was natürlich das Ende eurer Zanzarah- Weltrettung wäre.
Es ist bunt, wirklich bunt
Wer Zanzarah das erste Mal spielt und nicht genau weis, was auf einem zukommt, wird bestimmt ziemlich verwirrt sein, wenn die vielen Farben auf einen Einprasseln. Bunte Bäume und Sträucher, extrem grüne Wiesen und jede Menge Fabelwesen kreuzen den Weg. Ebenfalls wurde bei der Interaktion mit der Umgebung viel Arbeit investiert, da z.B. Büsche sich beim hindurch schreiten oder bei Berührungen leicht bis stark bewegen. Bei den Texturen und Modells wurde sehr liebevoll gearbeitet, denn sie sind fast makellos. Ab und an fällt einem schon mal ein kleiner Blitzer hier und da auf, dies fällt aber nicht weiter ins Gewicht.
Einzig die Kampfarenen für die Feen, von denen es nur sechs oder sieben zu geben scheint, sind etwas trist und farbarm. Bei den Kämpfen wurden auch kleinere Effekte eingebaut. Einschüsse die in Wände einschlagen hinterlassen für einige Sekunden kleine, wahrscheinlich magische, Rauchstellen. Das Gute an Zanzarah ist, dass ihr nicht unbedingt ein High-End System braucht, damit es läuft. Relativ flüssig ist es schon auf einem 600er spielbar.
Es gibt was auf die Ohren!
Rein soundtechnisch ist Zanzarah ebenfalls gut gelungen, da die Musik einfach wunderbar ist und die Soundkulisse sehr gut an die Welt angepasst wurde. Leider vermisst man des öfteren die Sprachausgabe. Allerdings spielt die Musik nur im Menü und bei Besuchen in Städten, was dem Ganzen schon wieder eine gewisse Eintönigkeit gibt. Dafür wurden aber viele Umgebungsgeräusche eingebaut, so dass man schon mal glaubt in einem Wald zu stehen.
Leider sind sehr wenige Texte in das Spiel eingesprochen. Einzig einige Sequenzen, die in Spielegrafik gehalten sind, wurden mit Stimmen versehen.
Lauf Amy Lauf
Die einzelnen Bewegungen der Figuren im Spiel sehen irgendwie seltsam aus. Viele wackeln mit ihren Bäuchen als hätten sie zuviel Bier intus. Auch Amys Bewegungen sind nicht ganz ohne Mängel. Dies fällt besonders bei Sprungeinlagen besonders auf, da ein Ziegelstein eleganter auf und ab springt. Dafür fesselt aber schon mal der Hintern von Amy wenn er sich im Dauerlauf, der leider auch sehr gemächlich ist, hin und her bewegt. Eure Feen bewegen sich auch nicht gerade katzenhaft, es sieht hier aber besser aus, als bei den NPC´s im Spiel.
Die größte Stärke von Zanzarah ist wohl die Pokemon Einlage. Man kann seine Feen im Verlauf mit Training verbessern. Natürlich kann man auch neue Feen durch gewonnene Kämpfe oder Glück gewinnen. Bei der Jagd nach den Feen ist es wirklich schwer sich vom Bildschirm zu lösen. Denn hat man erstmal angefangen seine kleinen Helfer zu fördern, will man gar nicht mehr aufhören. Im weiteren Verlauf besteht sogar die Möglichkeit eure Feen zu tauschen, was dem Spiel einen noch interessanteren Beigeschmack gibt.
Schön wäre auch gewesen, wenn man all dies im Multiplayermodus auch hätte. Leider beschränkt es sich hier mehr auf die Kämpfe als auf den Tausch der Kreaturen.
Frei nach dem Sprichwort Geduld ist keine Tugend, solltet ihr genau diese mitbringen, zumal es einige haarsträubende Passagen in dem Spiel gibt, die auch schon mal den allerletzten Nerv rauben. Für alle Spieler, die einmal Abwechslung von Pokemon wollen oder einfach einmal etwas Neues ausprobieren wollen, ist Zanzarah wahrscheinlich ein gefundenes Fressen. Fans von Genremixes und pokemonartiken Spielen werden ihre wahre Freude haben, alle anderen sollten vor einem Kauf erstmal probespielen.
Zanzarah - Das verborgene Portal im Test.
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