Eyetoy: Kinetic

Preview
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Sony
Entwickler
Sony London Studios
Erscheinungsdatum
N/A
Genre
Andere
Eyetoy: Kinetic [PS2 , looki.de]

Eyetoy: Kinetic

Sport?! – Kann man das essen?!

„Mach doch mal ein bisschen mehr Sport!“. Das ist ein Satz, den man öfters mal von Verwandten oder der eigenen Freundin gehört hat, wenn man sich an einem Wochenende mal wieder daheim eingekapselt hat, um das neueste Game zu zocken. Leider ist Marathondaddeln keine olympische Disziplin und man kommt damit höchstens ins Guiness-Buch der Rekorde.

Falls auch ihr zu den Personen gehört, die ab und zu einmal Gewissensbisse bekommen, könnte euch SCEEs neuer Eye Toy-Titel Linderung verschaffen. Wogegen einige Sport eher mit Qual oder Mord in Verbindung setzen, soll Eye Toy: Kinetic mit viel Spaß eure Schweißdrüsen zum arbeiten anregen und die Pfunde purzeln lassen.

Willkommen im virtuellen Fitnesscenter

Das Spiel präsentiert sich als ein virtueller Dojo, der in mehrere Bereiche eingeteilt ist. Die KAMPF-Zone ist ein Bereich, in dem es um sich bewegende, aggressive Objekte geht, die es abzuwehren gilt. In der KARDIO Zone gebt ihr euch unter dem wachsamen Auge der Kamera Mühe, die vorgezeigten Aerobic-Übungen nachzumachen. Schließlich gibt es noch die KÖRPER UND GEIST Zone, wo ihr eher ruhigen Tai Chi-, Yoga- oder Meditationsaufgaben folgt und die MUSKELAUFBAU Zone, in der es um die Stärkung speziell im Bauch- und unteren Körperbereich geht.

Auf der Games Convention konnte ich mich dazu überwinden, mich vor anderen Besuchern in der KAMPF Zone zu blamieren. Ich stellte mich also etwa zweieinhalb Meter vor Kamera und TV auf die Tatamimatte und war bereit. Zur weiteren Anleitung hatte ich allerdings einen realen französischen Mitarbeiter von Sony mit dabei. Ich probierte den Wildfire Modus aus, in denen gelbe Kugeln auf dem Bildschirm herumschwebten. Nach dem ersten Körperkontakt ging es schon los: Die Kugeln fuhren Stäbe aus und versuchten auf mich einzustürzen. Man musste nun ausweichen und warten, bis sie sich wieder beruhigt hatten. Das war der Moment um ihnen eins auf die Mütze zu geben. Nach einigen Malen gelang es auch, die Kugeln zu zerstören. Mein französischer Freund wies mich darauf hin, dass meine Effektivität auch von meiner Schnelligkeit abhängen würde. Je schneller ich mich bewegen oder je schneller ich schlagen würde, desto kraftvoller wäre auch die ausgeführte Aktion.

Ich folgte seinen Tipps und sah mich in den höheren Leveln mit deutlich mehr Kugeln konfrontiert, die alle auch schneller und robuster wurden. Daher musste ich die Bildfläche im Spiel maximal ausnutzen, richtig heruntertauchen und mich knapp über dem Boden bewegen oder springen, um die Kugeln noch zu erreichen.

Wer schon vorher einmal Eye Toy-Spiele gespielt hat, weiß wie seltsam solche Bewegungen auf das Publikum wirken, daher gelang es hier auch, einige Messebesucher mit dem Bild eines 1,97m großen, herumhampelnden Justgamers-Redakteurs einzufangen. Bereits in den letzten Runden kam ich richtig ins Schwitzen und fühlte mich schon recht fertig, was mit einem Schmunzeln seitens der Zuschauer quittiert wurde. Ich gönnte mir danach eine Pause und bewunderte mehrere Sony-Mitarbeiter, die das Spiel schon für akrobatische Einlagen nutzten. Zur Wiederherstellung meines männlichen Ehrgefühls hielt ich allerdings fest, dass sie zwar professionell wirkten, ich aber sicherlich deutlich unterhaltsamer war.

Alles nur Spielerei?

Da die ganze Eye Toy-Serie bisher den Fun-Sektor unter den Spielen abdeckte, wo mehrere Leute nur für Gute-Laune -Sessions zusammenkamen, fällt es schwer zu glauben, dass Eye Toy: Kinetics ein ernsthafter Fitnesstrainer sein soll.

Daher hat sich das Londoner Entwicklerstudio von SCEE extra den großen Sportbekleidungshersteller Nike mit ins Boot geholt. Das Nike MOTIONWORKS Forschungslabor betreut und berät Nike-Sportler in ihrem Training und ihren Bewegungsabläufen. So wurden auch die Berater von Nike für die Konzeption des Trainingsplans im Spiel mit einbezogen, weshalb höhere Schwierigkeitsgrade im Spiel nicht einfach nur mit kürzeren Zeitlimits oder mehr Zielobjekten verbunden sein sollen.

Der Spieler kann auch an einem zwölfwöchigen Trainingsprogramm mitmachen, bei dem sein aktueller Leistungsstand stets neu analysiert wird. Blaumachen geht übrigens nicht! Denn wer dann mal einen Tag aussetzt wird dank PS2 Systemuhr vom Trainer ordentlich zur Schnecke gemacht. Bei den Trainern gibt es auch zwei Stück (ein Mann und eine Frau), wobei die einer der beiden anscheinend für die genannten ruhigen Übungen zuständig ist und der andere für Kraft und Ausdauer.

EyeToy: Kinetic (7 Bilder)

b|Solide Präsentation##

Wie alle Eye Toy-Spiele vorher auch, darf man sich nicht auf technische Überflieger freuen. Die Grafik ist zweckorientiert und trotzdem angenehm – die Modelle der Trainer wirken sehr rund und lebensecht. Leider konnte man die Trainer auf der GC-Präsentation nicht hören, aber jeder der beiden soll komplett synchronisiert sein.

Ersteindruck

Seitdem mir das Karate bei Eye Toy Play zu einfach und zu simpel war, suchte ich nach einer Alternative, die mehr Herausforderung bietet. Und Eye Toy: Kinetic scheint bisher wirklich schweißtreibend und fordernd zu sein. Spaß ist durch die Kamera und die Verknüpfung zwischen Action und Sport gegeben. Da man als Spieler sehr weit von der Kamera zurücktreten muss, um optimal im Bildschirm positioniert zu sein, könnten sich in heimischen Räumen allerdings Probleme entwickeln, die durch die mitgelieferte Weitwinkellinse gelöst werden sollen. Den geplanten Mehrspielermodus konnte ich leider bisher nicht ausprobieren. Es bleibt abzuwarten, ob das Spiel als Fitnesstrainer seinen Zweck erfüllt und wir nicht doch den Schritt in die reale Welt setzen sollten, um ins Freibad zu gehen oder in den Park zum Joggen. Beim aktuellen Sommerwetter würde ich lieber drinnen Eye Toy: Kinetic genauer unter die Lupe nehmen.

Eyetoy: Kinetic [PS2 , looki.de]

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