James Bond: Alles oder Nichts
Auf der Games Convention durften wir bei Electronic Arts die aktuelle Fassung von James Bond: Alles oder Nichts, unter der Leitung eines Producers des Spiels, ausgiebig anspielen. Was wir bisher von Spiel halten und um was es genau im Spiel geht, erfahrt in unseren ersten Eindrücken, die wir Euch in unserer Vorschau präsentieren...
Mit der Lizenz zum Töten...
Auch ohne aktuellen Kinofilm lässt es sich Publisher Electronic Arts erwartungsgemäß nicht nehmen, einen Titel mit der schlagkräftigen James Bond Lizenz zu veröffentlichen. Virtueller Hauptdarsteller wird einmal mehr der Pierce Brosnan sein, der im Spiel durch aufwändige Motion-Capture Verfahren seinem realen Konterfei grafisch in fast nichts nachsteht. Leider wurde von der Hintergrundgeschichte bis dato noch nicht allzu viele Einzelheiten bekannt gegeben, es wird sich jedoch definitiv um eine neue Story handeln, die bisher in noch keinem Kinofilm Verwendung fand. Sicher ist, dass Bond ganz traditionell die Welt vor der Bedrohung eines multinational agierenden Bösewichtes im Auftrage seiner britischen Majestät befreien muss. Auf seiner gefährlichen Mission begibt sich Bond in insgesamt vier verschiedene Länder, dazu zählen unter anderem Russland und Ägypten. In Leipzig durften wir zwei Levels anspielen, bei Release soll sich die Anzahl der einzelnen Missionen zwischen 20 und 25 Levels bewegen.
Diese sind wie bei den letzten beiden Vertretern der Serie unterteilt in Egoshooter- und Rennsequenzen, in denen man mit modernster Waffentechnik ausgerüsteten Fahrzeugen auf Schurkenjagd gehen darf. Wir durften uns mit einem Motorrad auf die Fährte von Kultfigur Beißer Jaws, der sicherlich den meisten Fans von früheren Filmen bekannt sein dürfte, begeben und ihn in einer atemberaubenden Verfolgungsszene auf einer viel befahrenen Autobahn jagen. Motorisierte Gegner können mit Hilfe von eingebautem Maschinengewehr, Raketenwerfer und dem seitlich aus dem Motorrad herausragenden Flammenwerfer zur Strecke gebracht werden. Zusätzliche Einlagen wie wagemutige Sprünge über Autorampen oder spektakuläre Öltankerexplosionen vermitteln dabei Bond-Feeling pur, welches laut Aussage der Entwickler dieses Mal weitaus stärker präsent sein soll, als in den bisherigen Vertretern der Reihe. Dieses Vorhaben konnte man auch in dem anderen spielbaren Gebiet bemerken, als wir aus einem Hochhaus vor unseren Widersachern fliehen mussten. Prinzipiell stehen dem Spieler in der Rolle von James Bond immer mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, um die feindlichen Schützen auszutricksen oder gar zur Strecke zu bringen.
Actionfans und Liebhaber brachialer Gewalt können quasi jeden Level mit purer Feuerkraft erfolgreich bewältigen. Wer nicht wie ein Berserker durch die feindlichen Gebiete marschieren will, kann auch etwas behutsamer und taktischer vorgehen. Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände von Q und diverse in den Levels verstreute Objekte können dazu genutzt werden, die Gegner zu verwirren oder je nach Gelegenheit sogar auszutricksen und unbemerkt an ihnen vorbei schleichen zu können. Sehr amüsant war die Flucht von dem Hochhaus, als man sich mit Hilfe eines Metallseils kopfüber von einer hohen Etage abseilen musste, den Blick stets Richtung Boden geneigt. Explosionen und schießwütige Gegner sorgen dafür, dass man sich bei dem Abseilen nicht allzu viel Zeit lässt, was gelegentlich für einen ordentlichen Adrenalinschub sorgt. Dieser bisher noch in keinem Spiel aufgetauchte Gegenstand findet in den passenden Situationen automatisch Verwendung, man kann also mit voller Geschwindigkeit auf den Randstein eines hohen Gebäudes zu rennen, ohne die Angst haben zu müssen, man könnte abstürzen.
Ersteindruck
Auf den ersten Blick scheint Electronic Arts die Serie konsequent weiterzuentwickeln und die teils guten Ansätze der Vorgänger von Spiel zu Spiel zu verbessern. Beide von uns gespielten Levels hatten durchaus ein hohes Spielspaßpotential und sorgten durch die teilweise sehr schnelle Action für einen hohen Adrenalinausstoß. Doch auch eher taktikorientierte Spieler kommen etwas auf ihre Kosten, da man nun gewollt auf mehrere Vorgehensweise zur Aufgabenbewältigung setzt und dadurch eine höhere Bandbreite an Spielern ansprechen will. Grafisch sieht James Bond: Alles oder Nichts sehr anspruchsvoll aus und übertrifft die Vorgänger durch sehr realistische Charaktere und ein gutes Geschwindigkeitsgefühl in den Rennsequenzen sogar in einigen Bereichen. Fans der Kinofilme sollten sich das Spiel unbedingt vormerken, da man aller Voraussicht nach mit einem sehr guten Spiel mit James Bond Lizenz rechnen darf. James Bond: Alles oder Nichts erscheint im November diesen Jahres für alle drei Konsolen.

![James Bond: Alles oder Nichts [PS2 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080516/15/3112976275.jpg)
![James Bond: Alles oder Nichts [PS2 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080516/15/3396498271.jpg)