Shox
Auf der Games Convention in Leipzig hatten wir die einmalige Gelegenheit, uns ausführlich mit Nick Channon, dem Producer des Rennspiels Shox, zu unterhalten. Während eines längeren Gesprächs wurden wir in sämtliche Geheimnisse des Spiels eingeweiht und durften den potentiellen Hitkandidaten auch ausführlich Probe spielen. Dabei erklärte Nick Channon auch, was Shox zu einem ganz besonderen Titel macht...
Auf den ersten Blick handelt es sich bei Shox um einen Arcade-Racer, der vom Gameplay her stark an frühere Hits wie z.B. Sega Rally erinnert. Bei genauerer Betrachtungsweise wird aber klar, dass der Titel durch einige innovative Ideen mehr zu bieten hat als manch anderes Rennspiel. Laut Channon war das Ziel der Programmierer, einen Arcade-Racer zu entwickeln, der zwar ein einfaches Handling und leichte Zugänglichkeit vorweisen kann, und trotzdem durch ein motivierendes Gameplay und Fahrspaß pur an die Bildschirme fesselt.
Das Entwicklerteam scheint keine leeren Versprechungen gemacht zu haben, denn anscheinend hat man eine erfolgsversprechende Mischung aus Arcadefeeling und Langzeitmotivation gefunden. Hat der Spieler einmal den Kontroller in die Hand genommen, fühlt man sich aufgrund einer quasi nicht existenten Einlernphase gleich mitten ins Spiel hinein versetzt. Dies zeigt sich nicht zuletzt durch die grundsätzlich stark vereinfachte Steuerung, denn außer Beschleunigen und Bremsen sind die Handlungsmöglichkeiten des Spielers auf obligatorische Einstellmöglichkeiten wie einer wählbaren Kameraperspektive begrenzt.
Vom Unfang her zeigt sich Shox jedoch alles andere als spartanisch. Zu Beginn stehen dem Spieler sechs von insgesamt 24 lizenzierten Fahrzeugen zur Verfügung, welche sich von der Vielfalt her stark unterscheiden und somit sowohl Liebhaber eines klassischen Mini Coopers, als auch Freunde moderner Rallye-Wagen zufrieden stellen sollten. Für Autoliebhaber hat sich das Entwicklungsteam etwas ganz besonderes einfallen lassen, denn es befindet sich der heißerwartete und in Europa erst Ende des Jahres erscheinende Porsche Cayenne unter der Fahrzeugliste.
Es ist natürlich sselbstverständlich, dass dieser nicht gleich von Beginn anwählbar sein wird. Hat man sich schließlich für einen Wagen seiner Wahl entschieden, stehen vier Championships mit einer Gesamtanzahl von 24 unterschiedlichen Kursen zur Auswahl, welche sich aber erst nach und nach freispielen lassen.
Abwechslung ist auch im Bezug auf die Rennstrecken gegeben, denn diese sind in verschiedene Themengebiete wie Wüste, Schnee- oder Dschungellandschaften untergliedert. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Rennen zwar immer stetig, aber nie unfair an. Damit neben Anfängern auch gestandene Fahrprofis auf ihre Kosten kommen und ihre virtuellen Fahrkünste unter Beweis stellen können, haben die Entwickler einen fünften Wettkampfmodus integriert, der allerdings erst nach erfolgreichem Abschluss der vorhergehenden Rennen angewählt werden kann und dem Spieler alles abverlangen wird.
Damit der Weg hin zum fünften Championship nicht eintönig wird, hat man sich bezüglich des Gameplays einige Neuerungen einfallen lassen, welche die Langzeitmotivation von Shox in die Höhe treiben sollen. So hat der Spieler während eines Rennens die Möglichkeit, sein Geldkonto durch eine schnelle Bewältigung diverser 'Shox-Passagen' zu erhöhen.
Durch Kollisionen mit der Leitplanke oder anderen Autos verringert sich dieses Konto allerdings wieder, so dass man sich nicht völlig gedankenlos auf die Rennstrecke begeben sollte. Hat man nach einigen Rennen genügend Geld eingefahren, kann man dieses z.B. in neue Autos investieren. Tiefgreifende Tuningmöglichkeiten wie bei Gran Turismo 3 sind bei Shox aufgrund des arcadelastigen Natur des Spiels natürlich nicht vorhanden. Wer allerdings nicht genügend Geld auf seinem Konto hat oder schlichtweg unkonventionelle Methoden des Fahrzeugerwerbs bevorzugt, kann auch mit der CPU um ein neues Gefährt zocken. Dabei bestreitet man ein Duell gegen einen computergesteuerten Gegner und wird das Fahrzeug seines Kontrahenten bei erfolgreichem Abschluss des Rennens übernehmen. Erreicht der Spieler jedoch nicht den ersten Platz, muss er einen Teil seines bisher erworbenen Preisgeldes abgeben und kann sich je nach Lust und Laune auf ein weiteres Duell einlassen, was eine erfrischende und gleichzeitig spannende Neuerung im Rennspielgenre darstellt.
Selbstverständlich hat man auch einen Multiplayermodus für bis zu vier menschliche Spieler eingefügt, so dass für ausreichend Spielspass mit Freunden gesorgt sein dürfte. Auch hier bietet sich einiges an Abwechslung, denn neben den üblichen Kopf-an-Kopf Rennen gibt es auch andere Spielmodi wie zum Beispiel eine leicht abgewandelte Version von Capture The Flag, bei dem ihr eurem Gegner in abgegrenzten Arealen für eine gewissen Zeit entkommen und eine zuvor eingesammelte Flagge schützen müsst.
Die bisher durchaus positiven Eindrücke über Shox bestätigen sich auch, als Nick Channon uns die technische Seite des Spiels näher bringt. Die finale Version besticht durch farbenfrohe und abwechslungsreich designte Levels, die allesamt sehr lebendig wirken und durch überzeugende Texturen auch das gewisse Flair einer echten Rallyfahrt näher bringen. Auch die Lichteffekte können durchweg überzeugen, denn es sind sowohl die Spiegelungen auf den Autos sehr realistisch, als auch die inzwischen zwar schon fast standartmäßigen, aber trotzdem schön anzusehenden Lens-Flare Effekte. Vollführt man während eines Rennens einen waghalsigen Sprung, wechselt das immer in flüssigen 60 Fps ablaufende Bildschirmgeschehen sofort in einen Art Wiederholungsmodus, bei dem ihr euren Sprung in Zeitlupe bewundern könnt.
Von dem Soundtrack des Spiels konnten wir uns leider keine Eindrücke verschaffen, dieser soll aber durch die Unterstützung eines britischen Labels namens Global Underground genauso überzeugen können wie die Grafik und sich durch schnelle Beats und harte Rhythmen perfekt an das Geschehen auf dem Bildschirm anpassen.
Ersteindruck
Wer nun Lust auf mehr verspürt und Shox einmal genauer unter die Lupe nehmen will, sollte sich den kommenden Oktober gut vormerken, denn dann erscheint das Rennspektakel für die Playstation 2. Eine so gut wie identische Fassung für den Nintendo GameCube folgt etwa einen Monat später im November diesen Jahres, eine Umsetzung für die XBox ist laut Channon leider nicht geplant. Wir waren von unserem ersten Erlebnissen mit Shox zumindest sehr beeindruckt und sind der Überzeugung, dass Electronic Arts neben bereit erfolgreichen Titeln wie SSX einen weiteren potentiellen Hitkandidaten aus der EA Sports Big Reihe parat hat.
VIDEO
![Shox [PS2 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080603/18/1726780775.jpg)
![Shox [PS2 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080603/18/3127660320.jpg)
![Shox [PS2 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080603/18/84283874.jpg)