Snowblind
Das Eidos-eigene Entwicklerstudio Chrystal Dynamics ist für seine frischen Ideen bekannt. Das Team hinter den Pandemonium- und Legacy of Kain-Serien hat einige herausragende Spiele geschaffen, jetzt zeigte man uns den futuristischen Ego-Shooter Snowblind. Der neue Titel machte einen hervorragenden Eindruck!
Das Eidos-eigene Entwicklerstudio Chrystal Dynamics ist für seine frischen Ideen bekannt. Das Team hinter den Pandemonium- und Legacy of Kain-Serien hat einige herausragende Spiele geschaffen und als Belohnung jüngst das Tomb Raider-Franchise übertragen bekommen. Doch neben Laras neuem Abenteuer, entsteht noch eine ganze andere Perle in den US-Entwicklungslabors: Der futuristische Ego-Shooter Snowblind könnte gut und gerne der Genrevertreter mit der unfangreichsten Waffen- und Feature-Auswahl sein.
Das Szenario und der Grafikstil erinnern grob an Deus Ex: In einer nahen Zukunft bekriegen sich Terroristen und Regierung in den futuristischen, menschenüberfluteten Städten der Erde. Als Mitglied einer Spezialeinheit wird der Spieler mitten in die Brennpunkte geschickt, um mit seinen Kameraden für Recht und Ordnung zu sorgen. Snowblind ist trotz der ständigen Begleitung kein Taktik-Shooter, sondern ein zugängliches Actionspiel. Jedoch und deshalb hat uns der Titel besonders gut gefallen erlaubt ein umfangreiches wie abwechselungsreiches Arsenal an Waffen und Goodies trotz hektischer, stark gescripteter Missionen größtmögliche Freiheiten.
Da wäre beispielsweise die Sticky-Bomb zu nennen, die sich an Gegnern festsaugt und im richtigen Moment gezündet werden kann. Oder eine elektrische Entladung, die kurzzeitige Störungen bewirkt. Eine andere Waffe feuert dagegen kleine, fliegende Nano-Dronen ab, die selbständig auf Gegner losgehen oder da sie schwer zu treffen sind eine feindliche Gruppe schon mal dazu bringen, sich gegenseitig ins Jenseits zu befördern. Nett sind auch die Spider-Drohnen, die spinnenartig Gegner befallen, oder eine Waffe, welche die Eliminierung von Feinden durch Wände erlaubt. Dumm nur: Ihr erkennt nur Wärmekonturen, nicht ob es sich doch eventuell um einen Verbündeten handelt. Wer lieber subtiler vorgeht, der kann sich in verschiedene Sicherheitssysteme einloggen, Kameras und Geschütztürme bedienen oder aber die feindlichen Kampfroboter übernehmen. Die großen Kriegsmaschinen eignen sich auch hervorragend zum ausspionieren von unbekannten Gegenden.
Während das Waffenarsenal an aktuelle Techniken angelehnt ist, sind die Bio-Implantate schon weitaus futuristischer: Ihr verfügt über Thermal- bzw. Nachtsicht, könnt die Zeit verlangsamen und euch zeitweise unsichtbar machen. Zum Schutz dient eine Energiewand, die ihr jederzeit vor euch aufstellen könnt. Eure Gegner werfen dann zwar bevorzugt Granaten, dank guter Hand-Augen-Koordination fangt ihr diese aber und befördert sie sogleich zurück. Thema Deckung: Natürlich lassen sich auch Kisten verschieben oder Objekte transportieren, die euch im Kampf nützlich sind und zur Abrundung des ganzen verfügt Snowblind noch über eine Reihe an Fahrzeugen wie Panzer, Walker oder Spider-Bikes.
In dem Level, das wir zu sehen bekamen, ging es richtig ab: Nach einer schicken Zwischensequenz, die unseren Absturz in einer Häuserschlucht in Szene setzte, sprangen wir aus dem Wrack und wurden sogleich von über einem Dutzend Gegnern angegriffen. Die Entwickler geben an, dass sich verteilt auf beide Seiten durchschnittlich 16-20 AI-Charaktere auf dem Bildschirm befinden sollen, was natürlich für intensive Kämpfe sorgt. Damit das ganze seine Spuren hinterlässt, sind die Level mit zerstörbaren Objekten gespickt alles was ihr seht, kann auch in die Luft gejagt werden, zusätzlich stürzen bei Beschuss Glaswände und Teile der Gebäude ein womit eure Gegner euch gezielt die Deckung nehmen. Die packende Atmosphäre wird nicht zuletzt durch zahllose Scripts aufrecht erhalten das ganze Spielgeschehen ist inszeniert wie in einem guten Actionfilm.
Neben den Einzelspielermissionen, in denen ihr verschiedene Ziele wie die Infiltration von Gebäuden oder den Schutz von Verbündeten aufgetragen bekommt, planen die Entwickler einen Mehrspielermodus für 16 Spieler, der Capture the Flag, Deathmatch und einige weitere Varianten beinhalten soll. Das Spiel, das grafisch mit detailliert texturierten Häuserschluchten und hübschen Effekten einen hervorragenden Eindruck machte, erscheint für PC, Xbox und PS2 im Herbst diesen Jahres.
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