The Regiment
Wir konnten für euch einen Blick auf Konamis Team-Shooter The Regiment erhaschen, der auf der Games Convention weltweit angekündigt wurde und im nächsten Jahr den Weg auf PC und PS2 finden soll.
Gear up and get ready for the Action!
The Regiment (Arbeitstitel) ist ein team-basierter Taktik-Shooter, der sich augenscheinlich in einer Reihe mit Vertretern des Genres wie Rainbow Six 3, Socom oder den Conflict-Titeln einreiht. Als Anführer einer militärischen Spezialeinheit gehört es zu euren Aufgaben Terroristen unschädlich zu machen, Geiseln zu befreien und jeden Tag wieder das Vaterland zu retten. Anders als beispielsweise in Socom oder Conflict: Vietnam dient ihr dabei nicht dem amerikanischen Volk und seinem Präsidenten, sondern den Briten und der Königin von England.
In The Regiment habt ihr die Ehre, ein Vier-Mann-Team der britischen S.A.S. (Special Air Service) gegen die bösen Buben ins Feld zu führen. Schauplatz der Geschichte wird dabei London sein. Very British also das Ganze, aber wer sich bereits in The Getaway mit dem englischen Setting anfreunden konnte, wird sich auch hier sicherlich heimisch fühlen.
Die Entwickler von Kuju Entertainment konnten dabei den Heimvorteil ausspielen und lassen den Spieler in den Houses of Parliament und in der Londoner U-Bahn antreten. Eine weitere Mission wird die Besetzung der iranischen Botschaft, welche 1980 durch die SAS beendet wurde, als Inspirationsquelle haben. Für Authentizität ist also dank der realistischen Einsatzorte stets gesorgt. Diese wird durch die Kooperation mit erfahrenen S.A.S.-Offizieren weiterhin verstärkt.
So stand der S.A.S. Ausbilder Rhett Butler dem Entwickler-Team mit Rat und Tat zur Seite, während euch die Einsatzziele im Briefing von John MacAleese vorgetragen werden. Dabei wird innerhalb des Spiels weniger Wert auf taktisch kluges Vorgehen oder eine ausgetüftelten Plan gelegt, sondern verstärkt auf Action gesetzt. Der unnötige Gehirn-Ballast wird zugunsten eines beinah arcadeähnlichen Gameplays abgeworfen, was allerdings nicht heißt, dass eure Spielfiguren übermenschliche Fähigkeiten entwickeln. Wichtig bei Einsätzen in welchen Geiseln genommen wurden ist das Überleben selbiger, schließlich erwartet man von einem speziell geschulten Team auch höchste Präzision und Effizienz.
Vermeidet es also auf jeden Fall, Unschuldige auszuschalten. Da die Terroristen oftmals Geiseln als menschlichen Schutzschild missbrauchen, ist hier also Vorsicht angesagt. Die Halunken sind dabei so gerissen, daß sie sich mitunter auch einmal totstellen, um euch dann von hinten zu überraschen. Geht also immer auf Nummer sicher, im Zweifel lieber zweimal schießen, als eine Kugel in den Rücken zu riskieren. Das Spiel wird selbstverständlich eine Reihe verschiedener Waffen bieten, welche allesamt S.A.S. erprobt sein sollen.
Natürlich wird auch ansonsten Abwechslung angeboten. Während der Missionen müßt ihr auch schon einmal Blendgranaten einsetzen, im Dunkeln agieren oder euch aus einem Schacht abseilen.
Die Hard!
Ähnlich wie in Stirb Langsam solltet ihr auch hier die Umgebung ausnutzen. Schossen die Terroristen im Film einst Scheiben nieder, so daß der arme John McClane alias Bruce Willis barfuß über die Scherben laufen mußte und sich die Füße aufschnitt, so könnt ihr hier beispielsweise die Decke anschießen, und euch im herunterregnenden Staub unsichtbar an die Terroristen heranpirschen. Überhaupt wußte die Physik im Spiel zu gefallen. Kein Wunder, wurden doch die Karma Physics der Unreal Engine übernommen, um Splitter von Tischen und Trümmerteile ansprechend zu visualisieren und die physikalische Authentizität zu garantieren.
Konami hat in Sachen Gameplay eine Genre-Neuerung implementiert. So überschneiden sich die Ereignisse teilweise zeitlich und räumlich. Während Team Alpha zunächst ein Gebäude stürmt und dabei Granaten einsetzt, könnt ihr an späterer Stelle mit Team Beta die Situation aus einem anderen Winkel und mit anderer Aufgabe beobachten. Dabei gilt es eure Aufträge möglichst zur Zufriedenheit der Vorgesetzten zu erledigen, denn zum Ende jeden Auftrags erhaltet ihr eine Bewertung. Die Möglichkeit im Level zu speichern gibt es dabei nicht, es heißt also wie auch im echten Leben: Übung macht den Meister. The Regiment bietet neben dem spannenden Solo-Modus auch einiges an Multiplayer-Varianten, sowohl auf der PS2, als auch auf dem PC. Dabei könnt ihr auch als Team antreten und euch mit anderen Teams messen. Zur besseren Kommunikation werden Headsets natürlich unterstützt.
Ersteindruck
Die Version, die uns Konami auf der Games Convention zeigte sah schon recht gut aus, zumal die Einbindung der britischen Lokalitäten ein wenig Abwechslung im Genre-Alltag verspricht. Man fragt sich, warum Konami so lange für einen Vertreter des beliebten Taktik-Shooter-Genres brauchte, aber anscheinend gilt wie so oft der Spruch: Gut Ding will Weile haben. Der Titel konnte zumindest auf dem PC grafisch bereits überzeugen, auch wenn der Stand der Entwicklung erst bei ca. 50-60 Prozent liegt und ein Release erst für Anfang 2005 erwartet wird. Wir sind gespannt, legen schon einmal die schußsichere Weste an, ölen die MP 5 und warten auf den Einsatzbefehl.
VIDEO
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