Xenosaga
Xenosaga - Der Wille zur Macht': Der Untertitel des Spiels weist auf die These Nietzsches' hin, dass alle Menschen nach Macht streben, Macht über sich selbst und das, was sie tun. Dies ist das Leitmotiv von Xenosaga. Square präsentierte im Februar letzten Jahres in Japan einen wahren Leckerbissen für alle RPG Freunde. Nun ist es auch in den USA soweit und die ersten Videos und Screenshots machen Appetit auf mehr.
Die Story
Es ist das Jahr 4767 T.C (Transcend Christ / eine neue Zeitrechnung im Jahr 2510 n.Ch hat begonnen). Xenosaga spielt über 10000 Jahre vor seinem Vorgänger Xenogears. Es begann auf der Erde im 21. Jahrhundert, Wissenschaftlern gelang es in Kenia eine phantastische Entdeckung zu machen. Sie fanden einen geheimnisvollen Monolithen, welcher eine gewaltige Energiequelle besaß. Man nannte ihn Zohar. Durch die Macht von Zohar konnte die Menschheit die Raumfahrt um ein vielfaches ausdehnen. Viele tausend Jahre danach, musste die Erde, aus unbekannten Gründen, fluchtartig verlassen werden. Der blaue Planet gilt seither als das Verlorene Jerusalem. Die Menschen haben sich nun auf entfernten Planeten in der Galaxis niedergelassen. Die Star Cluster Federation umfaßt eine halbe Million Welten, die über eine Reihe von Teleportern, dem 'Unus Mundus Network' verbunden sind, welche von der Vector Organisation überwacht werden. Doch eine bösartige Alienspezies, die so genannten Gnosis, macht der Menschheit die Vorherrschaft im Weltall streitig. Mit riesigen von Piloten gesteuerten Kampfrobotern, den 'Anti-Gnosis-Weapon-Systems' und einem Androiden (KOS-MOS) schreitet man gegen die feindlichen Aggressoren in den Krieg. Jener Android besitzt die Fähigkeit, die Gnosis effizient aufzuspüren, ihre Tarnung aufzudecken und sie zu vernichten.
Schon ein Fünftel der Menschheit ist den räuberischen Gnosis zum Opfer gefallen, nun gilt es sich gegen diesen erbarmungslosen Gegner zur Wehr zu setzen. Doch sind Sie wirklich der Ursprung allen Übels?
Zum eigentlichen Spielablauf
Bei Xenosaga nutzt Square die Möglichkeiten der PS2 voll aus. Die Polygon-Charaktere bewegen sich durch liebevoll gestaltete Hintergründe und glänzen selber mit schönen Animationen und Detailreichtum, wie z.B. Gesichts- und Haaranimationen. Bis auf einige Videosequenzen ist alles in 3D dargestellt, denn die komplette Welt von Xenosaga wird in Echtzeit berechnet. Es werden zwei verschiede Detailstufen für die Charaktere eingesetzt, in den Kampfszenen das LowRes-Modell und für den Event-Modus, das mit einer höheren Polygonzahl. Das LowRes-Modell dient einfach dazu, um die Ladezeit zu verringern und somit ein flüssigeres Gameplay zu erzielen.
Weitere optische Elemente sind eine dynamische Kamera, die während der Kampfszenen zum Einsatz kommt und eine feste Perspektive, die in der normalen Spielumgebung Verwendung findet. Ein weiterer Pluspunkt, gegenüber Final Fantasy; es wird nämlich keine Zufallskämpfe geben. Man sieht seine Gegner und kann je nach belieben in die Schlacht ziehen, oder seinem Kontrahenten kontrolliert ausweichen. Zur Übersicht werden alle Charaktere und Gegner auf einem Radar mit verschiedenen Kennzeichnungen angezeigt.
Das Kampfsystem und andere wichtige Dinge
Man hat die Wahl zwischen drei Attacken mit verschiedener Reichweite, die Auswahl erfolgt dabei über die X-, Quadrat- und Dreieckstaste. Jede Taste verbraucht hierfür eine bestimmte Anzahl von AP (Active Points). Death Blows (bestimmte Comboattacken), die dem Gegner schwerer zusetzen als normale Angriffe und grafisch spektakulär in Szene gesetzt sind, gibt es selbstverständlich auch zu bewundern. Um an bestimmte mächtige Abilities heranzukommen, müssen vorher erst einige andere Abilities (Fähigkeiten) erlernt werden. Deathblows hingegen werden schlicht durch das Erreichen bestimmter Level erlernt. Natürlich gibt es auch eine Synchronisation zum Spiel. Es ist nur zu hoffen, dass wenn es zu einem PAL Release kommen sollte, dass diesmal die Synchronisation gegenüber FF10 auf Deutsch ist.
Ferner besitzt Xenosaga auch kleine verschiedene Mini-Spiele, die mehr oder weniger denen der FF-Reihen ähneln. Da gibt es z.B. an einem Ort Ausgrabungsmöglichkeiten, bei dem man wertvolle Schätze erbeuten kann; zudem soll es auch ein Kartenspiel geben, dass sich Triple Triad nennt. Die Verteilung der Erfahrungspunkte soll anders als bei Xenogears vonstatten gehen. Je nach dem wie der Kampf verlaufen ist und was jeder Charakter für Aktionen ausführt, werden dann die Punkte verteilt. So wirkt sichein schnelles Beseitigen seiner Gegner auf die Gesamtpunkte aus und auch die Beteiligung eines Charakters an den Kämpfen wir prozentual aufgeteilt.
Ersteindruck
Mit Xenosaga erwartet euch wirklich ein spitzen Game. Ein Rollenspiel der Extraklasse mit einer Mischung aus Fantasy und Science-Fiction. Es behauptet sich in allen Punkten, sei es nun die Story, der Sound, die Grafik oder gar die Steuerung. Der Vorgänger Xenogears, zog einen schon in seinen Bann und hatte eine der besten Storys überhaupt zu bieten. Jedoch gab es Xenogears nur als Import Version, da es hierzulande nie zu einem Europa Release gekommen ist. Mit Xenosaga scheint sich aber nochmals so eine spitzen Story anzubahnen. Aufgrund der wirklich erstklassigen Spielgrafik kann auch von einer sehr, sehr starken Konkurrenz für Final Fantasy X ausgegangen werden. Man kann nur hoffen, dass es diesmal (angestrebtes Erscheinungsdatum ist 2004) zu einem Europa Release kommen wird.

![Xenosaga [PS2 , looki.de]](http://l.yimg.com/eur.yimg.com/xp/justgamers/20080527/16/2541964253.jpg)
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