Gesamtwertung81%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Die Handlung des Spiels setzt im Jahr 1995 ein. In der Republik Ustio, ehemals ein Teil des belkanischen Hoheitsgebiets, wird ein großes Vorkommen von natürlichen Ressourcen entdeckt. Dies kommt dem Fürstentum Belka gerade recht, das versucht diese Ressourcen in seinem Besitz zu bringen und hierzu die angrenzenden Territorien seines Nachbarstaates besetzt. Dadurch wird allerdings eine heftige militärische Auseinandersetzung ausgelöst, die später als der belkanische Krieg in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Innerhalb kürzester Zeit hat die belkanische Luftwaffe Ustio überrannt und kontrolliert fortan beinahe das gesamte Gebiet der Republik. Die Regierung sieht keinen anderen Ausweg mehr und entschließt sich dazu, zwei ausländische Söldner der Ustio-Söldnereinheit zu rekrutieren. In diesen zwei neuen Rekruten einer ist ein erfahrener Pilot und der andere ein draufgängerischer Einzelkämpfer sieht die Republik ihre letzte Chance, den belkanischen Krieg noch für sich zu entscheiden. Ihr gefährlicher Auftrag ist es, sich den gegnerischen Bombern entgegenzustellen und diese abzuwehren.
Ready to Take-Off!
Ihr schlüpft in Ace Combat: The Belkan War in die virtuelle Haut der zwei Protagonisten Cipher und Pixy und kämpft auf der Seite der Nation Osea gegen die Luft- und Bodenstreitkräfte Belkans. Es gilt allerdings nicht nur Angriffseinsätze gegen Luft- und Bodenziele zu fliegen, sondern auch Eskort-Aufträge zu absolvieren.
Hierzu habt ihr die Qual der Wahl und könnt aus einem von über 30 real existierenden Flugzeugtypen wählen, mit dem ihr durch die einzelnen Missionen düsen wollt. Hierbei solltet ihr jedoch unbedingt darauf achten, dass ihr für die jeweilige Mission auch die passende Maschine sowie die richtige Bewaffnung auswählt, da dies meist den Ausgang der zu absolvierenden Mission bestimmt.
Damit euch in der Luft keine unangenehmen Überraschungen erwarten und ihr nicht ins kalte Wasser geschmissen werdet, gibt es vor jedem Einsatz eine ausführliche Besprechung. Hier bekommt ihr unter anderem auch Einsicht in diverse Karten und erhaltet zudem wichtige Informationen über eure Gegner.
Seid ihr erst einmal im Himmel zwischen den Wolken angekommen, so werdet ihr leider feststellen, dass nicht alle Missionen gleich anspruchsvoll und abwechslungsreich sind. Dazu ist der Missionsaufbau einfach zu simpel gestrickt: Fliege nach Punkt A, zerstöre Punkt B und fliege weiter nach Punkt C. Das ist auf Dauer etwas eintönig und hätte von den Entwicklern ruhig etwas mehr Vielfalt spendiert bekommen können.
Was Simulationsfans ebenfalls missfallen wird, ist dass die Steuerung nun deutlich vereinfacht wurde und sich nicht mehr so simulationslastig wie bei den Vorgängern präsentiert. An Munition für die Bordkanone, Kerosinvorrat oder Systemausfälle nach einem Treffer müsst ihr während der stattfindenden Dogfights in schwindelerregender Höhe eigentlich überhaupt keine Gedanken verschwenden, sondern könnt euch nun voll und ganz der Action auf dem Bildschirm widmen.
Habt ihr euer Auftragsziel erreicht und die Mission erfolgreich beendet, erhaltet ihr ein ordentliches Taschengeld, mit dem ihr erst einmal eine ausgiebige Shoppingtour machen könnt. Im Hangar könnt ihr die verdiente Kohle wahlweise in neue freigeschaltete Maschinen wie beispielsweise die neue YF-23 oder die klassische F-15 investieren. Wem das nicht genügt, für den gibt es selbstverständlich auch noch diverse neue Waffensysteme, über die sich euer Iron Eagle sicherlich freut.
Aus technischer und audiovisueller Sicht heraus gibt der neuste Ace Combat-Ableger eigentlich keinen Anlass zum Nörgeln.
Die Steuerung ist eingängig und geht spielend leicht von der Hand. Mit ihr lassen sich feindliche Jets locker vom Himmel pusten der automatischen Zielvorrichtung für Lenkraketen sei dank. Auch grafisch weiß der Titel zu gefallen, was hauptsächlich auf das realistische Aussehen der Maschinen sowie die zahlreichen Details wie Rauchschwaden und Explosionseffekte zurückzuführen ist. Lediglich in bezug auf die Bodentexturen hätte man hier noch etwas mehr aus der Hardware der PlayStation 2 herauskitzeln können. Dieser Makel wird allerdings durch die teilweise erstklassige Spielatmosphäre wieder wettgemacht.
Auch beim Sound kann der Titel punkten. Die Waffengeräusche klingen authentisch, Explosionen machen sich durch einen satten Bass bemerkbar und auch der Funkverkehr, wenn auch nur in Englisch mit deutschen Untertiteln, lässt echte Kampfstimmung aufkommen. Einziger Wermutstropfen ist hier die musikalische Untermalung, die mit ihren Gitarrensounds vermutlich nicht jeden Spieler gleichermaßen begeistern wird.
Ace Combat: The Belkan War lädt immer wieder zu einer schnellen Flugmission ein und macht größtenteils einfach nur Spaß von den sich teils wiederholenden Einsätzen einmal abgesehen. Zwar wird euch hier nur wenig Tiefgang geboten, dafür gesellt sich aber eine erstklassige Spielatmosphäre hinzu, die mit packender Action, einer sehenswerten Präsentation und kompromisslosen Schusswechseln das Spielgeschehen dominiert.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
Ace Combat: The Belkan War im Test.
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