Gesamtwertung44%/10 |
GrafikMangelhaft SoundAusreichend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungAusreichend |
Ignition Entertainment ist zumindest den Retrozockern unter uns seit ihren Umsetzungen von Arcade-Klassikern wie Metal Slug und King of Fighters für die aktuelle Konsolengenereation ein Begriff. Jetzt hat man sich eine Lizenz geangelt, die schon einige Jährchen auf dem Buckel hat und sich offenbar entsprechend gut zur Verwurstung zu einem simplen Action-Adventure zum Budgetpreis eignet: Die Rede ist von den Animaniacs. Ob das Hüpfspiel wirklich was taugt, erfahrt ihr in unserem Kurztest.
Animaniacs - The Great Edgar Hunt (10 Bilder)
Ihr beginnt auf dem Gelände der Warner Studios, von wo aus ihr in verschiedene Bereiche gelangen könnt, die alle ein bestimmtes Thema wie etwa den Wilden Westen oder Horrorfilme haben. Dort könnt ihr dann mit Personen reden und kleinere Aufgaben für sie lösen. Bleiben wir mal im Wilden Westen: Hier müsst ihr einige böse Buben aufstöbern und das Kopfgeld für sie kassieren, dem Indianer Sitzender Bison bei einem absurden Regentanz im Grasrock unter einer Holzstange hindurch helfen und beim Rodeo bissige Stuten zähmen. Gelingen euch diese Aktionen, bekommt ihr eine von 45 Edgar-Statuen und erhaltet so Zugang zu weiteren Levelabschnitten. Dazwischen erwarten euch unsinnige Minispiele mit den Gastcartoonstars Pinky & Brain, denen ihr etwa dabei helfen müsst, galoppierenden Pferden mit einem überdimensionalen Magneten aus einem Versteck heraus die Hufe von den Füßen zu ziehen. Für das Vorankommen ebenfalls wichtig sind verschiedene Werkzeuge, die ihr im Laufe des Abenteuers einsammelt: Mit der Taucherbrille kann man einige Zeit unter Wasser bleiben, der Spaten wird zum Buddeln benutzt und die Supergrip-Sauger sind keine S/M-Toys, sondern dienen zum Erklettern bestimmter Wände.
Der ziemlich bescheuerte Humor zieht sich auch durch die zahllosen Dialoge, die ihr immer wieder führen müsst. Die Sprecher machen ihre Sache dabei gar nicht mal schlecht, leider sind die Gespräche gepflastert mit etlichen Kalauern und Parodien auf das Genre, die man entweder schon kennt oder aber so übel sind, dass man sie lieber gar nicht kennen will. Die Grafik ist in einem schlichten Cartoonstil gehalten, noch nerviger als die grellen Bonbonfarben sind aber die penetranten Sounds, die die Animaniacs so beim Hüpfen und Schlagen so von sich geben. Denn gekämpft wird natürlich auch: Mit seinem Hammer erlegt Yakko breitbeinige Cowboys und blaue Klapperschlangen mit einer Kinderrassel am Schwanz, während das Katzenmädel der Truppe lieber eine Bratpfanne benutzt. Den hohen Energieverlust dabei habt ihr meist nicht eurem Unvermögen, sondern der schlechten Kollisionsabfrage zu verdanken.