Gesamtwertung34%/10 |
GrafikMangelhaft SoundMangelhaft |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Durch den enormen Erfolg der Autobahn Raser- Serie, veröffentlicht Davilex auch in diesem Jahr einen neuen Teil. Diesmal trägt das Spiel den Untertitel World Challenge, was auf Rennen über die ganze Welt hoffen lässt. Wie das neueste Produkt der Holländer in unserem Test abgeschnitten hat, lest Ihr in folgendem Review.
Im neusten Teil der Autobahn Raser- Serie haben es sich Davilex, die niederländischen Entwickler, zur Aufgabe gemacht den Umfang der Vorgänger deutlich zu erhöhen, um den Spieler längere Zeit an das Spiel zu binden. Auf den ersten Blick scheint dies Davilex auch gelungen zu sein. Autobahn Raser World Challenge bietet 30 verschiedene Rennstrecken, welche den Spieler durch 16 verschiedene Schauplätze in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA fahren lassen. Dabei wurde versucht die einzelnen Strecken durch markante Sehenswürdigkeiten so realistisch wie möglich nachzubilden. So fahrt Ihr in Berlin beispielsweise im Renntempo durch das Brandenburger Tor oder last in Las Vegas die bunt beleuchteten Casinos hinter euch. Im Gegensatz zu spielen wie Midtown Madness 3 (Xbox) habt Ihr allerdings nicht die Möglichkeit, die einzelnen Strecken nach Herzenslust in einer freien Fahrt zu erkunden. Um die Rennen auch schön Spannend zu gestalten, hat man dem Spiel 23 verschiedene Fahrzeuge spendiert. Leider wurde das Spiel nicht mit einer Lizenz aufgewertet, was zur Folge hat, dass die Autos allesamt nur den realen Vorbildern wie einem VW Beetle oder Audi TT ähneln. Eigentlich hätte es aber auch ausgereicht ein Fahrzeug in das Spiel zu integrieren, da sich alle fahrbaren Untersätze in Sachen Fahrphysik völlig gleichen.
In den Vorgängern von Autobahn Raser World Challenge konnte man mit jedem absolvierten Rennen eine ganze Stange an Geld verdienen. Je besser man fuhr, desto mehr Geld bekam man auf das virtuelle Konto gutgeschrieben und konnte somit sein Auto mit allen möglichen Tuningteilen aufrüsten. Leider hat man dieses Feature im neusten Teil der Rennserie nicht mit berücksichtigt und man kann somit auch nicht mehr seine Vehikel tunen. Die damals so spannenden Verfolgungsjagden mit der Polizei enden in einer wilden Hetzjagd ohne jegliche finanzielle Motivation.
Bei den Spielmodi hat man sich leider auch keine großen Gedanken gemacht, wie man dem Spiel den besonderen Kick geben könnte. So habt Ihr lediglich die Möglichkeit aus den alt bewährten Spielmodi Einzelrennen, Zeitfahren und Meisterschaft zu wählen. Die Meisterschaft ist dabei in mehrere Ligen aufgeteilt, wobei pro Liga stets sechs Rennen zu absolvieren sind. So hat der Spieler die Aufgabe, einen bestimmten Streckenabschnitt in einer vorgegebenen Zeit zu absolvieren oder aber gegen die CPU Rennen zu gewinnen. Wo wir auch bereits beim nächsten Manko angelangt wären.
Die CPU verhält sich auf den Strecken alles andere als intelligent, so fahren die Computergegner teilweise wie auf einer Linie die Strecke entlang, ohne Rücksicht auf Verluste, was bei einem entgegenkommenden Fahrzeug schnell in einem Unfall enden kann. Auch versuchen die Kontrahenten stets den Spieler von der Fahrbahn zu schubsen, indem einem ständig in die Seite gefahren wird, was den Spielspaß deutlich mindert und letztendlich mehr für Frust sorgt.
Neu bei Autbahn Raser World Challenge ist es, dass man ab sofort gegen einen Freund im Splitscreenmodus antreten darf. Leider sind die Rennen aus den oben beschriebenen Gründen nicht wirklich spannend und fördern mehr die Langeweile als den Spielspaß.
Aus technischer Sicht ist Autobahn Raser World Challenge alles andere als gelungen. Die Strecken wirken allesamt langweilig texturiert und detailarm und die fahrbaren Untersätze sind sehr kantig ausgefallen. Nähert man sich einigen Hindernissen, wirkt die Grafik dabei sehr verwaschen. Auch das leidige Kantenflimmern ist sehr stark bemerkbar. Auch läuft das Spiel leider nicht wirklich 100% flüssig, was einem auch den letzten Spaß an dem Spiel verdirbt. An manchen Stellen fragt man sich wirklich, ob die Entwicklungen der Spieleindustrie an manchen Entwicklern spurlos vorbeigehen. Einzig der nett gemachte Blurr-Effekt, wenn man mit einem anderen Verkehrsteilnehmer zusammenstößt ist gut umgesetzt.Wenn man der Meinung ist, dass man ein solch verkorkstes Spiel wenigstens noch als Musik CD benutzen kann, dem kann gleich gesagt sein, dass die musikalische Untermalung eher dem Spieler den letzten Nerv raubt.
Die billige Melodie, welche während der Rennen im Hintergrund abläuft wiederholt sich ständig und wird von einem Radioreporter, welcher in stupider Form versucht mit den ältesten Sprüchen das Geschehen aufzulockern. Auch die Motorengeräusche sind alles andere als gelungen, da diese eher einem Rasenmäher ähneln.
Autobahn Raser: World Challenge im Test.
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