Gesamtwertung87%/10 |
GrafikSehr gut SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Dabei hat der Spieler die Wahl zwischen vier Fraktionen, den U.S.A., China, den Mächten aus dem Nahen Osten und, sehr glaubhaft, der europäischen Union. In Form von Nachrichtensendungen wird die Propaganda der einzelnen Gegner deutlich und liefert so Hintergrundinformationen über die Geschichte. Im Großen und Ganzen interessiert die Story aber nicht wirklich, denn in Battlefield geht es darum, Gegner auszuschalten und Stützpunkte einzunehmen, mitten im Gefecht denkt man mit Sicherheit nicht mehr an den jeweiligen Führer und seine Ziele. Da man sich während der 20 Missionen auf einem simulierten Schlachtfeld befindet, kann man natürlich von überall ganz schnell mal erschossen oder zerbombt werden. Sobald dies geschehen ist oder man ganz einfach keine Lust mehr auf die gerade gespielte Klasse hat, kommt das neue Hotswap-Feature zum Einsatz.
Dieses erlaubt es dem Spieler, sich von einem Körper in einen anderen zu teleportieren und mit letzterem weiterzukämpfen. Aufgrund der fünf Klassen, Sturmsoldat, Scharfschütze, Pionier, Special Oop und Sanitäter, ist es natürlich wichtig, jeweils den Soldaten auszuwählen, dessen Klasse dem gegenwärtigen Problem am besten entgegenwirken kann. Dies beschert dem Spiel eine angenehm taktische Komponente. Insgesamt ist der Singleplayer aber äußerst Missionsbezogen. Man schlägt sich von Checkpoint zu Checkpoint, um dann letztlich das Primärziel zu erfüllen.
Dabei dürfte allen Kennern der Serie auffallen, dass das Spiel nicht mehr so stark auf Taktik setzt, wie die PC-Versionen. Das ganze Gameplay wirkt flotter, die Wege sind kürzer und überhaupt spielt sich der Titel ungewohnt flüssig und schnell von der Hand. Durch Abschluss einzelner Missionen und durch besondere Verdienste, etwa für besonders gute Zielgenauigkeit oder einen schönen Rampage, gibt es am Ende Orden. Auch kann man seinen militärischen Rang verbessern. Beginnend als Private ist es das Ziel, letztlich 5-Star-General zu werden. Im Singleplayer ist es gar möglich, Lebensenergie und Waffenstärke zu verbessern. Insgesamt ersetzt der Einzelspielermodus aber noch lange nicht solch atmosphärisch dichte Kampagnen, wie wir sie beispielsweise aus Medal of Honor: Frontline kennen dürften.
Sobald eine Fraktion die Überhand gewinnt und mehr als die Hälfte der einnehmbaren Punkte besetzt hat, sinkt die Zahl der Tickets des Gegners automatisch. Dass man nur mit bis zu 23 anderen menschlichen Spielern zocken kann, mutet zunächst etwas verunsichernd an. Doch da die Maps nicht so gigantisch sind, wie in den PC-Versionen, dabei aber dennoch genügend Platz für Luft- und Seekriege bieten, bleibt das Ganze übersichtlich und bietet vor allem einen schnellen Einstieg und ein gezieltes Kennenlernen der Locations. Und nur wer seine Umgebung kennt, kann überleben.
Die Waffen- und Vehikelvielfalt sticht vor allem ins Auge. Noch nie bot ein Spiel auf einer Konsole so viele verschiedene Möglichkeiten, einen anderen Spieler zu überraschen und zu töten. Da erwischt einen mal ein Artillerieschlag, mal eine Bombe und mal eine Kugel eines Scharfschützen, den man nicht mal im Entferntesten bemerkt hatte. Leider stellt sich das Zielen zumindest anfangs als recht gewöhnungsbedürftig heraus. Da Battlefield: Modern Combat aber der erste Titel der Serie auf dieser Plattform ist, sollte man solch kleine Kinderkrankheiten nicht so übel nehmen.
Mit Zunahme der Spieldauer wird auch das Zielvermögen des Spielers deutlich besser. Sobald man die relativ simple Steuerung der Flugzeuge erlernt hat, kann man auch in der Luft für Tumult sorgen. Dabei sollte man aber immer darauf achten, dass Vehikel von mehreren Teammitgliedern besetzt werden können. So ist beispielsweise während eines Fluges einer für das Steuern und Bombenabwerfen zuständig, ein anderer feuert aus dem Flugzeug auf Gegner am Boden und wieder ein anderer wartet nur darauf im feindlichen Gebiet abzuspringen und mit dem Fallschirm zu landen.
Dadurch fühlt man sich nicht selten für seine Teammates verantwortlich und spielt so automatisch taktischer und vorsichtiger, was dem Gameplay nur gut tut. Nach jeder Runde werden die Besten mit Orden prämiert.
Battlefield: Modern Combat (10 Bilder)
Im übrigen erhält man für Abschüsse und andere Leistungen, wie Einnehmen von Stützpunkten oder Erringen der gegnerischen Flagge Punkte, durch die man dann Ränge aufsteigen, aber auch seine Platzierung in der weltweiten Rangliste verbessern kann. Alles in allem, also ein Gameplay, das ausgefeilter und fesselnder nicht sein könnte.
Musikalisch und soundtechnisch gehört der Titel beinahe schon traditionsgemäß zum besten, was das Actiongenre zu bieten hat. Die Sounds der Waffen klingen spektakulär und die musikalische Untermalung perfektioniert die geniale Atmosphäre, die vor allem im Multiplayermodus aufkommt, wenn neben einem Bomben einschlagen und ein Kugelgewitter auf die Teamkameraden niederprasselt.