Beat Down: Fists of Vengeance

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Capcom
Entwickler
Cavia
Erscheinungsdatum
-
Genre
Action
USK
18
Beat Down: Fists of Vengeance [PS2 , Justgamers]

Gesamtwertung

53%/10

Grafik

Mangelhaft

Sound

Mangelhaft

Lanzeitspaß

Ausreichend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Befriedigend

Beat Down: Fists of Vengeance

Keine Macht den Drogen

Wer in seiner Freizeit an Drogendeals beteiligt ist, darf sich über Spätfolgen oder fehlgeschlagene Übergaben nicht wundern. Ein kleiner Trupp fieser Gangster, drei Männlein und zwei Weiblein, macht sich auf den Weg zu einer dreckigen Lagerhalle, wo ein lohnendes Geschäft des Kartells über die Bühne laufen soll. Dort angekommen, finden sich nur noch Leichen – vom Stoff und vom Geld keine Spur. Zu allem Übel hetzt euch nach diesem Desaster auch noch Gangsterboss Zanetti seine Jungs auf den Hals. Für das Quintett bleibt da nur die Flucht.

Schon vor dem mittelmäßig spannenden Intro in Spielgrafik muss man sich für einen der fünf Kämpfer entscheiden. Einige sind schneller, machen dafür weniger Schaden, einige langsamer, machen dafür viel Schaden – irgendwie bekannt. Nach dem Minitutorial zur Kampfsteuerung mit Faustschlägen, Tritten, Kombinationen aus beidem, Würfen, Blocks und dem Kampf mit Waffen verschlägt es das hintergangene Bürschlein/Fräulein zum „Das Hole“ im Süden von Las Sombras, das als Ausgangspunkt der Missionen dient.

Leute ausquetschen, zwiespältige Gestalten treffen, eine Drogenfabrik in die Luft jagen: Bei all diesen ehrenvollen Aufträgen sind Zanettis Leuten und die Polizei nicht weit. Eine Prozentzahl in der oberen linken Ecke zeigt an, wie bekannt man bei beiden Parteien ist. Steigt sie auf 100, beginnt sofort ein Kampf, solltet ihr in das Blickfeld eines entsprechenden Kumpanen geraten.

Um das zu verhindern, muss man den Charakter neu einkleiden, was vom Geld bezahlt wird, welches von Gegnern nach ihrer Niederlage im Kampf hinterlassen wird. Jedoch hält das neue Aussehen nicht lange den aufmerksamen Blicken stand, weshalb der 2nd-Hand-Laden um die Ecke schnell zum besten Freund des Spielers wird. Dieses „Feature“ ist mehr als nervig und lässt keinen richtigen Spielfluss zustande kommen.

Technik zum Reinschlagen

Neben den normalen Straßenkämpfen gegen mehrere Gegner auf einmal gibt es spezielle Storyfights, bei denen es Mann gegen Mann geht. Eine Leiste unterhalb der Lebensenergie zeigt den Stolz des Kämpfers, den es zu brechen gilt – stumpfes Draufhauen reicht hier aus. Ist es geschafft, öffnet sich ein Menü, das euch den Gegner ausrauben, verhören, endgültig vermöbeln oder rekrutieren lässt. Weitere Rüpel schließen sich so der Gruppe an, die in den normalen Kämpfen von der CPU gesteuert werden oder in den Storyprügeleien für den Hauptcharakter einspringen, sollte dieser k.o. gehen. Geschlagene Leute bringen Erfahrungspunkte, die in „Kondition“, „Angriff“ und „Technik“ investiert werden. Da die Kämpfe aber mit „schlage einfach ständig zu“ am einfachsten zu meistern sind, wirkt das Punktesystem mehr aufgesetzt, als es brauchbar ist.

Beat Down: Fists of Vengeance (11 Bilder)

Grafisch und akustisch ist Beat Down eine mittlere Katastrophe. Charaktermodelle ohne Emotionen kommen mit einer schlechten englischen Sprachausgabe daher und machen nur mit Blessuren, die sie in den Kämpfen davontragen, eine gute Figur. Da ist es fast schon Glück, dass der Großteil der Konversationen lediglich als Text über den Bildschirm flimmert. Bezeichnend für die miese deutsche Übersetzung ist der „Kontramodus“, bei dem zwei Leidensgenossen gegeneinander dem Straßenkampf frönen dürfen. Vor diesem Hintergrund ist es auch wenig verwunderlich, dass bei jedem Ortswechsel geladen wird, egal ob ihr nur eines der wenigen, matschig texturierten Gebäude betretet oder von einem zum nächsten Viertel marschiert.

Fazit

Eine frei begehbare Stadt, unterschiedliche Gruppierung, das Rekrutieren von Leuten… Klingt super, spielt sich in der Realität aber ebenso interessant wie eine Runde Mau-Mau mit dem Kegelclub der über 80-jährigen um die Ecke. Vielleicht hätten die Entwickler lieber alle männlichen Charaktere aus dem Spiel gekegelt, die Frauen in Bikinis gesteckt und in ein Schlammbad geworfen. Das Zitat „Stoßen wir jetzt die Tore zur Hölle auf“ aus dem Intro sagt im Grunde alles über Beat Down: Fists of Vengeance.

Beat Down: Fists of Vengeance [PS2 , Justgamers]

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