Champions of Norrath

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Ubi Soft
Entwickler
Snowblind Studios
Erscheinungsdatum
-
Genre
RPG
USK
12
Champions of Norrath [PS2 , Justgamers]

Gesamtwertung

86%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Sehr gut

Champions of Norrath

Helden von Norrath

„Champions of Norrath“ orientiert sich in vielerlei Belang an bekannten Spieleserien. Entstammt das Setting noch der „Everquest“ Rollenspielreihe von Sony, so erinnert die Spielmechanik sofort an Klassiker wie „Baldur’s Gate: Dark Alliance“ und das etwas neuere „Fallout: Brotherhood of Steel“. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, wurde das Spiel doch auch von den Entwicklern dieser Genre-Vorgänger programmiert. Die Snowblind Studios haben sich in Sachen Spielmechanik nicht vom Erfolgskonzept abbringen lassen und übernahmen die besten Elemente aus den Vorgänger-Titeln, welche sie mit frischen Ideen und einer Prise Taktik anreicherten. Somit legen sie mit „Champions of Norrath“ ihre bisher überzeugendste Arbeit vor, so viel kann schon einmal verraten werden.

Von Elfen und Orks

Die Hintergrundstory eures Abenteuers im Fantasy-Universum ist recht schnell erzählt. Die einst ruhige Welt von Kelethin wird durch Angriffe von Orks und Goblins erschüttert. Der König der Waldelfen bittet daher sämtliche Freiwillige um Hilfe. Nehmt ihr die undankbare Aufgabe an, euch gegen sämtliche Schergen des Bösen zu stellen und dem Land Frieden zu schenken, so winken euch Ruhm, Ehre und eine Menge Gold. Das sind doch verlockende Aussichten, zumal ihr euch euren Charakter auch noch aus einer Reihe illustrer Figuren aussuchen dürft. So könnt ihr als euren Protagonisten einen Barbarenkrieger, Waldläufer, Kleriker, Zauberer oder Schattenelf wählen, die selbstverständlich allesamt verschiedene Stärken und Schwächen haben. Weiterhin ist es euch auch erstmals vergönnt über das Geschlecht zu entscheiden, denn alle Figuren stehen auch als weibliche Variante zur Verfügung. Habt ihr euren Charakter gewählt, passt ihr ihn noch äußerlich an euren Geschmack an. Neben Hautfarbe und Frisur solltet ihr allerdings auch auf die inneren Werte achten und die bereitgestellten Attributspunkte nach eurem Gutdünken verteilen. Sodann geht es auch schon in die Schlacht, die nur ab und an von Story-Fetzen unterbrochen wird. So bekommt ihr im Laufe des Spiels immer wieder neue Aufträge, denen ihr nachgehen dürft. Im Mittelpunkt stehen allerdings immer noch das Monstermetzeln und das Sammeln von wertvollen Gegenständen.

Ist die Story gerade zu Beginn des Spiels eher dünn und vernachlässigbar, sieht es da in spielerischer Hinsicht schon wesentlich innovativer aus, auch wenn die grundlegende Spielmechanik Freunden der „Baldur’s Gate“-Reihe äußerst bekannt vorkommen wird. Nichtsdestotrotz werden aber auch diese Veteranen Gefallen an den Neuerungen finden, die im vorliegenden Titel implementiert wurden. So wird vom Spieler im Kampf gegen die Helfer des Bösen eine gehörige Portion Taktik gefordert. Stürmt ihr mit vorgehaltenem Schwert munter auf eine Horde Gegner los, so wird euch einer der fiesen Goblins seine Axt in den Rücken hauen, was den schnellen Bildschirmtod nach sich zieht. Die Fieslinge waren anscheinend im Trainingslager, denn ihre Intelligenz ist sprunghaft gestiegen. Je nach Gegner variieren dabei Angriffsmuster und Stärke, sodass ihr des Öfteren defensiv agieren müsst. Auch in der Offensive solltet ihr euch die Gegner zunächst ein wenig zurechtlegen. So könnt ihr einige von ihren Gruppen weglocken und in einer ruhigen Ecke erledigen, ohne dass euch die komplette Bande auf die Pelle rückt. Sorgsam solltet ihr auch bei der Wahl euerer Waffen sein.

Nicht nur müsst ihr darauf achten, stets das durchschlagkräftigste Hackebeil oder Schwert in den Händen zu halten, ihr könnt auch dafür sorgen, die Attribute eurer Lieblingswaffe mittels Zauber zu verbessern. So rüstet ihr euren Bogen oder Morgenstern mit Feuerzauber auf, der den Gegnern mehr Schaden zufügt. In gleicher Art und Weise lässt sich auch eure restliche Ausrüstung aufmotzen. Kopfschutz, Panzerung und Stiefel stehen allein zwischen eurem leiblichen Wohl und der rostigen Klinge eurer Widersacher, kümmert euch also stets darum, nur die besten Tücher um euren Körper zu spannen. Gut gerüstet wagt ihr euch dann auch in die Katakomben der Feinde, an deren Ende oftmals ein Obermotz auf seine Tracht Prügel wartet. Im Laufe des Abenteuers steigert ihr so eure Fähigkeiten und Attribute. Erst ab einem vorgegeben Charakter-Level ist es euch möglich, auch stärkere Zauber anzuwenden. So vermögt ihr in späteren Stufen toten Gegnern Energie abzusaugen sowie todbringende Angriffszauber einzusetzen. Lauft ihr einem Händler über den Weg, so nutzt die Möglichkeit, dort eure erbeuteten und für euch nutzlosen Waffen und weiteren Gegenstände gegen bare Münze zu tauschen und deckt euch dafür mit Mana- und Heiltränken ein, die euch im Kampf frische Lebens- und Magieenergie schenken. Beim Händler erhaltet ihr auch die wichtigen Portal-Rollen, die es euch erlauben, mittels Teleportation schnell vom einen an den anderen Ort zu begeben.

„Champions of Norrath“ kommt sehr stimmig daher, die Atmosphäre und das Spielprinzip erinnern sogar an das erste „Legay of Kain“-Spiel namens „Blood Omen“. Hier wie dort sind die Kämpfe fesselnd, das Aufleveln fester Bestandteil des Spiels und die Gegnertypen vielfältig. Ein Teil der Dungeons wird übrigens mit Hilfe eines Zufallsgenerators erzeugt, was Motivation für mehrmaliges Durchspielen bringen soll. Allzu frappierend fallen die Unterschiede dann aber doch nicht aus. Gehört ihr übrigens zu den zart-besaiteten Naturen, habt ihr auch die Möglichkeit das Blut abzustellen, dazu findet ihr die entsprechende Option im Menü.

Löblicherweise schicken euch die Entwickler von Snowblind nicht komplett allein in den Kampf. Neben den unterstützenden Figuren, die ihr im spiel trefft und die euch helfen, die Gegner zu vermöbeln, könnt ihr auch bis zu drei menschliche Mitspieler um Hilfe in der Schlacht bitten. Mittels Multitap steigen diese ins Spiel mit ein und mischen bei der Monster-Hatz mit. Glücklicherweise kommt die Anpassungsfähigkeit der Figuren hier dem Spiel zugute, denn so kann sich jeder seinen Charakter anpassen, auch wenn Orientierungsprobleme und mangelnde Übersichtlichkeit damit immer noch existent sind. Habt ihr keinen freudigen Mitstreiter zur Hand, könnt ihr alternativ auch auf weit entfernte Freunde zurückgreifen. Vorraussetzung ist allerdings der BBA mitsamt Internet-Zugang. So könnt ihr euch dank der Netzwerk-Option auf einem der Server treffen und online gegen das Böse ins Feld ziehen. Leider gibt es keine Lobby, ihr könnt nur direkt ein Spiel joinen oder dieses selbst hosten. Immerhin könnt ihr euer USB-Headset verwenden, um euch mit euren Mitstreitern zu verständigen.

Geschnetzeltes!

Die Texturen und Animationen des Spiels sind absolut überzeugend, euer Auge wird weiterhin mit netten Grafik- und Lichteffekten erfreut. Die Wüsten- und Eiswelten seien hier besonders hervorgehoben. Durch eine eingesetzte Streamingtechnologie kommt es nur selten zu Rucklern in großen Räumen oder Gegnerhorden. Zwar zeigt sich der Titel in Sachen Grafik von seiner besten Seite, allerdings lässt er zwei wesentliche Elemente vermissen, die aufgrund der steigenden Verbreitung moderner TV-Geräte ihre Daseinsberechtigung haben: einen 60Hz- sowie den 16:9 Modus. Immerhin könnt ihr zwischen mehreren Sprachen wählen, von denen Deutsch allerdings nicht die beste Option darstellt. Die meisten der Charaktere klingen eher wie die Putzhilfe, die mal eben schnell wenig überzeugend einen Satz in der Sprecherkabine des Tonstudios sagen durfte. Viel besser ist es in der englischen Version leider auch nicht.

Auch die Musik-Untermalung kann hingegen wieder versöhnen, auch wenn die akustische Unterstützung durch Musik recht selten, dann aber prägnant ist. Wenigstens sind die Soundeffekte gut, das Scheppern des Schwerts gegen eine Eisenrüstung kommt schon recht authentisch herüber. In Sachen Steuerung gibt es wenig zu mäkeln, weiß man einmal welche Taste für welche Aktion zuständig ist, gibt es kaum Probleme.

Fazit

„Champions of Norrath“ kann spielerisch auf ganzer Linie überzeuge, und lässt alle Genre-Konkurrenten hinter sich. Die Grafik ist dank schöner Texturen und Animationen gelungen und lässt sich dank stufenweise zoombarer Kamera auch in ihrer ganzen Pracht genießen. Die Animationen überzeugen, Charaktere und Gegner-Typen sind vielfältig, und die Action wird nicht durch massive Slow-Downs gedämpft. Zwar ist der Titel storytechnisch unausgereift, das Ambiente in dem Fantasy-Setting wirkt allerdings überzeugend und vermittelt tatsächlich die angepeilte Atmosphäre einer fremdartigen Welt. Technisch gesehen ist der Titel nur in Sachen Grafik top. Die zweischichtige DVD-9, die hier zum Einsatz kommt, überfordert jedoch teilweise das Laufwerk der PS2, wenn der Laser beim Streamen lange Wege abfährt. So passiert es, dass die Musik ab und an stockt. Die Sounduntermalung ist leider vernachlässigbar und auch Defizite bei aktuellen technischen Maßstäben wie 60Hz Modus und 16:9 Unterstützung lassen den Titel alt aussehen. Punkten kann „Champions of Norrath“ dagegen mit dem Multiplay-Modus, der sowohl on- als auch offline absolut überzeugt und an selige „Gauntlet“-Zeiten erinnert. Spielerisch gesehen kommt die gesteigerte Relevanz von Taktik dem Titel zu Gute. Blocken ist ebenso wichtig wie gutes Timing beim Zuschlagen. Trotz seiner Defizite macht das Hacken und Aufleveln ungeheuren Spaß, deshalb gilt unsere Kaufempfehlung auch für Neulinge des Genres.

Champions of Norrath [PS2 , Justgamers]

Ist der Artikel hilfreich? Dann bookmarken Sie ihn bei:

Hilfe?

 

 

Yahoo! Highlights:

Filmblog
Spiele Highlights
Video Suche
DFB Pokal
Autonews
Reiseplaner
Mehr...

 

Aktuelle Videospiele News:

Lego Batman
WII: Erste Infos zu Star Wars: The Clone...
GTA 4
Sacred 2: Fallen Angel
PC: Die Siedler AdK: LAN-Party in Berlin
Sudden Strike 3: Arms for Victory
RACE
X360: Too Human: Zehn Stunden lang
PC: Diablo 3: Bunt und düster zugleich
Spiele auf der E3
PS2: Jaffe unzufrieden mit Marvel-Spiele...
PS3: White Knight Story noch vor April 2...
You don't know Jack
Altersfreigaben
US-Verkaufscharts

Weitere Spiele Reviews:

WII: Mario Kart Wii
X360: Grand Theft Auto IV
Final Fantasy XII: Revenant Wings [DS , ...
Need for Speed: Pro Street [PSP , looki....
WII: Operation Wolf, Mega Turrican, C64
Ben 10 - Protector of Earth [DS , looki....
WII: Fire Emblem: Radiant Dawn
PSP: Everybody's Golf 2
PS3: Condemned 2: Bloodshot
Sega Superstar Tennis [DS , looki.de]
Fate of Hellas [PC , looki.de]
Frontlines: Fuel of War [X360 , looki.de...
Hard Rock Casino [PS2 , looki.de]
Lost - Das Spiel [PS3 , looki.de]
PC: Lost Planet Colonies Edition

Vorschau auf neue Spiele:

PC: Prague & Play
WII: Wii Fitness
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots...
X360: Top Spin 3
Tony Tough 2 - Der Klugscheißer ke...
X360: Grand Theft Auto IV
Frontline: Fields of Thunder [PC , Justg...
Project Origin [PC , looki.de]
Shooters [Wii , Justgamers]
Legend: Hand of God [PC , looki.de]
PS3: LittleBigPlanet
PC: Codename: Panzers - Cold War
Canis Canem Edit [PS2 , Justgamers]
Parabellum [PC , Justgamers]
Unreal Tournament 3 [X360 , looki.de]

 

 

 

 

 

Copyright © 2007 Next Idea GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Copyright © 2007 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten.