CT Special Forces 3 - Bioterror
Knapp 2 Jahre nach dem Release des ersten Metal Slug-Klons CT Special Forces geht das klassische Jumpn Shoot in die dritte Runde. Der aktuelle Einsatz führt die Elitekämpfer in einen Kampf gegen eine biologische Bedrohung. Welche Verbesserungen dabei die aktuelle Version gegenüber der Vorgänger mit sich bringt, klärt unser erstes PSone-Review seit knapp zwei Jahren.
Umfangreicher Auftrag
Wie Kenner der 2D-Plattform Serie wissen, hat sich CT Special Forces mit jeder neuen Ausgabe in punkto Gameplay gesteigert. Bestes Beispiel hierfür ist die Missionsvielfalt: habt ihr im Original noch in lediglich 12 Levels auf Terroristen Jagd gemacht, so warten in CT Special Forces 3 ganze sechs Stationen mit mehr als 20 Spielabschnitten auf Fans. Um dem anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad nicht ständig Tribut zu zollen, stehen euch wieder vier verschiedene kampferprobte Experten zur Auswahl. Die Protagonisten verfügen allesamt über spezielle Fähigkeiten, die während des Spiels nacheinander eingesetzt werden. So schlüpft ihr zum Beispiel in die Rolle eines Kampfhubschrauber-Piloten, an anderer Stelle übernehmt ihr die Kontrolle über einen in Rambomanier agierenden Elitesoldaten.
Biologische Bedrohung
Als Hintergrundgeschichte hat sich Entwickler LSP einen passenden Plot ausgedacht: Die Welt ist in Gefahr und die Geheimdienste machen Terrororganisationen dafür verantwortlich. Die Terroristen haben in ihren Geheimlaboren ein neues Molekül entwickelt, welches die menschliche DNS modifiziert. Indem sie die Gene für den Aggressionslevel verstärken, können schwer besiegbare Söldner hergestellt werden. Die Regierungen haben daraufhin beschlossen zurückzuschlagen und für den Kampf die CT Special Forces zu beauftragen. Diese Eliteeinheit ist darauf trainiert, Missionen in außergewöhnlichen Situationen zu absolvieren. Die Palette der Aufträge reicht dabei von taktischen Ballermissionen in typischem 2D-Setting über gewohnte Shootem Up-Einsätze im Helikopter bis hin zu den komplett neuen Unterwasser-Levels.
Schleichen, Rollen, Springen...
...und vor allem Ballern. So beschreibt sich das Gameplay von CT Special Forces 3 kurz und prägnant. Allerdings gestaltet sich der Spielverlauf nicht ganz so simpel. Je nach Spielumgebung sind verschiedene Missionsziele gefordert: im Cockpit des Kampfhubschraubers gilt es nicht nur Angreifer zu erledigen, sondern auch mal Geiseln von Hausdächern vor dem sicheren Tod zu retten. In einen Neoprenanzug gekleidet nimmt man mit einer Harpune die Feinde unter Wasser ins Visier. Auf einem Hügel lauernd sorgt der Scharfschützenmodus für gezieltes Ausschalten der Gegner. Stellenweise wird man per Fallschirmsprung in ein Einsatzgebiet geschickt, wobei nur korrektes Timing eine sichere Landung verspricht und eure ansonsten schnell verbrauchten Credits schont. Die meiste Zeit über seid ihr allerdings zu Fuß unterwegs, nennt dafür aber auch recht bald ein umfangreiches Waffenarsenal euer Eigen. Zur Bewaffnung zählen u.a. Pistole, Schrotflinte oder ein Flammenwerfer. In brenzligen Situationen helfen euch Granaten weiter, im Nahkampf zückt euer Charakter gerne auch mal ein Messer. Ebenfalls interessant: an bestimmten recht schwierigen Punkten im Spiel kann euch ein nutzbarer Panzer die Haut bzw. eure hart umkämpften Leben retten.
Technik vom alten Schlag
Mit der damaligen Leistungsfähigkeit der PlayStation bzw. den Vorgängern verglichen, macht CT Special Forces 3 eine solide Figur. Die Steuerung ist mit einer Handvoll Tastenbefehlen schnell verinnerlicht und orientiert sich am Serienstandard. Die optische Präsentation zeigt sich mit teilweise recht bunter Levelarchitektur etwas zu verspielt, läuft aber recht flüssig über den Bildschirm. Besonders Explosionen wurden schön in Szene gesetzt. Die Soundkulisse passt zwar zum Geschehen, darf aber durch Einfallslosigkeit und wenig Abwechslung spätestens ab der Hälfte des Spiels als nervig abgehakt werden. Auf Unverständnis stößt das Fehlen eines Mehrspieler-Supports. War es in den Vorgängern noch möglich zu zweit zu spielen, müssen sich Fans jetzt lediglich mit dem Missionsmodus für einen Spieler abfinden.
Fazit
CT Special Forces 3 ist ein spaßiger Zeitvertreib, kommt aber über den Pausenfüller-Status nicht hinaus. Sicher gefällt das simple Spielprinzip noch heute, mehr als richtige Fans wird das Spiel dennoch nicht erreichen. Zudem macht der zu hoch angesetzte Schwierigkeitsgrad dem Titel einen Strich durch die Rechnung und spricht somit wirklich nur Kenner der ersten beiden Teile an. Wer trotzdem an klassischer 2D-Action interessiert ist, macht mit CT Special Forces 3 zum Preis von rund 15,- Euro nicht viel falsch.
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