Dancing Stage Fusion

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Konami
Entwickler
Konami
Erscheinungsdatum
-
Genre
Simulation
USK
0
Dancing Stage Fusion [PS2 , looki.de]

Gesamtwertung

81%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Sehr gut

Dancing Stage Fusion

Es ist wieder an der Zeit, die Stereoanlage aufzudrehen, die Aerobic-Klamotten anzulegen und das Tanzbein zu schwingen. Konami beschenkt flotte Akrobaten mit einer neuen Sammlung an tanzmattenkompatiblen Songs. „Dancing Stage Fusion“ wartet mit einer Vielzahl an Songs auf und bietet überdies auch die brandneue EyeToy-Unterstützung. Das Motto lautet also: „Antanzen zum Abtanzen“. Die Moves für die Grooves gibt es natürlich in unserem Test...

Get up and dance!

Tanzmattenspiele machen Spaß und verhelfen auch den faulsten Couchpotatoes zu ein wenig mehr Fitness. Wie bei den Vorgängern, gilt es auch hier zum laufenden Song, im richtigen Moment und mit einem gewissen Gefühl für Rhythmik, auf die entsprechenden Pfeile auf der Tanzmatte zu treten. Die Symbole, die euch sagen wann welcher Fuß wohin muss, scrollen dabei auf dem Fernseher von unten nach oben durch.

Um Punkte zu sammeln, müsst ihr euch also Mühe geben, den aufeinanderfolgenden Symbolen auch richtig zu folgen. Schwierig wird es, wenn die speziellen Tanzmanöver dazu kommen. So müsst ihr dann mal auf dem Pfeil stehen bleiben oder zwei Pfeile gleichzeitig aktivieren. Wie so oft bei dieser Art von Spielen, macht auch hier erst die Übung den Meister. Dann fliegen die Beine durch die Gegend, der Schweiß steht euch auf der Stirn und die Pfunde purzeln. Gut, dass die Jungs von Konami auch einige hochwertige Popsongs implementierten, die den Spaß am Spiel deutlich heben.

So dürft ihr zum funky Junior Senior Song “Move your Feet“, Jamelias „Superstar“ oder Kylies „Come into my World“ absteppen, für Freunde der Rap Musik ist Sugar Hill Gangs Klassiker “Rapper’s Delight” enthalten, Haarsprayrocker halten sich an “I Believe in a Thing Called Love” von The Darkness. Die Palette an Songs ist also recht breit ausgefallen, zusätzlich zu den bekannten Lizenzsongs sind noch sehr viele unbekannte Stücke enthalten, sodass stundenlangem Abtanzen nichts im Wege steht. Besonders fitte Spieler lassen sich dabei gleich die verbrauchten Kalorien anzeigen, so wird das Wohnzimmer zum Fitnessraum.

Pump up the Jam, Pump it up a Little More!

Konami hatte einen richtig guten Einfall, der sich nahtlos ins Spielgeschehen einpasst: Warum nicht die bekannte Fußakrobatik mit dem überaus erfolgreichen Konzept von Sonys EyeToy paaren?

So wurden neben der Möglichkeit sich selbst während des Tanzens zu beobachten, auch diverse spaßige Minispielchen integriert, die für weitere Abwechslung sorgen.

Am interessantesten ist dabei sicherlich der „Hands & Feet“ Modus, bei welchem das Tanzen mit den Handbewegungen für die EyeToy-Kamera kombiniert wird. Habt ihr die Turnhose angezogen und euch einen passenden Song ausgesucht, geht es auch gleich los. Eure Aufgabe ist es nicht nur einen vernünftigen Tanz hinzulegen, sondern nebenbei auch noch die Arme in die Performance einzubinden. Im richtigen Moment wischt ihr dazu über die EyeToy Symbole. EyeToy: Groove lässt grüßen.

Was zunächst eine Menge Disziplin und Ausdauer verlangt, wird nach ein wenig Eingewöhnungszeit zum Spielspaßgaranten. So vorbereitet könnt ihr euch gleich bei den „Popstars“ bewerben, viel besser sind die akrobatischen Performances dort auch nicht choreographiert.

Weitere Minispiele setzen zumeist auf eine Kombination von EyeToy und Tanzmatte und machen durchaus Laune, ihr habt aber auch die Möglichkeit diverse Mini Games ohne Kamera nur mit der Matte zu spielen. So simuliert ihr das Laufen eines Hürdenläufers auf der Matte, vergesst aber nicht auch im richtigen Moment über die Hindernisse zu springen.

Fazit

Das Tanzmattengenre hat seit der „Fitness-Matte“ für das NES eine erstaunlich Entwicklung durchgemacht, jedoch blieben innovative Konzepte in den vergangenen Jahren eine Seltenheit. „Dancing Stage Fusion“ bringt endlich mal wieder frische Ideen in das leicht angestaubte Tanzgenre. Die Einbindung der EyeToy Kamera war sicherlich die zündende Idee, welche die erfolgreiche „Dancing Stage“ Serie gebraucht hat, und die das Spiel auch von der Tanzkonkurrenz auf anderen Systemen abhebt. Die Minigames und die Implementierung in das originale Gameplay sind super ausgefallen. Von den diversen Minispielchen machen zwangsläufig nicht alle Spaß und einige orientieren sich an existierenden EyeToy Spielideen, aber es sind einige spaßbringende Einfälle in das Spiel eingebracht worden, die auch Tanzmuffel vor den Fernseher locken. Zwar ist die Anzahl der Lizenzsongs wie immer ein wenig knapp ausgefallen, aber wer eine leicht japanophile Ader hat, wird sicherlich auch mit den hauseigenen Konami-Stücken genug Spaß haben, zumal der günstige Preis eigentlich verlockend genug sein sollte. Über Grafik und Sound braucht man sich bei einem solchen Titel eh nicht großartig unterhalten, die Musik aus den Lautsprechern ist qualitativ natürlich gut, die Grafik entsprechend einfach, aber zweckmäßig. Wer bis jetzt noch kein EyeToy hat, aber Tanzfreak ist, sollte sich das nützliche Zubehör vielleicht doch einmal zulegen. „Fusion“ ist auf jeden Fall ein guter Grund dafür.

Dancing Stage Fusion [PS2 , looki.de]

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