Gesamtwertung86%/10 |
GrafikSehr gut SoundBefriedigend |
LanzeitspaßSehr gut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Dass Dark Chronicle nicht nur ein billiger Abklatsch des Vorgängers ist, kann man bereits an den Screenshots erkennen. Aber auch spielerisch hat sich einiges seit dem ersten Teil getan. Das Spiel ist nämlich erwachsen geworden und zu einem waschechten RPG herangewachsen. Alleine die Möglichkeiten, die Waffen zu verbessern sind so immens hoch, dass man schnell den Überblick verlieren kann. Es erfordert daher schon etwas Geduld, wenn man alle in Dark Chronicle befindlichen Upgrades zu Gesicht bekommen möchte. Aber was wäre ein anständiges Rollenspiel ohne eine spannende Hintergrundgeschichte? Richtig, verdammt langweilig!
Die Story von Dark Chronicle ist schnell erzählt. Alles beginnt in einer stürmischen Nacht. Der junge Maximilian hat von seinem Vater eine Halskette mit einem alten Amulett geschenkt bekommen. Als er zur späteren Stunde den Flotsam Zirkus besuchen will, bekommt er vor der Eingangshalle seine Eintrittskarte von einem kleinen rothaarigen Jungen aus der Hand gerissen. Max verfolgt den kleinen Racker und kann diesen am Rathaus stellen. Als er ihn schließlich zur Rede stellt und ihn fragt, warum er denn seine Karte stehlen wollte, antwortet dieser, dass er sich nichts sehnlicher wünscht, wie den Zirkus zu sehen.
Max hat Mitleid mit dem kleinen Burschen und schenkt ihm seine eben wieder erhaltene Eintrittskarte. Der Kleine kann sein Glück kaum fassen und freut sich riesig über dieses großzügige Geschenk. Doch plötzlich verschwindet der Junge auf mysteriöse Weise und hinterlässt die Eintrittskarte. Etwas verwundert nimmt Max die Karte wieder an sich und betritt den Zirkus.
Was sich zunächst als Abend voller Wunder erweisen sollte, entpuppt sich jedoch schnell zum nächtlichen Alptraum. Maximilian kann von einer Empore aus heimlich beobachten, wie der Bürgermeister vom Zirkusdirektor Flotsam erpresst und gedemütigt wird. Er befiehlt dem Bürgermeister einen alten Stein wieder zu finden, den er unbedingt in seinen Besitz bringen will. Während der Auseinandersetzung bemerkt der Direktor, dass sie belauscht werden und er erkennt auch sofort, dass Max den gesuchten Stein um den Hals trägt. Sofort hetzt er seine Clowns auf ihn, die ihm den wertvollen Stein besorgen sollen. Max ergreift die Flucht und kann sich durch Hilfe eines Freundes in die Kanalisation retten. Dort angekommen, entschließt er sich die seltsamen Vorkommnisse zu untersuchen und sich über den Untergrund aus der Stadt zu schleichen.
Mehr möchten wir an dieser Stelle nicht über die Hintergrundgeschichte verraten, denn Ihr möchtet ja bestimmt auch selbst etwas herausfinden. Eins können wir auf alle Fälle vorab schon sagen: Dark Chronicle fesselt euch ab der ersten Spielminute an den heimischen Bildschirm. Was Ihr in der ersten halben Spielstunde präsentiert bekommt, gleicht beinahe einem Zeichentrickfilm. Das Spiel zeigt sich in einem hervorragenden Cel-Shading-Gewand, so dass fast alles wie aus einem Guss wirkt. Echtes Zeichentrick-Feeling eben!
In Dark Chronicle werdet Ihr die verschiedensten Schauplätze vorfinden, die euch jeweils vor andere Herausforderungen stellen werden. In Maximilians Heimatstadt Palm Brinks könnt Ihr euch zunächst mit der Steuerung vertraut machen und werdet auch in ein kleines Tutorial eingeführt. Hier lernt Ihr unter anderem das Kämpfen, sowie das Kombinieren verschiedener Gegenstände. Aber auch auf Maximilians Talent, unterschiedliche Dinge zu erfinden, wird hier eingegangen. Im Spiel selbst habt Ihr nämlich die Möglichkeit, an jedem Ort mit einer Kamera Bilder von einzelnen Objekten und Gegenständen zu machen. Diese könnten sich anschließend eventuell dazu eignen, daraus etwas zu erfinden bzw. zu basteln. Seht euch nur genau um, fast überall findet Ihr nützliche Hinweise für mögliche Erfindungen. Wenn sich dann noch die benötigten Bauteile in eurem Inventar befinden, könnt Ihr aus euren Ideen handfeste Gegenstände entwerfen, die euch ab diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehen.
Die Kämpfe, die Ihr auf eurem Weg bestreiten müsst, werden wie schon beim Vorgänger in Echtzeit ausgetragen. Die zufallsgenerierten Dungeons sind diesmal detaillierter und auch komplexer ausgefallen. Aber auch die Anzahl der gegnerischen Monsterklassen ist deutlich angestiegen. Ihr werdet beispielsweise gegen Flotsams Clowns, Kanalratten, riesige Frösche, Hundestatuen und sogar Steingolems kämpfen. Ein ausgeklügeltes Kampfsystem steht euch hierzu zur Verfügung. So könnt Ihr unter anderem mächtige Kombo-Angriffe ausführen oder heftige Sturm- bzw. Wurfattacken ausführen. Ihr müsst aber nicht alleine in den Kampf ziehen, sondern habt ab einem gewissen Punkt im Spiel die Möglichkeit auf Monica, eine Kriegerin aus der Zukunft, zurückzugreifen. Diese ist mit einem geheimnisvollen Schwert bewaffnet und verfügt trotz ihrer jungen Jahre über erstaunliche Zauberkräfte.
Wenn Ihr einen Kampf bestreitet, wechselt die Steuerung automatisch in den Kampfmodus. Hier sind natürlich diverse Tasten anders belegt wie in der Standardsteuerung. Beispielsweise führt Ihr mit der X-Taste hier einen Angriff mit der rechten Waffe aus. Haltet Ihr die L1-Taste gedrückt und betätigt dann den X-Button, führt euer Protagonist einen Schussangriff aus, vorausgesetzt Ihr seid im Besitz einer solchen Waffe. Es dauert zwar einige Minuten, bis Ihr euch an alle Eingabebefehle gewöhnt habt, aber seid versichert, diese werden im Handbuch und selbstverständlich auch im Spiel genauer erläutert.
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