Demon Stone

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Atari
Entwickler
Stormfront Studios
Erscheinungsdatum
-
Genre
Action
USK
16
Demon Stone [PS2 , Justgamers]

Gesamtwertung

83%/10

Grafik

Gut

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Gut

Spieleinstieg

Sehr gut

Bedienung

Sehr gut

Demon Stone

Ein Spiel für zirka 30 Euro mit einem eher unbekannten Namen - kann das etwas Brauchbares sein? Ja, auf jeden Fall, denn Ataris Demon Stone ist ein pures Hack´n´Slay und orientiert sich dabei stark an Herr der Ringe: Die zwei Türme. Was das Spiel sonst noch so zu bieten hat, könnt ihr in unserem Test lesen.

Chaos pur in Fearun

In den 'Vergessenen Reichen' ist schon wieder die Hölle los - wortwörtlich. Der Slaad-Lord Ygorl und die Githyanki-Generalin Sereka kämpfen seit Jahren um die alleinige Macht in Fearun. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Welt im Chaos zu versinken droht. Durch einen mächtigen Zauber bannte ein Hexenmeister die Dämonen-Oberhäupter in ein Juwel, dem so genannten Blood Stone. Dieser Edelstein galt lange als verschollen, bis ihn drei Abenteurer wieder entdeckten. Bei den drei Helden handelt es sich um Rannek, ein starker Krieger mit mächtiger Rüstung und Schwert, Illius, ein Zauberer und Hüter magischer Beschwörungsformeln, und Zhai, eine Dunkelelfin und zugleich Meisterin der Schleichkünste. Den im Stein gefangenen Dämonen gelingt aber leider die Flucht, daher liegt es nun an euch, die Biester mit den drei Helden wieder einzufangen.

In den meisten Spielsituationen könnt ihr beliebig per Steuerkreuz zwischen den drei Figuren wechseln und euch so ihre Stärken zu Nutze machen. Oft ist das auch dringend nötig, denn in manchen Bereichen ist viel Teamwork gefragt. In solchen Situationen räumt der Kämpfer zum Beispiel mit eiserner Faust einige Felsbrocken aus dem Weg, um kurz danach dem Hexenmeister zu danken, der einige Feinde mit magischen Explosionen in die Luft sprengt. Komboattacken füllen euer Heldenmeter, mit dessen Hilfe ihr weitere Spezialattacken auslösen könnt. Speziell in den Kämpfen gegen die Obermotze, welche in jedem Kapitel auf euch warten, sind diese eine willkommene Hilfe. Am Ende der einzelnen Levelabschnitte belohnt euch ein Speicherpunkt samt dazugehöriger Zwischensequenz. Diese In-Game-Sequenzen erzählen die tolle Geschichte um die drei Helden weiter.

Die Präsentation ist rundum gelungen. Die Entwickler haben die Engine von Herr der Ringe: Die zwei Türme noch mal ordentlich aufgepeppt, um euch herum fliegen Drachen, Katapulte attackieren euch aus dem Hintergrund, überall lodern Flammen der Verwüstung und wenn man mal gerade nicht zehn Trollen gleichzeitig zeigen muss, wer hier der Boss ist, nutzt man einfach selbst die herumstehenden Katapulte, um weit entfernte Gegner zu beschießen. Zwar merkt man, dass die Engine von der etwas schwächeren PlayStation 2 kommt und man auf der Xbox grafisch mehr hätte rausholen können, aber auch schon so weiß das Spiel zu gefallen. Die Musik hinkt dagegen ein wenig hinter der aus Herr der Ringe nach, die Fantasyklänge und die Kampfgeräusche um einen herum sind aber trotzdem im oberen Bereich anzusiedeln.

Die intuitive Steuerung ist schnell erlernt, dank vieler Hilfen im Spiel wird einem der Einstieg sehr einfach gemacht. Wer dann mehr erfahren möchte, kann sich in der Comboliste über neue Schläge informieren. Die Figuren lassen sich sehr leicht und direkt steuern, auch das Wechseln der Figuren bereitet keine Probleme und funktioniert perfekt. Trotz vielfältiger Aktionsmöglichkeiten ist die Tastenbelegung nicht überladen. Demon Stone kann in drei Schwierigkeitsstufen gespielt werden, wodurch sowohl Einsteiger als auch Profis eine passende Herausforderung finden. Die KI der Gegner ist allerdings wie gewohnt eher mager, aber das kennt man ja von Spielen aus diesem Genre. Schade ist außerdem noch, dass alles sehr linear abläuft, man wünscht sich nach einiger Zeit doch ein wenig mehr Freiraum in den Levels.

Ebenfalls störend ist der fehlende Mehrspielermodus, denn wenn man schon mit drei Charakteren spielen kann, dann wäre das doch perfekt dazu geeignet, um einen Freund eine der Figuren übernehmen zu lassen. Leider verringert das den Wiederspielwert ungemein, so dass nur wenige nach dem ersten Durchspielen das Spiel nochmals einlegen werden.

Fazit

Demon Stone rockt. Man erkennt zwar sofort, dass alles dem Herrn der Ringe nachempfunden ist, aber das stört nicht weiter, ganz im Gegenteil: Jeder dem Herr der Ringe: Die zwei Türme gefallen hat, kann sofort in den Laden gehen, um sich Demon Stone zu besorgen. Denn auch hier gilt der alte Spruch: 'Lieber gut kopiert, als schlecht neu gemacht.' Das Spiel kann durch eine gute Story und tolle Hack and Slay Action überzeugen, lediglich der fehlende Mehrspielermodus und der Standardsound verhindern eine bessere Wertung. Fans des Genres können aber ohne Bedenken zugreifen und werden damit sicherlich einige Stunden Spaß haben.

Demon Stone [PS2 , Justgamers]

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