Gesamtwertung85%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungBefriedigend |
Wer kennt ihn nicht, den Paten? Dass es Paten gibt, ist ein guter Brauch, den das Gotteshaus gern festhält und auch weiterhin fördert. Paten gibt es bei den Sakramenten der Taufe und auch bei der Firmung. Die meisten Paten machen es sich heutzutage allerdings leider recht einfach, wenn es um die Verpflichtungen aus ihrer Patenschaft geht und speisen den Betroffenen lediglich mit ein paar Geschenken und ähnlichen banalen Dingen ab. Anders sieht es da schon bei der Corleone-Familie aus, die in EAs Der Pate, das zeitlich im Jahr 1945 angesiedelt ist, so richtig die Sau raus lassen.
Allerdings ist in Der Pate nicht nur das Aussehen bedeutend, sondern auch das Ansehen von enormer Wichtigkeit. Den nötigen Respekt bekommt ihr durch das Erledigen verschiedenster Aufträge. Egal ob ihr gerade Schutzgelder erpresst, eine rasante Verfolgungsjagd absolviert oder die Übernahme eines illegalen Spielkasinos einleitet, solch absolvierte Aufträge bescheren euch mehr Respekt und darüber hinaus sogar nützliche Skillpoints, mit denen ihr euren Charakter ähnlich wie in einem Rollenspiel verbessern könnt. Mit jeder neu erreichten Respektstufe, könnt ihr die einzelnen Attribute Kampf, Schießen, Gesundheit, Tempo und Cleverness eures Protagonisten hochstufen.
Dank der übersichtlichen Karte habt ihr folglich in der großen Mafiaspielwelt, die mit zahlreichen Passanten und Fahrzeugen sehr lebendig in Szene gesetzt wurde, keinerlei Orientierungsprobleme. Das heißt, wenn ihr nicht gerade mit den Kameraproblemen zu kämpfen habt, die von Zeit zu Zeit das Spielgeschehen begleiten. Diese kommen gerade dann zeitweise zum tragen, wenn ihr mit eurem Gangster auf Verbrechertour seid und beispielsweise feindliche Gegner aufs Korn nehmt. Während ihr euch mit dem ausgereiften Zielsystem sehr schnell und auch gut zurechtfinden werdet, hat während dessen die Kamera leichte Probleme, das Spielgeschehen ins rechte Bild zu rücken. Dank der Nachjustierfunktion ist das allerdings nicht weiter schlimm, sondern sorgt lediglich für einige unnötige Übersichtsprobleme und kassierte Trefferpunkte.
Richtig gelungen ist dabei das innovative Zielsystem, welches es ermöglicht, einzelne Trefferzonen gezielt anzuvisieren. Mit einem einzigen Schuss können so Gegner entwaffnet oder in die Knie gezwungen werden, um anschließend mit dem ebenso gelungenen Kampfsystem weiter bearbeitet zu werden. Da werden ganz ungeniert Kopfnüsse verteilt, geboxt, getreten und geworfen bis der Gegner K.O. geht. Wer ein ganz fieser und abgebrühter Geselle ist, hat zudem von Zeit zu Zeit die Möglichkeit, mittels Finishing Move dem Gesindel auf recht brutale Weise Genickbruch, Kopfschuss, etc. die Lichter auszublasen.
Der hier recht hoch angelegte Gewaltfaktor dürfte dann ganz logisch auch der Grund für die USK ab 18 Freigabe sein, der klar deutlich macht, das dieses Spiel keineswegs in Kinder- sondern ausschließlich in Erwachsenenhände gehört.
Diese kleinen grafischen Mankos werden aber durch die ansonsten filmreife Präsentation, die stimmige Spielatmosphäre, die astreine Lokalisierung mit ihrer fehlerfreien deutschen Sprachausgabe und den original Synchronsprechern, locker wieder glatt gebügelt. Ärgerlich ist da eigentlich nur die fehlende 16:9-Unterstützung, die dem Mafiaabenteuer etwas an Blockbuster- und Kinoatmosphäre nimmt. Dafür stimmt aber der Rest!
In Seafight erforschst Du die abenteuerliche Karibik auf der Suche nach versteckten Schätzen und leicher Beute. 10.000 € auf den besten Spieler! zum Spiel...
Der Pate im Test.
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