Gesamtwertung58%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßBefriedigend SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Brachiale Massenschlachten von den Resident Evil und Devil May Cry Machern. Mit diesem Satz werben Capcom und die Entwickler von Capcom Studio 4 für ihr neustes Action-Werk mit dem Titel Devil Kings.
Die Geschichte und das Spielprinzip des insgesamt betrachtet eher schlichten Schlachtspektakels ist simpel und schnell erklärt. Die Welt ist im Aufruhr und es herrscht Krieg. Eine neue Art von starken und mutigen Kämpfern gibt dem Krieg dabei ein neues Gesicht. Einige kämpfen für ihre Herren, andere für das Volk und manche sogar nur, um den eigenen Ehrgeiz zu befriedigen. Jedoch haben alle Kämpfer ein gemeinsames Ziel: Sie wollen die absolute Herrschaft!
Auf dem Schlachtfeld wird für reichlich Äktschn gesorgt!
Als einer von insgesamt zwölf abgebrühten Kriegern führt ihr in Devil Kings eure Truppen in diverse feindliche Territorien, um diese zu erobern. Um dieses Ziel zu erreichen, müsst ihr es auf jedem Kriegsschauplatz mit zahlreichen Soldatenhorden und deren Hauptmännern aufnehmen. Neben Schwertkämpfern, Bogenschützen, Bombenwerfern sowie schwerer Kavallerie tummeln sich auf dem Kampffeld letztlich sogar diverse kampfeslustige Endgegner, welche es selbstverständlich zu plätten gilt. Dazu müsst ihr zunächst einen Spielmodus, welche sich in Eroberung und Freier Kampf aufteilen wählen und euch für einen von insgesamt zwölf spielbaren Helden entscheiden. Habt ihr das erledigt, geht auch schon die Action auf dem Bildschirm los. In einem stupiden Button-Gehämmere und pausenlosem Dauergemetzel prügelt ihr euch durch das feindliche Territorium und vermöbelt gleich mehrere hundert Gegner. Obwohl zahlenmäßig überlegen, haben euch die gegnerischen Fußtruppen nicht viel entgegenzusetzen, was auf die praktisch nicht wirklich vorhandene Künstliche Intelligenz zurückzuführen ist.
Kampfesmutig und wutentbrannt rennen sie euch ohne jegliche Taktik ins offene Messer und werden gleich im Dutzend zurück auf den Texturboden geschickt. Währenddessen füllt ihr mit speziellen Kampfmanövern stetig den Wutbalken eures Protagonisten. Ist dieser prall gefüllt, können auf Knopfdruck noch fatalere Spezialattacken jeder Charakter besitzt davon insgesamt vier ausgeführt werden, welche euch den Sieg über die Schlacht noch leichter machen. Nach jedem Sieg über das feindliche Territorium werden eurem Feldherrn Erfahrungspunkte gutgeschrieben und auch neue erbeutete Rüstungen, Waffen sowie diverse Bonusgegenstände machen sich anschließend in eurem Inventar breit. Und so wiederholt sich Runde für Runde das Spielprinzip und ihr zieht erneut in die Schlacht um Gebiete zu erobern. Territorium für Territorium.
Innovation oder doch nur durchschnittliche Technik?
Das klingt nicht überaus fordernd und ist es leider auch nicht. Die Entwickler von Capcom Studio 4 haben es leider versäumt, das altbackene Spielprinzip à la Dynasty Warriors zu überarbeiten und so präsentiert sich der Titel spielerisch und auch grafisch logischerweise nicht auf Top-Niveau. Bereits nach wenigen Spielminuten wirkt das andauernde Button-Gehämmere ermüdend und auch die musikalische Untermalung nervt mit ihrem hektischen Gedudel und zwingt einen schon nach kürzester Zeit, den Lautstärkeregler nach unten zu korrigieren.
Das größte Hauptproblem des Spiels ist aber zweifelsohne die schlechte Kameraführung die ständig das Problem hat, die Action auf dem Bildschirm ins rechte Blickfeld zu rücken. Zwar kann der Kamerawinkel nachträglich manuell justiert werden, das gestaltet sich jedoch während des hektischen Kampfes als gar nicht so einfach und sorgt deshalb für verheerende Übersichtsprobleme, bei denen man es obendrein sogar schwer hat, die eigene Spielfigur im Auge zu behalten.
Auch optisch ist Devil Kings nicht das Gelbe vom Ei und kann es mit anderen heutigen Produkten wie beispielsweise Resident Evil 4 oder Devil May Cry 3: Dantes Erwachen keinesfalls aufnehmen. Da wundert es auch kaum, dass die Framerate bei so vielen zahlreichen Angreifern auf dem Spielfeld nicht ins Ruckeln kommt und stets stabil bleibt.
Einen Pluspunkt gibt es dann aber doch zu noch vermelden, denn die Videosequenzen, die sich immer wieder mit Render- und Zeichentrick-Sequenzen abwechseln, wissen zu gefallen und zeugen von Qualität. Allen voran das stimmige Intro-Video zeigt Detailverliebtheit und hat Lust auf mehr gemacht. Doch leider ist das insgesamt auf 18 verschiedene Levels ausgebaute Spiel zu kurz, bietet spielerisch dank der unpassenden KI viel zu wenig Tiefgang und hat auch unverständlicherweise keinen Zweispielermodus parat, mit dem das actiongeladene Schlachtfeuerwerk sicherlich etwas imposanter gewesen wäre.
Kurz gesagt: Unterm Strich hat der gesamte Titel nur eine mittelprächtige Technik zu bieten und kann meiner Meinung nach nicht lange an den Bildschirm fesseln, weshalb ich an dieser Stelle auch keine Kaufempfehlung aussprechen kann. Wer grafisch und auch spielerisch keine allzu großen Ansprüche stellt und sich mit der stupiden Knopfdrückerei aus Dynasty Warriors-Zeiten anfreundet, der kann jedoch bedenkenlos ein Probespiel wagen.
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Devil Kings im Test.
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