Gesamtwertung46%/10 |
GrafikMangelhaft SoundBefriedigend |
LanzeitspaßMangelhaft SpieleinstiegBefriedigend |
BedienungMangelhaft |
Verstehe einer, wer will: Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers wurde nie so recht angekündigt und das Rezensionsmuster überraschte uns eines schönen Tages mit seiner Anwesenheit. Ebenfalls komisch: Der Titel wurde nur für die PlayStation 2, den Wii und den Nintendo DS entwickelt für eine Umsetzung zu einem aktuell startenden Kinofilm recht untypisch. In der Regel werden gleich mehrere Plattformen, vor allem Next-Generation-Systeme, bedient. Ob sich Das Grabmal des Drachenkaisers wacker schlägt oder wir uns nach der Testsession am Liebsten in einen Sarg legen wollten, erfahrt Ihr in unserem Review.
Mumifiziertes Gameplay...
Der Titel donnert uns nach dem leicht ruckeligen Intro - welches aus Filmszenen besteht, die die Geschichte kurz anreißen sollen gleich zwei Unverständlichkeiten an den Kopf. Sprachen wir soeben noch von Verstehe einer, wer will, müssen wir diesen Satz nach den ersten Minuten in Das können wir absolut nicht verstehen umändern Stichwort Kameraführung. Löblich: Selbige richtet sich nach unserer Blickrichtung aus und stellt an diversen Stellen der Übersichtlichkeit wegen auf eine andere Position um. Alles andere als löblich: Man die Kamera nicht per Hand drehen dies klappt nur an Geschützen oder fest vorgesehenen Stellen.
Da wundert es uns auch nicht, dass wir wiederholt unseren jeweiligen Charakter sterben sehen mussten und das auch nicht selten an Stellen, an denen sich gar kein Gegner befand.Die Wurzel allen Übels rührt aus der Nutzlosigkeit des rechten Analogsticks während Ihr Euch bewegt denn dann ist dieser Bestandteil des Controllers gar nicht belegt. Wäre es nicht viel komfortabler gewesen, die Kamera frei rotieren zu lassen? Anscheinend nicht. Sei es drum somit klappt aber auch die Zielerfassung der scharenweise anrückenden Feinde mehr oder minder oft nur mit viel Glück.
Zielerfassung? Richtig gehört: Anstatt Euch nur durch Gegnerhorden zu kloppen, dürft Ihr Euch auch auf Waffen wie eine Dual-Pistolen, Schrotflinte, eine MP und Granaten verlasssen und natürlich auch kloppen. Im Spiel schlüpft Ihr in die Haut von Rick O'Connell, seinem mittlerweile herangewachsenen Sohn Alex, Onkel Jonathan oder der neu hinzugestoßenen Zi Juan.
Mit wem Ihr Euch mangels vernünftiger Kameraführung durch die Locations quält, bestimmt der Titel jedoch selbst einen Unterschied macht dies aber nicht, da sich alle ziemlich gleich anfühlen und auch fast identische Moves auf dem Kasten haben.
Habt Ihr Euch bis zu einem bestimmten Punkt der Handlung durchgekämpft, dürft Ihr sogar die Kontrolle über einen herbeigerufenen Yeti übernehmen Reinhold Messner lässt grüßen. Doch auch hier macht einem die Bedienung einen Strich durch die Rechnung: Da das weiße Ungetüm recht schnell zu Werke geht, schmerzt das träge und unpräzise Handling wie ein Pferdekuss in den unteren Regionen. Warum wir hier so wenig zum eigentlichen Gameplay schreiben? Weil Ihr das auch genauso gut aus Reviews anderer Spiele herauslesen könntet. Um zu verstehen, was damit gemeint ist, bedarf es lediglich zweier Namen: Tomb Raider und Prince of Persia. Von beiden klaut sich Grabmal des Drachenkaisers fröhlich die Kletter- und Hangelabschnitte, die hier exzessiv zum Einsatz kommen. Kommen dann noch rotierende Sägeblätter und Pfeile als Fallen hinzu, fühlt man sich vor allem an den persischen Prinzen zurückerinnert nur dass sich dies dort wesentlich cleverer, spannender und nicht zuletzt auch fordernder angefühlt hat.
Alternativwege oder Ähnliches gibt es übrigens nicht, stattdessen durchstreift Ihr strikt lineare Level, bei dem selbst vorsichtige Erkundungen über den Tellerrand hinaus mit unsichtbaren Grenzen oder dem Sturz ins Leere bestraft werden hierbei ist von den Außenlevels die Rede. Innen geht es hingegen designtechnisch oftmals recht gequetscht zur Sache auch allzu pompöse Architekturen müsst Ihr leider woanders suchen.
Wo wir schon beim Suchen sind: Wir haben ein abwechslungsreiches Gameplay gesucht und nicht gefunden. Ballert und prügelt Ihr Euch letzteres mit immergleich wirkenden Attacken einmal gerade nicht durch intelligenz-abstinente Feindesreihen, legt Ihr Schalter um, zieht aus einer sicheren Position Wölfe aus dem Verkehr oder erfreut Euch an einer tierisch lahmen Lorenfahrt.
Das kann mit der Zeit dazu führen, dass sich Euer Zeigefinger gen Nasenloch bewegt schade eigentlich.
Du bist Gladiator, der Held der Spiele im Kolosseum. Besiege Deine Gegner und erkämpfe Dir die Cance auf 10.000 €. zum Spiel...
Die Mumie: Grabmal des Drachenkaisers im Test.
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