Die Sims

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Electronic Arts
Entwickler
Maxis
Erscheinungsdatum
-
Genre
Simulation
USK
-
Die Sims [PS2 , Justgamers]

Gesamtwertung

85%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Befriedigend

Lanzeitspaß

Sehr gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Die Sims

Bereits vor einigen Jahren, erschien „Die Sims“ für den PC. Viele Spieler freundeten sich schnell mit dem Spiel an und warten heute noch sehnsüchtig auf einen Nachfolger. Doch leider wurden diese bislang nur mit den verschiedensten Add-Ons beglückt. Mit der Konsolen-Variante des Titels nahm man sich vor, ein komplett neues Sims zu entwickeln, ohne aber den Grundaufbau des Spiels zu verändern.

Nach dem Einlegen der CD gelangt der Spieler direkt in ein Menü, wo er sich entscheiden kann, in welcher Sprache er das Spiel spielen möchte. Hier hat er die Auswahl zwischen Englisch, Italienisch, Französisch, Deutsch und Spanisch, was sich allerdings nur auf die Bildschirmtexte bezieht. Um bei „Die Sims“ seine Fortschritte zu speichern, wird unbedingt eine Memory Card benötigt, welche mindestens 60 freie Blöcke zur Verfügung hat. Besitzer einer kleineren Karte schauen hier leider in die Röhre. Nachdem wir auch diese Hürde überwunden haben, finden wir uns auch schon im Hauptmenü des Spiels wieder. Hier kann man in den Optionen beispielsweise die Rumblefunktion ein- bzw. ausschalten, oder aber die Soundausgabe seinen Wünschen nach anpassen. Hat man auch die letzte Einstellung seinem Willen nach konfiguriert, geht es auch schon los. Nach dem Start müssen wir uns zuerst unseren eigenen Sim erstellen, indem wir ihm erst einmal einen Namen verpassen. Schließlich müssen wir unserer Spielfigur noch verschiedene Charaktereigenschaften geben. Dafür stehen 25 Charakterpunkte zur Verfügung, welche wir nun auf diverse persönliche Eigenschaften verteilen können. Ist auch das geschehen, kann letztendlich noch das Aussehen vom Körper und Kopf angepasst werden. Nachdem wir nun unseren eigenen Helden erschafft haben, kann es mit dem Spielen losgehen.

Das Spiel kann beginnen

Zu Beginn des Spieles finden wir uns in einer kleinen Villa wieder. Leider ist hier der Fernseher gerade kaputt gegangen. Wir sollten unserer Mutter helfen und den Fernseher so schnell wie möglich reparieren. Natürlich geht das nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Zuallererst müssen wir uns die Fähigkeit dazu anlernen. Daher schauen wir uns das Bücherregal ein wenig genauer an und finden hier ein Buch, indem es um unser Problem geht. Nach kurzer Zeit haben wir die ersten Erfahrungswerte im Umgang mit Elektronik gelernt und können den Fernseher ohne Probleme reparieren. Unsere nächste Aufgabe besteht darin, den Umgang mit einem Herd zu erlernen. Wir gehen also hinüber zum Bücherregal und studieren ein Kochbuch, um auch hierfür Erfahrung zu sammeln. Nun besteht die letzte Aufgabe darin, etwas Geld von der Mutter zu leihen. Somit fragen wir sie so lange, bis sie nachgibt und uns etwas Geld leiht. Nachdem wir das Geld erhalten haben, steht uns die Tür offen, in ein eigenes kleines Haus zu ziehen. Auch werden durch solche kleinen Aufgaben weitere Einrichtungsgegenstände frei geschaltet oder aber verschiedene Missionen für zwei Spieler.

Nachdem wir uns dazu entschlossen haben, ein eigenes kleines Heim zu beziehen, haben wir nun die Möglichkeit, uns alles nach unseren Wünschen einzurichten. Dafür braucht man natürlich auch das entsprechende Kleingeld. Daher suchen wir uns einen Job, um uns später auch Luxus leisten zu können. Wer jetzt glaubt, bei „Die Sims“ handelt es sich um ein reines Aufbau-Spiel, der hat sich getäuscht. Denn während des Spielens solltet ihr stets einen Blick auf das Wohlbefinden eures Charakters werfen. Hier sollte man darauf Acht geben, wie hungrig der Sim gerade ist oder wie es um die Hygiene steht. Sollte einer dieser Werte tief im Keller hängen, so sollte man diesen verbessern. Beispielsweise kann man seinem Sim befehlen, sich zu duschen, zu baden oder einfach die Hände zu waschen, wenn es ihm an Hygiene mangelt.

Der Spielbildschirm ist in 2 Bereiche geteilt, dem Live Modus und dem Baumodus. Im Live Modus erlebt man das ganze Leben seines Sims und kann ihnen verschiedene Aufgaben erteilen, was sie als nächstes machen sollen. Im Baumodus hingegen steht die Uhr still. Hier kann man sein Anwesen neu gestalten. Dabei hat man die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie das Haus seines Sims eingerichtet werden soll und wie es aufgebaut sein soll. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gestellt.

Multiplayer

Im Gegensatz zu der PC Version von „Die Sims“ hat man nun die Möglichkeit, das Spiel auch mit einem Freund zu bestreiten. Allerdings muss der gewünschte Level bereits einmal im Einzelspielermodus geschafft worden sein. Dabei wird der Bildschirm diagonal geteilt, was leider ab und an für ein kleines durcheinander sorgen kann. Nachdem man sich aber auch daran gewöhnt hat steht dem Spielspass nichts mehr im Weg. Schade ist dabei nur, dass man nicht auf Online Gaming gesetzt hat, da es sicher eine spannende Angelegenheit geworden wäre, mit Freunden aus der ganzen Welt „Die Sims“ zu erleben.

Steuerung

Eines der heiß diskutierten Themen ist bei solchen Spielen immer wieder die Steuerung. Doch auch hier lässt sich Erfreuliches berichten. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit geht diese wie von selbst. Mit dem C-Stick wird beispielsweise die Kamera gedreht und gezoomt und mit dem Control Stick der Cursor über den Bildschirm bewegt. Auch das Interface des Spiels lässt sich leicht bedienen, so reicht es zum Beispiel aus, das Steuerkreuz nach oben zu drücken, um zu sehen, wie gerade das Wohlbefinden des Charakters ist.

Grafik

Die Sims spielt sich aus der von der PC-Version bekannten isometrischen Ansicht. Diese kann stufenlos gezoomt und gedreht werden, so dass man stets den optimalen Überblick erhält. Die Grafik wird fast immer flüssig mit 60fps dargestellt, nur bei einigen markanten Szenen wie zum Beispiel wenn ein Sim schlafen geht und sich dabei in einer Art „Umkleidekabine“ umzieht, kommt es zu kleinen Rucklern, da diese Szenen immer wieder neu von der CD geladen werden. Dies wirkt sich leider auf den sonst guten Anblick etwas schwach aus. Negativ ist außerdem, dass die Denkblasen der Sims, welche auf besondere Bedürfnisse hinweisen sollen, teils ziemlich klein dargestellt werden. Somit ist nicht immer gut zu erkennen, was unser Sim gerade vermisst.

Sound

Die Sounduntermalung bei „Die Sims“ ist gut gelungen. Jede kleine Aktivität besitzt auch ihre eigenen Effekte. Allerdings wurde hierbei auch an einigen Stellen gespart, so dass sich einige dieser Effekte (zum Beispiel die Grillen auf der Wiese, das Schnarchen, wenn ein Sim schläft) immer wieder gleich klingen, was auf die Dauer ein wenig eintönig und nervend wirken kann. Natürlich sind unsere Sims auch nicht stumm allerdings sprechen sie eine ziemlich eigenwillige Sprache, durch die man selbst nicht identifizieren kann, worüber gerade gesprochen wird.

Fazit

Electronic Arts hat es geschafft, eine gute Umsetzung des Erfolgstitels „Die Sims“ von der Playstation 2 auf den GameCube zu portieren. Jeder, der gerne ruhigere Spiele spielt, wo nicht nur Action auf dem Plan steht, findet bei „Die Sims“ jede Menge Spass und Abwechslung. Leider allerdings gibt es wie in jedem gutem Spiel auch hier kleine Mängel. Beispielsweise, dass vorausgesetzt wird eine große Memory Card mit mindestens 60 Blöcken zu besitzen. Aus technischer Sicht hätte man es sicher die kleinen Ruckler vermeiden können, die den Spielfluss ein wenig stören. Wenn man sich aber auch daran gewöhnt hat, kann man Stunden vor dem Fernseher verbringen und sich um seine virtuelle Familie kümmern.

Die Sims [PS2 , Justgamers]

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