Dirt Track Devils

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Kellas
Entwickler
Midas Interactive
Erscheinungsdatum
-
Genre
Racing
USK
0
Dirt Track Devils [PS2 , Justgamers]

Gesamtwertung

14%/10

Grafik

Ungenügend

Sound

Mangelhaft

Lanzeitspaß

Ungenügend

Spieleinstieg

Befriedigend

Bedienung

Mangelhaft

Dirt Track Devils

Rennspieleinerlei

Hier erst einmal die grundlegenden Fakten des Rennspiels: „Dirt Track Devils“ bietet drei verschiedene Modi, sechs Fahrzeuge und fünf verschiedene Strecken. Hört sich zwar im Vergleich zu Toptiteln recht dürftig an, aber sofern das Gameplay überzeugt, könnte man darüber hinwegsehen.Der Offraod-Race-Modus soll angeblich das Herzstück des Spiels darstellen. Insgesamt erwarten euch hier zehn Rennen, jede Strecke wird zwei mal hintereinander gefahren. Um voranzukommen müsst ihr immer einen der vorderen Plätze belegen, ansonsten ist das Spiel vorbei und ihr dürft wieder von vorne beginnen. Schnell hat man sich für eines der sechs verschiedenen Offroad-Autos, die sich alle in mehreren Attributen unterscheiden, entschieden. Nach einem kurzen Ladebildschirm steht man auch schon auf der Piste.

Was ist das?!?

Doch was euch nun erwartet, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Die Grafik ist auffallend verpixelt, strotzt nur vor Clipping-Fehlern und ist außerdem von dichtem Nebel befallen. Man fühlt sich an die gute alte PSone-Zeit errinnert, doch auch dort wäre dieses Spiel ein grafischer Reinfall gewesen. Nach dem Startschuß tuckert ihr mit eurem Auto los, doch es will einfach kein Renn-Feeling aufkommen. Zwar zeigt das Tachometer gut und gern 200 KM/H an, doch der Spieler hat immer noch das Gefühl, jederzeit von einer Schildkröte überholt werden zu können.

Eben weil das Geschwindigkeitsgefühl absolut nicht vorhanden ist, ist das Fahren trotz der misslungenen Steuerung sehr leicht.

Bremsen ist überhaupt nicht nötig, ihr könnt auch jede Kurve mit Vollgas fahren. Falls man doch mal kurz davor sein sollte von der Fahrbahn zu rutschen, keine Angst: Es ist nicht möglich. Die Entwickler haben unsichtbare Wände, die man nicht durchbrechen kann, an den Fahrbahnrand gesetzt. Allerdings sind diese Wände schon so gesetzt, dass von einer breiten Rennstrecke nicht mehr die Rede sein kann. Selbst auf gerader Strecke sollte man sich bemühen in der Mitte zu bleiben, da man sonst von dieser durchsichtigen Wand gebremst wird. Diese Wand ist somit auch das größte Hindernis bei diesem Rennspiel. Zwar stehen ab und zu ein paar Bäume oder Schilder auf der Strecke herum, doch stören sollte euch das nicht. Ihr könnt nämlich einfach hindurch fahren, auf einen Aufprall wartet man vergebens.

Die Intelligenz der computergesteuerten Gegner macht das Spiel auch nicht besser. Diese rasen mit heller Freude über die Strecke, doch vom wirklichen Steuern eines Autos haben sie noch nie etwas gehört. Wie im betrunkenen Zustand wackeln die Konkurrenten von der einen unsichtbaren Wand zur anderen. Das sieht auf den ersten Blick zwar lustig aus, aber schnell merkt man, dass hier trotzdem mit unfairen Mitteln gearbeitet wird. Denn ein Computergegner ist quasi unschlagbar. Zwar rasselt auch er von Wand zu Wand, seine Geschwindigkeit scheint das aber nicht zu verringern und er fährt euch immer davon. Selbst wenn der Spieler mit Vollgas fehlerfrei die Strecke meistert, mehr als das Heck des Ersten bekommt er nicht zu sehen.

Verhunzte Technik

Wie nun schon erwähnt, zeigt sich die Grafik nicht von der besten Seite. Die wenigen Strecken sind kurz, fantasielos gestaltet und recht abwechslungsarm. Besser steht es auch nicht um die Boliden. Die Offroad-Cars scheinen über der Strecke zu schweben und die Achsen, sowie Räder, verbiegen sich in einem physikalisch unkorrekten Maß, dass es aussieht als würde die Rennkarre gleich den Geist aufgeben. Trotz eines dichten Nebels, der die Chance auf eine gute Weitsicht auf die glanzlosen Strecken verhindert, erkennt man sogar noch bestens die Pop-Ups im Hintergrund.

Ein weiterer Grund zum Ärgern ist zudem der Zwei-Spieler-Modus. Nicht nur, dass für diesen Modus nur zwei unterschiedliche, weitere einfallslose Strecken zur Verfügung stehen, hier ist der Nebel sogar noch dichter, wie man es kaum zuvor in einem Videospiel gesehen hat.

Die Qualität der Spielakustik bietet ebenso wenig Glanzvolles wie die Grafik. Die Autos hören sich allesamt gleich an, was dem Spieler bereits nach ein paar Sekunden auf den Senkel geht. Die Hintergrundmusik besteht aus einigen nervenden, poppig gestalteten Elektrosongs, bei denen sich manche Takte minutenlang zu wiederholen scheinen.

Fazit

„Dirt Track Devils“ ist das bislang schlechteste Videospiel, was mir je untergekommen ist. Es hat einen geringen Umfang, eine peinliche Technik und schon nach fünf Minuten wird der Spieler seinen 20 hart verdienten Euro nachtrauern. Ich kann nicht mehr als eine simple Warnung erteilen: Kauft dieses Spiel nicht! Wenn ihr es im Spieleregal seht, lasst es links liegen, werft nicht einmal einen Blick drauf. Was die Entwickler hier geleistet haben, ist eine bodenlose Frechheit. Der potenzielle Käufer wird selbst mit dem geringen Preis noch über’s Ohr gehauen. In Zeiten, wo es solch schöne Rallyespiele wie „Colin McRae Rally 4“, „WRC“ und „V-Rally“ für die PlayStation 2 gibt, braucht sich niemand so ein Debakel anzutun.

Dirt Track Devils [PS2 , Justgamers]

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