Gesamtwertung79%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegSehr gut |
BedienungSehr gut |
Spiele mit Disney-Charakteren gibt es inzwischen wie Sand am Meer, da die meisten allerdings qualitativ nicht mehr als Durchschnitt sind, werden viele Spieler neuen Titeln zuerst skeptisch gegenüber stehen. Disneys Extreme Skate Adventure vom Entwicklerteam Toys for Bob darf man jedoch nicht zu diesen Titeln zählen, man hat sich hier sehr viel Mühe gemacht, die Disney-Figuren mit dem Genre Trendsport zu verschmelzen, und stellt daher eine angenehme Ausnahme dar. Unter der Haube des Titels schlummert die bekannte und beliebte Engine von Tony Hawk 4, und auch ansonsten hat das Spiel einiges an positiven Überraschungen zu bieten.
Im Spiel werdet ihr auf jede Menge bekannter Gesichter sowie Schauplätze rund ums Disney-Universum treffen. So brettert ihr mit Buzz Lightyear auf seinem Hoverboard durchs Kinderzimmer, flitzt mit Tarzan auf seiner Dschungelmaske durch den Dschungel oder skatet mit Simba auf seinem Zulu-Löwenschild durch die bekannten Filmkulissen. Sollten euch die vorhandenen Akteure nicht ausreichen, hat man im Spiel die Möglichkeit seinen eigenen, ganz persönlichen Charakter zu erstellen. Im Create a Skater-Modus kann neben der Auswahl, ob ein Junge oder Mädchen erstellt werden soll, Haar- und Augenfarbe auch aus einer enormen Anzahl von verschiedenen Kleidungsstücken, Boards usw. ein ganz individueller Skater erstellt werden.
Im Singleplayer-Modus kann zwischen den beiden Varianten Abenteuer-Modus und Free Skate gewählt werden. Der Abenteuer-Modus ist dabei das Disney-Gegenstück zum Karriere-Modus aus Tony Hawk 4. Hierbei macht ihr eine Reise von einem Level zum nächsten und müsst dabei die unterschiedlichsten Aufgaben erfüllen. In jedem Level warten zwischen 13 und 19 Aufgaben auf euch. Neben der aus der Tony Hawk-Reihe bekannten Suche nach den Buchstaben S-K-A-T-E, müssen die unterschiedlichsten Ziele erfüllt werden. Die Palette reicht hier vom Knacken eines bestimmten Highscores bis zum Befreien einer Armee von Plastiksoldaten aus der Spielzeugtruhe. Die einzelnen Aufgaben und Missionsziele erhaltet ihr von herumstehenden Passanten, die mit einem Pfeil markiert sind. Vom Gameplay her bietet die Disney-Skaterei im Prinzip alles, was man von einem Trendsport-Spiel erwartet, im Gegensatz zur Tony Hawk-Reihe hat man die Steuerung und das Ausführen der verschiedenen Tricks und Combos eindeutig vereinfacht. Trotz der unübersehbaren Ähnlichkeiten der Steuerungsoptionen ist es nun deutlich einfacher, komplizierte Tricks, Combos und Stunts auszuführen. Selbst Anfänger und jüngere Zocker werden in kürzester Zeit tolle und spektakuläre Manöver ausführen können.
Die Entwickler haben es bei Disneys Extreme Skate Adventure geschafft die Comic-Atmosphäre, die man aus den Filmvorlagen kennt, gekonnt auf den heimischen Bildschirm zu bringen. Alle Szenarien sind kunterbunt und haben einen großen Wiedererkennungswert. Viele Areale wie beispielsweise das Kinderzimmer aus Toy Story, das Baumhaus von Tarzan oder die Umgebung der König der Löwen-Filme sind sehr ansehnlich inszeniert und mit vielen netten Extras gespickt.
Auch die Animation der einzelnen Figuren kann im großen und ganzen überzeugen, wenn sich auch hier und da ein paar Clipping-Fehler eingeschlichen haben und die Bewegungen der Charaktere manchmal etwas seltsam aussehen. Wobei es im Prinzip fast selbstverständlich ist, dass ein Löwe auf einem Skateboard etwas ungewöhnlich aussieht. Bei der Soundkulisse erwartet euch nichts besonderes, die Hintergrundmusik fällt nicht weiter auf, nervt aber auch nicht und fügt sich nahtlos in die Atmosphäre des Spiels ein. Anders hingegen bei den Soundeffekten, welche sich sehr gut anhören und man ihnen den Ursprung aus der Tony-Hawk-Reihe durchaus anhört. Ein besonderes Lob sollte man allerdings für die Sprachausgabe aussprechen. Disneys Extreme Skate Adventure wurde komplett eingedeutscht, und jeder einzelne Charakter wird von seiner bekannten Filmstimme synchronisiert. Dies ist vor allem lobenswert, da Activision mit dem Titel ja vornehmlich die jüngeren Spieler im Visier hat.
Der Multiplayer-Part des Spiels wurde recht schlicht gehalten. Eine Mehrspieler-Vielfalt wie bei Tony Hawk 4 oder gar einen Online-Modus darf man bei Disneys Extreme Skate Adventure nicht erwarten. Es gibt drei verschiedene Varianten, in denen gegen menschliche Konkurrenten angetreten werden darf. Bei LOSER spielt ihr abwechselnd, und versucht dabei möglichst viele Punkte zu ergattern, wer dabei zuerst das Wort LOSER buchstabieren kann, hat das Match sinnigerweise verloren. Beim Punkte-Challenge gehen zwei Spieler per Splitscreen gemeinsam auf Punktejagd. Wer innerhalb eines einstellbaren Zeitlimits die meisten Punkte erspielt, gewinnt das Spiel. Die interessanteste Variante ist aber sicherlich das sogenannte Lord of the Board. Hierbei düsen ebenfalls zwei menschliche Kontrahenten über einen geteilten Bildschirm und machen Jagd auf einen Stern. Sobald einer diesen Stern ergattern konnte, muss sein Gegner versuchen ihm diesen wieder abzuluchsen. Schafft er dies nicht innerhalb eines vorher ausgewählten Zeitlimits, hat er das Spiel verloren.
Mach Dir einen Namen im Dark Orbit. Allein oder mit Verbündeten wagst Du Dich in weit entfernte Sternen- systeme vor und kämpfst um 10.000 € zum Spiel...
Disney’s Extreme Skate Adventure im Test.
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