Dragon Ball Z: Budokai 3
Die nun schon dritte Auflage der Prügelserie ist nun endlich erschienen. Der Kampf rund um Son Goku and Friends entfacht erneut ein Feuer in den Spielerreihen. Die PlayStation 2 wird einiges zu tun bekommen, denn den geneigten Spieler erwarten viele harte Kämpfe der etwas anderen Art. Ob das Spiel die packenden Fights der Serie vorlagengetreu umzusetzen vermag, erfahrt ihr in unserem Review.
Finde die sieben Dragon Balls
Die Story von Dragon Ball Z: Budokai 3 ist schnell erzählt. Ihr wählt den Spielmodus Dragon-Universum und spielt dort die Geschichte der Serie nach. So habt ihr die Möglichkeit zwischen verschiedenen Charakteren zu wählen die unter anderem auch Son Goku und seinen Erzrivalen Vegeta einschließen. Habt ihr euch für einen Z-Krieger entschieden, kann das fröhliche Prügeln beginnen. Die Story wird mittels Sprachausgabe und einem mitlaufenden Text sehr schön übermittelt. Es folgt dabei nicht ein Kampf dem anderen, sondern man bewegt sich rollenspielmäßig auf einer Weltkarte und sucht so seinen Gegner, der mit einem roten Punkt markiert ist. Die Story ist im großen und ganzen nichts besonderes, spiegelt das Geschehen der Anime-Serie aber dennoch sehr schön wieder.
Möge die Macht mit dir sein!
Ist der Kampfanzug noch einmal überprüft, die Schnürsenkel zusammengebunden und die Notdurft verrichtet, kann man sich mit Kampfgeschrei in die Schlacht um das Überleben der Welt begeben. Die Kämpfe in Dragon Ball Z: Budokai 3 heben sich mit einem sehr schön in Szene gesetzten Material-Arts-Design von handelsüblichen Beatem Ups ab. Erstmals kann der Kampfstil der Serie richtig integriert werden und bietet ein Feuerwerk an Effekten. Hat der eigene Kämpfer erst einmal einen höheren Level erreicht und die Kunst sich in einen Super-Saiyan zu verwandeln erlernt, bleibt keine Kampflocation mehr heil. Son Goku plättet mit Vorliebe seine Gegner mit einem beherzten Kame-Hame-Ha und Vegeta nutzt bevorzugt das neue Feature, welches wir euch nun vorstellen wollen. Im Kampf könnt ihr das KI, welches für Angriffe wie das oben schon genannte Kame-Hame-Ha dient, aufladen. Habt ihr die benötigte Grenze erreicht, könnt ihr in einen so genannten Hyper-Modus wechseln, der euch erlaubt den Gegner mit einer Salve von Schlägen zu traktieren.
Diese Attacke wird Dragon Rush genannt und funktioniert folgendermaßen: Mit einem gezielten Druck auf die Kreis-Taste löst ihr die Attacke aus. Es baut auf dem Schere, Stein, Papier-Prinzip auf. Ihr wählt wie der Gegner eine Taste; mit etwas Glück kann er den Angriff blocken oder es endet für ihn fatal. Neben dieser Technik gibt es auch die Möglichkeit, dass zwei Energie-Attacken aufeinander treffen und so ein gewaltiger Energieball entsteht. Sollte dieser Fall eintreten, müsst ihr die Kreis-Taste gedrückt halten und den Analogstick im Kreis drehen, es wird ebenfalls alles sehr schön am Bildschirm interaktiv gezeigt. Auch neu ist das Feature, dass man sich hinter seinen Gegner teleportieren kann und ihm so schön in den Rücken fallen kann. Dies ist nicht nur fies, sondern auch sehr hilfreich wenn ein vernichtender Schlag droht.
Abwechslung wird groß geschrieben
Falls ihr den Story-Modus erfolgreich abgeschlossen habt, erwarten euch viele Gimmicks. So erhaltet ihr nach erfolgreichen Kampf neue Attacken oder Charaktere. Im Laufe des Spiels lassen sich mehr als 20 Charaktere frei spielen. Gohan, der Sohn von Son Goku, lässt sich sowohl im Story-Modus steuern, als auch im Welt-Kampf.
Zu diesem wollen wir euch nun mehr erzählen. Der Welt-Kampf ist so etwas wie die in der Serie jährlich stattfindenden Turniere. Es gibt drei Stufen, den Anfänger-, Fortgeschrittenen- und Profi-Modus. Diese unterscheiden sich lediglich von der Anzahl der Mitkämpfer. Der Computer generiert die Mitstreiter; ihr könnt euch euren Lieblingskämpfer natürlich vorher aussuchen. Habt ihr die Wahl getroffen, kann das Spektakel starten. Ihr kämpft euch Runde für Runde Richtung Finale, wo es dann um das große Geld geht. Mit den gewonnen Scheinen könnt ihr je nach Belieben eine Einkaufstour starten. Dabei kann der Spieler die unterschiedlichsten Utensilien erwerben. Angefangen bei Energie-Angriffen bis hin zu anderen Klamotten, das Sortiment lässt keine Wünsche offen.
Wer jedoch ein großer Kämpfer werden möchte und sich vor allem am Anfang mit den ganzen Neuerungen schwer tut, dem legen wir das Tutorial wärmstens ans Herz. Hierbei wird einem in zwölf Kapiteln alles Lebensnotwendige über den Kampf beigebracht. Vom einfachen Ausweichen bis hin zum Dragon-Rush.
Die Z-Welt mit ihrem Kampfgeschrei
Neben der gut erzählten Story mit vielen einzelnen Abschnitten, weist vor allem die Grafik eine sehr schöne Weiterentwicklung auf. Es handelt sich hier um Cel-Shading-Optik, die mit wunderbaren Effekten auftrumpfen kann. Aber auch die Hintergrundkulissen wissen zu gefallen. Ein Detail jagt das nächste und auch die Weltoberfläche strotzt nur so vor Details. Auch die wilden Kamerafahrten beim Dragon-Rush sind eine Augenweide. Man will diese immer wieder sehen, nicht nur weil die Attacke viel Schaden anrichtet, sondern weil sie so atemberaubend in Szene gesetzt wurde. Die Grafik fängt den Stil und das Flair der Serie perfekt ein.
Über der gelungenen Grafik darf auch die tolle Sprachausgabe nicht vergessen werden. Für die englische Synchro wurden die Originalsprecher angeheuert um jeden Charakter originalgetreu zu vertonen. Ansonsten kann vor allem das Introlied begeistern, welches mit einer einprägsamen Melodie zum Mitsummen animiert.
Fazit
Ich musste mich regelrecht von der PlayStation 2 losreißen, um diesen Artikel zu schreiben. Denn Dragon Ball Z: Budokai 3 ist kein Beatem Up wie viele andere; den Entwicklern ist es wirklich gelungen das Flair der Serie in das Spiel zu transferieren. So gibt es massig Charaktere die es frei zu spielen gilt, sowie viele Extras die erstanden werden wollen. Hat man die tolle Story durchgespielt, wartet der fordernde und hoch dotierte Welt-Kampf. Fans der Serie werden schon merken: hier handelt es sich wirklich um ein Dragon Ball Z-Spiel das fast alles richtig macht. Einzig zu bemängeln ist vielleicht die kurze Spielzeit des Story-Modus, doch die tolle Optik, die fetzigen Fights und die prima getroffene Sprachausgabe entschädigen das hundert Mal, vor allem wenn man einen Kumpel zur Verfügung hat, denn der Multiplayer-Modus fesselt noch länger an die Konsole. In diesem Sinne bleibt mir nur noch eines zu sagen: Wer die Serie mag und eine PlayStation 2 sein eigen nennt, der muss zugreifen. Es gibt derzeit kein besseres Dragon Ball Z.
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