Gesamtwertung86%/10 |
GrafikSehr gut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Es war ein echter Klassiker und viele, viele PC Spieler konnten sich nur schwer von diesem tollen Adventure trennen. Wir schrieben das Jahr 1999, als Drakan: Order of the Flame für eine Menge an Furore sorgte. Eine geniale Grafik, ein innovatives Spielprinzip und natürlich die hübsche Darstellerin verzauberte einige Computerspieler rund um die ganze Welt. Nun, im Jahre 2002, erscheint eine Art Nachfolger, welcher keiner ist, für die PlayStation 2. Rynn und ihr starker Gefährte sind zurück und möchten in Drakan: The Ancient´s Gate nochmals zeigen, was sie zusammen den Spielern bieten können. Sie gehören somit nicht mehr zum alten Eisen und versprechen auf der PS2 höchste Adventure-Kost.
Die letzte Hoffnung...
Kennt ihr noch die Zeit, in der Drachen und Menschen friedlich zusammenlebten und tapfere Ritter auf den fliegenden Eidechsen hausten, um gegen böse Fieslinge rund um das magische Land zu kämpfen Seite an Seite, Mensch und Drache? Sie schlossen einen goldenen Bund und die beschauliche Welt des Wohlstands, Drakan, war ein friedliches Dorf. Doch die Kapiteln im Buch schlossen sich und die Zeit wurde geschrieben. Drachen waren Geschichte und der Bund zwischen Mensch und Drache war verloren. Es entstand vor sechshundert Jahre eine Welt voller Schatten und düstere Legenden. Schrecken verbreitete sich dort, wo einst Frieden herrschte. Räuber und deren Anhänger schlossen eine Kette der Gewalt. Letzte Enklaven zivilisierten Lebens wurden eingesperrt und der Krieg wurde neu definiert. Neben täglichen Ausbeutereien und anderweitige Übeltaten, schrieb auch die Sklaverei in Drakan neue Bände. Doch die Hoffnung kehrte zurück!
Eines Tages, ohne erklärbaren Grund, kehrte eine Kriegerin namens Rynn ins magische Land zurück. Sie war die letzte Königin des Bundes. Mit ihrem Drachen Arokh, einem edlen Geschöpf der alten Art, erkundet sie die Welt und muss feststellen, dass nichts mehr so ist, wie es damals war. Nun steigt der Spieler in die Geschichte ein. Er bemerkt die drückende Angst der Menschen und stellt fest, dass schwarze Drachen geboren sind, um ihm das Leben sehr schwer zu machen. Nach einer Botschaft reist Rynn auf eine kleine Berginsel, auf der ein verlassenes Schloss steht. Dort angekommen stellt sie fest, dass eine junge Königin regiert. Sie muss die mystischen Toren öffnen, um die guten Drachen wieder herbeizurufen. Das Leben kann nur eintreten, wenn die Ritter und Drachen wieder eins werden und für den Frieden kämpfen Seite an Seite, Mensch und Drache...
Nachdem der Spieler die Geschichte aus der Sicht der dritten Person erzählt bekommt, steigt er unmittelbar auf der Berginsel ein.
Dort angekommen findet der Käufer auf eine große Welt, welche grafisch genial in Szene gesetzt wurde. Der Spieler muss teilweise Strecken ablaufen, die er nur mit Hilfe des Drachens bewältigen kann. Schluchten oder anderweitige Hindernisse müssen somit überflogen werden. Der Spielgedanke erinnert sofort an Klassiker wie Zelda oder Pirates. So warten riesige 3D Areale auf Rynn. Dörfer, Dungeons oder verschiedene Höhlen sind dabei nur kleine Orte, die euch erwarten werden.
Überwältigend ist dabei die grafische Darstellung. Die einzelnen Passagen wirken unheimlich detailliert und auch die Kleinigkeiten, wie Grasspitzen oder Blumen wurden schön dargestellt. Die Charaktere wirken real und haben sogar menschliche Falten oder kleinere Macken wie Glatze oder Drei-Tage-Bärte. Die Landschaft wirkt unendlich groß und weder ein Flimmern noch störende Treppeneffekte konnten wir in Sichtweite erkennen. Die Meere und Berge sind somit aus einer weiten Distanz zu erkennen. Auch das Überfliegen von Areale ist super anzusehen und auch kein Ruckeln macht sich breit. Natürlich kann Drakan auf der Playstation 2 keinem Morrorwind auf PC Konkurrenz sein, aber auch das Wasser ist für PS2 Verhältnisse schön designed worden. Die Pixel sind relevant zur Framerate. Das Bild bricht nicht ein und auch das Bewegen der Figur ist realistisch dargestellt. Somit wirken die Welten deutlich schöner, als beispielsweise bei Westwoods Pirates. Sogar der Schatten von Rynn ist erkennbar. Die einzelnen Waffen fallen nicht negativ auf und scheinen dezent in das Gesamtbild zu passen.
Vor allem in der Schneewelt macht Rynn eine gute Figur. Die einzelnen Schneebrüche wirken unheimlich echt. Sieht man in den verschneiten Wald, erkennt man kaum noch Unterschiede zur Realität. Überhaupt wirkt die gesamte Area-Darstellung sauber aus und kann auf alle Fälle mit PS2 Klassiker mithalten.
Die Steuerung eures Hauptcharaktere ist hingegen nicht so toll. Die Buttonbelegung ist ziemlich unpassend gewählt und auch das fast nicht richtige Koordinieren eurer Figur mit dem linken Analogstick stört. Gezieltes Langsamlaufen ist somit sehr schwer. Auch die Kamerasichten machen ab und an Probleme. Positiv hingegen ist das Handhaben mit eurem Drachen Arokh. So steigt ihr mit der X-Taste auf und greift via Viereck-Button die schwarzen Drachen an.
Mehr als nur ein Abstecher auf die Steuerung zu machen, lohnt sich nicht, da es auf diesem Bereich sicherlich bessere Möglichkeiten gegeben hätte.
Side Quests und vieles mehr...
Der Spieler hat im Laufe des Geschehens einige Waffen zur Auswahl. Starten werdet ihr mit einem kleinen Schwert beziehungsweise einem Dolch. Jedoch werden dem Spieler später schönere und vor allem effektivere Waffen zur Verfügung gestellt. Egal ob Äxte, Keulen oder verschiedene Schwerter, ihr werdet euer Lieblingsgegenstand finden. Ganz im Stile von Diablo hat der Spieler ein großes Inventar, in dem sämtliche Gegenstände gesammelt sind. Mit den Schultertasten hat der Käufer die Möglichkeit, sich im Programm recht zu finden. Um neue Waffen oder anderweitige Utilities zu erhalten, müsst ihr Gold finden. Diese verstecken sich meist in Truhen oder bei Gegnern, welche Rynn geschickt erledigt.
Sogenannte Side Quests solltet ihr unbedingt lösen, denn sie bringen euch neben Erfahrungspunkte auch schöne Belohnungen. Zwar tragen sie zum Verlauf der Story nichts bei, wäre auch zuviel verlangt, aber innovativ zeigen sie sich trotzdem.
Auch verschiedene Zaubersprüche kann Rynn anwenden. Diese wurden zwar nicht ganz so effektvoll dargestellt, können sich trotzdem sehen lassen. Ansonsten gilt es neben einer Nahkampfwaffe auch eine Fernkampfwaffe bei sich zu tragen. Als erste und beste Lösung stellt sich dabei der Pfeil und Bogen heraus. Was bei uns für erstes Schmunzeln sorgte, war, dass die Pfeile im Ziel stecken bleiben. Innovativ und selten gesehen, nennen wir so was...
Wir begrüßen eine Fortsetzung der Geschichte, denn sie ist noch lange nicht ausgelutscht. Alleine das innovative Inventar ist gut eingebaut, jedoch auch ausbaufähig. Vielleicht sollte auch eine zweite Charaktere als Hauptdarsteller eingebaut werden? Es gibt von unserer Seite aus eine Menge innovative Ideen für einen zweiten Teil. Egal wie, wer dieses Adventure-Spiel nicht besitzt, hat eine Spiellücke in seiner Sammlung...
Drakan im Test.
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