Gesamtwertung82%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Strategiespiele sind auf Konsolen rar gesät, noch dazu rundenbasierende Taktikspiele. Koei entführt uns nun mit Dynasty Tactics in das Reich der Mitte, zur Zeit der legendären drei Königreiche. Ob das Spiel mitreißen kann oder ob es eine langweilige Geschichtsstunde geworden ist, erfahrt Ihr in unserem Review.
Friede?? Wozu!?
Koei bedient sich bei der Wahl der Szenarios ihrer Spiele gerne der chinesischen Geschichte. Um genau zu sein, der Epoche der drei Königreiche, in welcher die drei Kriegsherren Liu Bei, Cao Cao und Sun Ce um die Vorherrschaft in China gekämpft haben. Dieses geschichtliche Szenario ist eindeutig eher für den asiatischen Markt zugeschnitten, denn den wenigsten westlichen Spielern wird wohl dieses Kapitel chinesischer Geschichte ein Begriff sein. Trotzdem dürfte einigen gerade dieses asiatische Flair gefallen.
Dynasty Tactics beginnt beim Start einer neuen Kampagne mit einem Tutorial. Hier sollte man sich gut konzentrieren, denn die Beherrschung der verschiedenen taktischen Möglichkeiten ist eminent wichtig, um überhaupt eine Chance zu haben. Nach dem ausführlichen Tutorial gelangt man zur Auswahl des Charakters. Hier hat man sich für einen der drei bereits erwähnten Kriegsherren zu entscheiden. Nach der Wahl eines Alter Egos folgt ein hübsches Rendervideo, welches einen in die Story einführt. Das Hauptziel ist jedes Mal das Gleiche: Die Errichtung des einzig wahren Königreiches. Um dies zu erreichen zieht man auf einer risikoähnlichen Übersichtskarte seine Einheiten umher und erobert fremde Städte.
Die strategischen Möglichkeiten sind dabei sehr vielfältig. So kann man seinen Gegnern Bündnisse vorschlagen, sie ausspionieren oder einfach frontal angreifen. Damit das Spiel seinen Faden nicht verliert, muss man stets bestimme Aufgaben in einer bestimmten Anzahl von Runden erledigen. Beispielsweise wird einem aufgetragen, sich entweder mit einem anderen Herrscher zu verbünden oder diesen zu besiegen.
Je nachdem wie man sich entscheidet nimmt die Kampagne einen anderen Verlauf. Der zweite wichtige Teil des Spiels sind natürlich die Schlachten. Dynasty Tactics gibt sich dabei als ein reinrassiges, rundenbasiertes Taktikspiel. Das bedeutet man macht mit seinen Einheiten auf einem schachbrettartigen Spielfeld Züge und wartet daraufhin, die des Computers ab. Das mag zwar langweilig klingen, ist aber aufgrund der enormen taktischen Tiefe, die Dynasty Tactics bietet, in jeder Schlacht eine neue Herausforderung.
So beschränkt sich das Spiel nicht auf das standardmäßige Attackieren, sondern das Hauptelement sind die verschiedenen Taktiken, man könnte sie auch als Spezialfähigkeiten bezeichnen, die jede Einheit besitzt. Beispielsweise bietet einem die Taktik Großangriff die Möglichkeit mit allen Figuren, die an den Gegner angrenzen, zu attackieren. Unschwer zu erkennen, dass dieser Angriff weitaus stärker sein wird, als der einer einzelnen Einheit. Verheerend allerdings sind Taktikkombinationen.
So lockt man mit einem Scheinangriff den Gegner zu sich, woraufhin ein Verbündeter dem abwehrlosen Gegner in den Rücken fällt. Hierbei gibt es unerschöpflich viele taktische Kombiniermöglichkeiten. Von der Grafik sollte man nicht zu viel erwarten. Ein Strategiespiel ist einfach nicht dafür gemacht überragende Grafiken zu bieten. So wirken das Schlachtfeld und die Weltkarte eher zweckmäßig.
Die gerenderten Zwischensequenzen, die für die Story und zur Darstellung der taktischen Angriffe Verwendung finden, wissen allerdings durchweg zu gefallen. Sie können zwar in keiner Weise mit solch überragenden Titeln wie Final Fantasy mithalten, sind grafisch allerdings allesamt überdurchschnittlich. Soundtechnisch muss man sich bei Dynasty Tactics keine Sorgen machen. Die musikalischen Kompositionen könnten einem chinesischen Komponisten, zur Zeit der drei Königreiche, entsprungen sein. Auch bei den sonstigen Soundeffekten, wie Kriegsgeschrei, Waffengeklirre oder dem Trampeln der Pferde, haben sich die Programmierer hörbar Mühe gegeben. Die Programmierer haben Dynasty Tactics auch einen Multiplayermodus spendiert. In diesem tretet ihr gegen einen anderen menschlichen Spieler auf einer Karte an und versucht ihn zu besiegen. Das Spielprinzip ist dabei das Gleiche, wie im Einzelspielermodus auch. Dabei kommt zwar durchaus Spaß auf, der Kern des Spiels liegt aber trotzdem in der Kampagne.
Dynasty Tactics im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Koei?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.