Gesamtwertung74%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Fans des Strategiegenres haben mit Sicherheit sehnsüchtig auf Kessen II gewartet. Für Leute die mehr auf Action stehen und sich trotzdem in großen Schlachten beweisen wollen, bringt nun THQ Dynasty Warriors 3 raus. Der zweite Teil der Reihe ist kurz nach dem PS2 Launch erschienen. Und hier wird Action wirklich groß geschrieben. Ähnlich gigantische Kämpfe wie in Kessen II müsst ihr auch hier überstehen, nur das ihr die Rolle eines einzelnen Offiziers übernehmt. Ein Manko des Spiels ist, dass die Missionen sich gleichen wie ein Ei dem anderen. Mit Dynasty Warriors 3 wurden einige Verbesserungen vorgenommen. Ob die Entwickler das Spielprinzip weiterführen konnten, wird sich hier zeigen...
Der Tyrann Cao Cao
Wer Kessen II gespielt hat, wird sich sofort zuhause fühlen, da die Story fast die selbe ist. Dynasty Warriors 3 spielt im alten China wo zu dieser Zeit Krieg herrscht. Das Land ist in verschiedene Fraktionen unterteilt, darunter gehören Cao Cao und Liu Bei. Cao Cao ist ein machtbesessener Herrscher, der versucht ganz China zu erobern.
Dies versucht Liu Bei mit allen Mitteln zu verhindern. Cao Cao ist deutlich in der Überzahl. Liu Bei verbündet sich mit anderen Kriegsherren, um den Tyrannen mutig gegenüberstehen zu können. Zu Beginn könnt ihr zwischen verschiedenen Spielmodi wählen, den Muosu- Modus, den Free-Modus, den Pro-Modus und den Versus-Modus. Habt ihr euch für den Muosu-Modus entschieden, so wählt ihr zu Beginn einen von 12 Kämpfern aus. Wobei jeweils 3 zu einem Reich gehören. Je nach dem für welches Reich ihr euch entscheidet, seht ihr die Story aus einem anderen Blickwinkel. Habt ihr euch für einen Kämpfer entschieden, so könnt ihr noch die Art der Leibwachen auswählen. Ihr könnt sie mit einem Speer oder Schwert ausrüsten. Haltet ihr nicht all zu viel vom Nahkampf, könnt ihr zum Bogen oder Armbrust greifen. Es ist auch möglich ihnen bestimmte Aufgaben zuzuweißen. Entweder setzt ihr sie für den Angriff oder zur Abwehr ein. Dies ist eine Neuerung zum Vorgänger und bringt somit einen kleinen taktischen Zug ins Spiel. Danach kann es losgehen.
Ihr müsst euren Auftrag erfüllen um die Mission zu gewinnen. Meistens ist das Ziel den feindlichen Kommandanten zu besiegen. Dieser wird meist schwer bewacht und versteckt sich im hintersten Teil der Karte. So gilt es sich bis zu diesem durchzukämpfen. Habt ihr genügend Gegner besiegt, so lädt sich nach und nach eine Energieleiste auf. Ist sie voll, so könnt ihr einen Spezialmove ausführen, der um euch herum alles wegfegt. Dieser Move ist sehr wichtig wenn ihr eingekesselt seid. Euch stellen sich allerhand Soldaten in den Weg, vom kleinen Fußsoldat bis zum hochrangigen Offizier. Wobei die Fußsoldaten nichts weiter sind als Kanonenfutter. Habt ihr schließlich einen Offizier niedergestreckt, lassen sie immer ein Item fallen, das euren Angriff oder eure Abwehr stärkt. Wenn ihr Glück habt, bekommt ihr eine neue Waffe, die stärker ist als die Alte. Diese Rollenspielelemente schrauben euren Charakter ständig nach oben.
Wenn euer Kämpfer zu schwach ist, hat er in den späteren Missionen kaum eine Chance, sich gegen die Soldaten zu Wehr zu setzen. Anfangs ist es noch möglich alleine durch die Gegend zu steifen. Doch später seid ihr ohne Unterstützung verloren. Habt ihr den feindlichen Befehlshaber besiegt, so wird in einem Statistikbildschirm euer Spiel ausgewertet. Es werden sämtliche Gegenstände und Waffen aufgelistet, die ihr während einer Mission gesammelt habt. Diese Gegenstände verbessern euren Kämpfer solange er sie in seinem Inventar trägt. Die Anzahl der getöteten Soldaten wird in Punkte umgerechnet. Auch die Spielzeit hat Einfluss auf die Gesamtzahl. Diese Punkte lassen euch in eine höhere Klasse aufsteigen. Die Leibwächter werden auch verbessert und ihre Zahl nimmt stetig zu. So habt ihr nach und nach eine kleine Armee hinter euch.
In Sachen Spielbarkeit hat sich zum Vorgänger nicht viel geändert. Ihr müsst immer noch so viele Soldaten wie möglich besiegen. Am Ende wartet der Anführer den es zu besiegen gilt. Die anfänglichen Missionen sind noch relativ einfach, doch die späteren werden sicherlich dem einen oder anderen Kopfzerbrechen bereiten. Die Gegner tauchen in waren Massen auf und werden von Mission zu Mission stärker. Wo anfangs noch die Rambotaktik für schnelle Erfolge sorgt, kommt ihr später nicht all zu weit, wenn ihr euch von euerer Armee entfernt. Zwar waren im Vorgänger die Missionen noch schwieriger, sorgen aber auch im Nachfolger für harte Kämpfe. Die Steuerung ist gut gelungen und wurde somit beibehalten.
Die Quadrattaste und die Dreieckstaste sind für den Angriff, wobei man mit der Dreieckstaste einen Auflademove ausführt. X steht für Sprung und die Kreistaste für den Spezialmove. Die Angriffe lassen sich auch kombinieren, in dem man den Auflademove in den Standardschlag einbaut. Somit lassen sich einige Kombinationen ausführen. Wer Spiele mag wie Final Fight, ist bei Dynasty Warriors 3 genau richtig. Hier wird viel wert auf Action gelegt.
Es geht nicht darum, wie geschickt man im Umgang mit Taktik ist, sondern wie man seinen Kämpfer beherrscht und wie schnell man ihn hochgepowert bekommt. Diese Rollenspielelemente motivieren auf Dauer und treibt einen immer wieder in eine neue Schlacht. Die Missionen dauern teils über eine Stunde. Habt ihr dann sämtliche Missionen überstanden, so könnt ihr das ganze mit einem anderen Kämpfer noch mal versuchen. Wählt ihr einen Charakter aus einem anderen Reich, so bekommt ihr andere Missionen oder spielt die bereits bekannten aus einer anderen Sichtweiße. Ihr könnt auch neue Charaktere freispielen. Jedoch sind in punkto Abwechslung Defizite aufzufinden. Die Missionen laufen immer auf das selbe Ziel hinaus, so müsst ihr immer den feindlichen Kommandanten besiegen. Etwas mehr Abwechslung hätte hier gut getan. Eine Neuerung ist, dass ihr jetzt gegeneinander spielen könnt. In einer Arena wird 3 gegen 3 gekämpft wobei die 2 anderen Figuren vom Computer übernommen werden. Auch der Pro-Modus in dem es gilt Rekorde aufzustellen weiß zu überzeugen.
Grafisch ist Dynasty Warriors 3 recht ordentlich geworden. Die asiatischen Rüstungen sind detailreich in Szene gesetzt und erfreuen den Zocker mit ihrem farbenfrohem aussehen. Obwohl sie früher nicht ganz so bunt gewesen sein dürften. Die Hintergründe dagegen wirken etwas öde. Stellenweiße sind nur leere Landschaften zu sehen. Sonst gibt es Burgen, kleinere Waldlandschaften, Flüsse und Berge die gut zum Geschehen passen. Auch leichte Treppeneffekte sind zu bemängeln, trüben den Gesamteindruck nur minimal. Nervig ist auch der starke Nebel, der im Spiel herrscht und die Weitsicht stark einschränkt. Die Zwischensequenzen sehen sehr beeindruckend aus. Sie sind von der selben Qualität wie die in Kessen II und führen somit die Story eindrucksvoll fort. Der Sound hingegen wirkt etwas unpassend. Man vermutet bei solch einem Spiel asiatische Klänge und wird mit einem harten Heavy Metal Sound überrascht. Diese Musikrichtung ist nicht jedermanns Sache, passt aber beim zweiten hinhören recht gut zum Kampfgetümmel.
Bei XBlaster ist die Welt, wie wir sie kennen, Vergangen- heit. Als Mechpilot kämpfst Du zur Belustigung der Menge und monatlich 10.000 € zum Spiel...
Dynasty Warriors 3 im Test.
Was halten Sie vom neuen Spiel von Koei?
Teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Yahoo!-Usern.