EyeToy: Groove

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Sony
Entwickler
Sony
Erscheinungsdatum
-
Genre
Andere
USK
0
EyeToy: Groove [PS2 , looki.de]

Gesamtwertung

80%/10

Grafik

Befriedigend

Sound

Gut

Lanzeitspaß

Befriedigend

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

EyeToy: Groove

Seit knapp vier Monaten ist die EyeToy Kamera in unseren Gefilden erhältlich, worum es sich dabei handelt, ist jedoch nicht allen bekannt. Das EyeToy ist eine kleine Kamera, die den Akteur nach Anschluss an einem freien USB-Port mitten auf die Mattscheibe des Fernsehers projiziert. Durch das angewandte Motion-Tracking-System nimmt die Kamera alle Bewegungen im Bild wahr und bietet somit die Möglichkeit, sämtliche Spiele mit den Händen zu steuern. Der Controller kann also getrost beiseite gelegt werden, da dieser zu keiner Zeit zum Spielen benötigt wird.

Nach dem Einlegen der DVD startet das leider unüberwindbare Intro, gefolgt von der aus „EyeToy: Play“ bekannten Anleitung. Wer sich mit der Kamera schon auskennt, kann sich nebenbei schon mit Stretchübungen warm machen, denn auch die erwähnte Anleitung lässt sich nicht abbrechen. Der komplette Verzicht auf einen Controller spiegelt sich bereits im Hauptmenü als Nachteil wieder. Hier wurden die Buttons so dicht aneinander gelegt, dass die Auswahl der Spielmodi erste Verrenkungen mit sich bringt.

Da es sich bei „EyeToy: Groove“ im Prinzip nur um ein Minispiel handelt, musste sich Sony viel überlegen, um dem Spieler eine gewisse Anzahl an Features bieten zu können. Demnach findet man neben dem Einzel- und Gruppengroove auch ein Fotoalbum, einen Chill-Out-Raum, in dem man sich 9 verschiedene Musikvideos und 26 Songs zu Gemüte ziehen kann, sowie einen Schrittfolgen-Editor für eigene Choreographien.

Umso verwunderlicher geht es im Einzelgroove zu. Die Vielfalt der oben genannten Features sucht man vergebens. Übrig bleibt ein simples Nachtanzen von bestimmten Liedern. Ziel des Ganzen ist, im richtigen Rhythmus die anfliegenden Gesichter und Symbole zu einem bestimmten Zeitpunkt berühren. Diese Ziele sind je nach Schwierigkeitsgrad ausreichend groß geraten oder erfordern in kniffligeren Situationen etwas mehr Fingerfertigkeit.

Ein wenig Abwechslung bringen die auftauchenden Sterne ins Spiel, welche man nicht nur anhalten, sondern mit der Hand bis zu ihrem Ziel verfolgen muss. Hat man ein Lied erfolgreich absolviert, kann man sich die daraus resultierende Rangliste anschauen. Für einen witzigen Beigeschmack sorgen Fotos und Videos, welche während des Tanzens in Freestyleeinlagen gemacht werden. Wer möchte, kann sich besonders gelungene Fotos auf der Memorycard abspeichern und diese später seinen Freunden präsentieren. Mit Videos ist dies jedoch aus Platzgründen leider nicht möglich. Nach erfolgreichem Abschluss einer Aufgabe landet der Akteur wieder in der Liedauswahl und kann sich das nächste Musikstück zum Nachtanzen aussuchen.

Ein wenig mehr Mühe haben sich die Entwickler im Gruppenmodus gegeben, schließlich ist „EyeToy: Groove“ vor allem ein Partyspiel. Hier stehen vier weitere Turniere zur Auswahl, wie beispielsweise die im Solomodus leider nicht vorhandene Spieloption „Nachahmen“. Ähnlich wie bei Boogie Down in der Minispielsammlung von „EyeToy: Play“ gilt es hier nach und nach aufleuchtende Lichter in der richtigen Reihenfolge wiederholt anzutippen. Auch der Einsatz der im Einzelspieler schmerzlich vermissten Leben kommt in den Multiplayermodi „Perfektion“ und „Wahnsinn“ zum Einsatz.

Wer hier nicht schnell genug reagiert oder die Zielobjekte nicht perfekt trifft, verliert eines von drei zur Verfügung stehenden Leben. Als viertes und letztes Turnier steht für Freunde von hektischer Action der Staffelmodus bereit. Per Zufallsprinzip wird ein Mitstreiter ausgewählt, der schnell auf die Tanzfläche springen muss und nach bekanntem Prinzip tanzen muss. Desweiteren ist es möglich, abseits der vier Turniere sich zu zweit einer Herausforderung zu stellen. Hierbei stellt man sich leicht versetzt hintereinander, wobei jeder eine eigene Spielfarbe erhält. Diese zeigt an, welche Köpfe von wem getroffen werden müssen.

Aus grafischer Sicht konnten gegenüber dem Vorgänger einige neue Lichteffekte bestaunt werden. So sorgen Verzerrungen, Invertierungen sowie die pastellfarbenen Explosionen für ein echtes 70er Jahre Feeling. Ansonsten gibt es bei „EyeToy: Groove“ aus grafischer Sicht natürlich nur wenig zu bestaunen, was aber in der Natur der Sache liegt und den Spielspass keineswegs mindert. Musikalisch trumpft Sony mit insgesamt 26 Liedern auf, deren Vielfalt von Apollo 440 über Elvis bis hin zu Madonna reicht. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei und kann somit als weiterer Pluspunkt in die Bewertung mit eingehen.

Fazit

EyeToy-Spiele sind und bleiben stark auf Multiplayer fokussiert, was einmal mehr der zu kurz gekommene Einzelspielerpart beweist. Dem Entgegen stehen viel Spaß und Action im Gruppengroove. Auch die große Anzahl an Features weiß zu überzeugen und kann die gesamte Fangemeinde für einige Stunden an den Fernseher fesseln. Grafisch bietet der zweite Ableger vor allem im Chill-Out-Raum jede Menge Effekte, ansonsten wirkt „EyeToy: Groove“ erwartungsgemäß unspektakulär. Wer bereits eine EyeToy Kamera besitzt und schon sehnsüchtig auf neues Futter für diese wartet, sollte zugreifen. Falls dies jedoch nicht der Fall sein sollte, muss man selber entscheiden, welches EyeToy Bundle man vorziehen will. Wie auch „EyeToy: Play“ ist das groovige Add-On samt USB-Kamera für etwa 70,- Euro im Laden erhältlich.

EyeToy: Groove [PS2 , looki.de]

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