Final Fantasy X-2

Review
Plattform
Sony Playstation 2
Vertrieb
Square
Entwickler
Square
Erscheinungsdatum
-
Genre
RPG
USK
12
Final Fantasy X-2 [PS2 , Justgamers]

Gesamtwertung

94%/10

Grafik

Sehr gut

Sound

Sehr gut

Lanzeitspaß

Sehr gut

Spieleinstieg

Gut

Bedienung

Gut

Final Fantasy X-2

Ein kleiner Rückblick

Bisweilen war Spira eine friedliche Welt, auf der die heimischen Bewohner ein weitgehend sorgloses Leben führten, wäre da nicht das Schrecken erregende Monster Sin, das die Bewohner von Spira schon seit über 1000 Jahre in Angst und Schrecken versetzt. Grund für Sins Erscheinen war der übertriebene Einsatz von so genanten „Machina“ (vergleichbar mit unseren Maschinen), die aber mittlerweile durch die Leitsätze Yevons verboten sind.

Da schon viele Menschen durch Sins Angriffe gestorben sind, und die Bevölkerung somit unter dem Fluch leiden muss, haben es sich Medium (Menschen die über die Fähigkeit verfügen Monster zu beschwören und die Leitsätze Yevons lehren) zur Aufgabe gemacht, die Welt Spiras zu bereisen um die „Hohe Beschwörung“ zu erlernen. Diese stellt dabei das einzige Mittel zur Vernichtung Sins dar. Um diese Praktiken zu erlernen, und vor allem um die Nachfolge ihres Vaters anzutreten, reist die noch recht schüchterne und verschlossene Yuna mit ihrer Leibgarde in die weite Welt Spiras hinaus. Begleitet werden sie dabei von dem mysteriösen Titus, der behauptet aus der Stadt Zanarkand zu kommen, was zumindest zweifelhaft klingt, da die Machina-Stadt Zanarkand bereits vor 1000 Jahren von Sin zerstört wurde. Wie das Leben so spielt verlieben sich Yuna und Titus während ihrer Reise in Final Fantasy X ineinander.

Beim letzten Aufeinandertreffen mit Sin, das letztendlich auch zur Vernichtung des Ungetüms führt, verschwindet Titus auf rätselhafte Weiße und läst Yuna einschließlich Begleiter in Spira zurück.

See how sweet Yuna becomes a hot Popstar

Final Fantasy X war sicher einer der erfolgreichsten und epischsten Teile der Serie. Grund genug für die Jungs von SquareEnix einen extremen Stilbruch zu wagen, und damit zudem die erste Fortsetzung, der nunmehr zwölfteiligen Final Fantasy Reihe, zu produzieren. Es heißt also ein weiteres Mal: „Willkommen in der Welt von Spira“. Allerdings übernimmt der Spieler nicht mehr die Rolle des Blitzballspielers Titus, nein, dieses Mal dürft ihr in die Rolle seiner designierten Freundin Yuna schlüpfen. Gleichwohl hat die, früher doch recht scheue, Yuna in Final Fantasy X-2 einen charakterlichen Quantenspruch inklusive 180-Grad Wendung hingelegt. Das wird Kennern des Vorgängers auch direkt beim Vorspann auffallen, denn dort tanzt und singt sie in knappen Hotpants vor einem tobenden Publikum. Da fragt man sich, was passiert ist?! Wird die Aufgabe des Spielers nun sein, fröhlich in ein Mikrophon zu trällern und dabei per Tanzmatte die richtigen Tanzschritte durchzuführen, so wie wir es z.B. von Karaoke- und Tanz-Titeln kennen?

Nein, natürlich nicht, natürlich hat sich in den zwei Jahren nach der Vernichtung von Sin in Spira einiges verändert! Das „Hohe Medium“, also Yuna, wird nun als eine Art Star verehrt. Zudem besinnten sich die Einwohner Spiras zurück zur Machina. Wo man in der Welt von Final Fantasy X-2 auch hinschaut findet man Maschinen in allen Formen und Funktionen. Neben diesen finden sich in der Welt von Spira außerdem so genannte Sphäroiden, kleine Kugeln die, bei näherer Betrachtung, eine Art „Bildmessage“ offenbaren. Dabei enthalten einige Sphäroiden wichtige Nachrichten, andere wiederum Belangloses. Um den Geheimnissen der runden Kugeln auf den Grund zu gehen, oder um mit ihnen einfach nur mächtig viel Kohle zu scheffeln, haben sich einige abenteuerlustige Menschen zu Sphäroiden-Hunter-Gruppen zusammengeschlossen. Wie das Leben so spielt hat sich auch unsere Heroin Yuna einer solchen Truppe angeschlossen, und zwar dem „Mövenpack“. Mit von der Partie ist die süße Rikku, ein Al Bhed Mädchen, die Fans noch aus dem Vorgänger kennen werden und sowie die sehr geheimnisvolle - und auf den ersten Eindruck sehr dunkel wirkende - Paine. Gemeinsam mit einigen weiteren freundlich gesonnenen Al Bheds die zum Mövenpack gehören, macht ihr euch auf die Suche nach möglichst wertvollen Sphäroiden.

Yuna selbst allerdings verfolgt insgeheim einen anderen Plan. Bevor die Hauptprotagonistin nämlich dem Mövenpack beigetreten ist, hat sie ein Sphäroid gefunden, in welchem sie ihren verschollenen Freund Titus erkennen konnte. Genau deshalb macht sie sich auf die Suche nach weiteren Hinweisen bezüglich seines Verbleibs...

'Zweimal Stilbruch bitte!'

SquareEnix wagt mit Final Fantasy X-2 einen krassen Stilbruch, bei welchem zuerst der non-lineare Spielverlauf auffällt. Um diesen zu realisieren setzten die Japaner auf ein Mission-System, welches dem Spieler erlaubt frei zu wählen, wohin er als nächstes reisen möchte oder tun möchte. Reisen tut ihr dabei mittels Luftschiff, das ihr schon recht früh im Spiel erhaltet. Per Flugmenü könnt ihr so das nächste Ziel auswählen, sogenannte „aktive Verbindungen“ zeigen dabei an, welche Ziele storyrelevant sind. Die Missionen selbst sind dabei durchaus abwechslungsreich ausgefallen. Die Palette an Missionszielen reicht von der einfachen Suche nach Sphäroiden bis hin zu komplexeren Aufgaben, wie z.B. dem Stehlen von Uniformen, um damit getarnt in ein fremdes Hauptquartier einzudringen. Neben den „aktiven Verbindungen“ könnt ihr aber auch Orte besuchen, die momentan nicht für den weiteren Spielverlauf relevant sind. Dort könnt ihr dann beispielsweise kleine Mini-Aufgaben erfüllen, oder euch einfach nur den jeweiligen Ort ansehen und mit den Einwohnern plaudern. Insgesamt kann das Mission-System gänzlich überzeugen, denn es bringt durchaus ein wenig Abwechslung in das sonst so lineare Genre. Storyfetischisten müssen dennoch keine Angst haben, dass der doch so wichtige Story-Part zu kurz kommt, denn trotz des Mission-Systems fügt sich die Hintergrundgeschichte problemlos an den bisher erlebten Plot an. Zudem dürfen wir uns auf mehrere alternative Enden freuen.

Ein weiteres neues Feature in Final Fantasy X-2 ist, dass die Dungeons sich nun über mehrere Ebenen erstrecken. Es gilt also in feinster „Lara Croft“-Manier Abgründe zu überwinden und Wände hoch zu klettern. Aber keine Angst, ganz so schwer wie die vollbusige Engländerin tut es sich Yuna nicht. Per gedrückter Kreis-Taste hüpft und klettert unsere Primadonna ziemlich automatisch über Abhänge und Vorsprünge, ein Herunterfallen ist dabei in den meisten Fällen nicht möglich. Ihr werdet aber folglich immer wieder auf einige Kletterrätsel, in Form von „Wo muss ich jetzt lang“ treffen. Pauschal gesehen ist diese Neuerung zwar ganz nett, spielerisch allerdings kaum anspruchsvoll und im Endeffekt unnötig.

Bin ich im falschen Film, oder was?

An dieser Stelle unterbrechen wir das eigentliche Review kurz für einen Hinweis: Alle Final Fantasy-Fetischisten, die zwar mit den weiter oben erwähnten RPG-unüblichen Neuerungen leben können, aber keinen weiteren Stilbruch ertragen können, sollten am besten diesen Link zu unserer Startseite nutzen und einen großen Bogen um Final Fantasy X-2 machen, wenn sie nicht unnötig enttäuscht werden wollen! Alle anderen können natürlich behutsam weiterlesen…

Denn neben dem neuen Missions-System und den gelegentlichen Sprungpassagen gibt es noch einen weiteren Stilbruch: Was dem geneigten Rollenspieler schon innerhalb den ersten Minuten auffällt ist, dass alles nun viel „abgedrehter“ wirkt, was sich hauptsächlich an den Gesprächen und Zwischensequenzen erkennen lässt. Ständig springen, kreischen, tuscheln oder palavern die drei Diven miteinander - am besten läst sich das wohl mit dem Hollywoodstreifen „Drei Engel für Charlie“ vergleichen. Eins ist wohl sicher: sollte Final Fantasy X-2 verfilmt werden, dann stehen die drei Hauptrollen in Form von Drew Berrymore, Cameron Diaz und Lucy Lu fest. In der Tat könnten auch die Dialoge von Yuna, Rikku und Paine aus dem Engel-Film entsprungen sein. Dieser Fakt bedeutet allerdings auch, dass der Storyplot nicht mehr so episch wirkt, weil einem alles doch etwas albern vorkommt. Die Story hat dennoch ihren Reiz.

Grafik und Sound weiterhin erstklassig

Grafisch kommt die mittlerweile drei Jahre alte Engine von Final Fantasy X zum Einsatz. Trotzdem muss sich das aktuelle Sequel nicht vor der Konkurrenz verstecken, ganz im Gegenteil! Die Ortschaften wirken immer noch sehr liebevoll gestaltet und glänzen vor Ideenreichtum, was man allerdings nicht immer von geschlossenen Räumen, um genau zu sein, den Dungeons sagen kann. Deren lange Gänge wirken doch oft sehr kahl und texturarm. Löblich hingegen ist das von SquareEnix für Final Fantasy XI entwickelte und auch in Final Fantasy X-2 zum Einsatz kommende, „Facial Motion“ System. Dieses ermöglicht besonders ausgeprägte Gesichtszüge. Anerkennenswert ist zudem die Arbeit des verantwortlichen Charakterdesigners Tetsuya Nomura, der unter anderem auch als Director am DVD-Film „Final Fantasy VII: Advent Children“ arbeitet. Die gesamten Charaktere wirken nun viel detaillierter und vor allem hochauflösender, als es beim Vorgänger.

Zu den grafischen Highlights zählen sicherlich auch die Videosequenzen. Diese sind SquareEnix-üblich mehr als perfekt und müssen sich kaum vor Kinoblockbustern á la „Findet Nemo“ oder „Toy Story“ verstecken. Gleich das Intro mit Yunas Live Auftritt versetzt den Spieler regelrecht ins Grübeln, ob da nun tatsächlich „nur“ eine computeranimierte Figur über den heimischen TV hopst. Die Animationen wirken nämlich unglaublich realistisch und sind butterweich ausgefallen.

Auch die Kämpfe sind optisch ansprechend gestaltet. Die Ansicht zeigt dabei meist nur das Nötigste, nämlich die sich bekämpfenden Parteien in einer vorgerenderten 3D-Arena. Die Kamera agiert meist sehr klug, stirbt ein Mitspieler oder Kontrahent so richtet sie sich automatisch auf die beste Position aus. Die einzelnen Zaubersprüche erzeugen gewohnt schöne Licht- und Bildeffekte auf der Mattscheibe.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt nun nicht mehr der auch hierzulande durchaus bekannte japanische Orchesterkomponist Nobuo Uematsu, sondern Noriko Matsueda und Takahito Eguchi, die beide unter anderem die Musik zu Spielen wie „Bahamut Logoon“, „Front Mission“ oder „Super Bomberman 3“ komponierten. Das spiegelt sich natürlich auch im Musikstil von Final Fantasy X-2 wieder! Waren früher doch eher orchesterartige Stücke an der Tagesordnung, so tönt nun vielmehr poppige Musik aus den Boxen. Allerdings tut das dem Spiel keinen Abbruch, denn die Hintergrundmusik passt durchaus zum Stil des Spiels, auch wenn sie natürlich nicht ganz die Klasse der Kompositionen des Altmeisters Nobuo Uematsu erreicht. Nach Final Fantasy VIII gibt es zum aktuellen Sequel nun zudem wieder einen gesungenen Titelsong. In der PAL-Version wird „Real Emotion“, so der Name des Liedes, von Jade aus dem Popduett Sweetbox gesungen, die Originalversion stammt allerdings von der japanische Popsängerin Koda Kumi. Wie man sich nun sicher schon denken kann, ist das Lied im Gegensatz zum Final Fantasy VIII-Titelsong „Eyes on me“ (Faye Wong) um einiges poplastiger.

Wie auch in Final Fantasy X werden die Dialoge in Englisch gehalten. Die Texte wirken dabei sehr professionell gesprochen, obwohl es den Sprechern nicht ganz gelungen ist den Sprachstil des Originals der sich, besonders bei den Hauptprotagonistinnen, doch eher nach „japanische Schulmädchen beim täglichen Pausentratsch“ anhört, zu übernehmen. Wahlweiße lassen sich natürlich auch deutsche Untertitel einblenden. Allerdings reicht für das Verständnis der Dialoge zumeist Schulenglisch gesprochenso dass die meisten Spieler wohl auf die Untertitel, die manchmal doch etwas skurrile Übersetzungen offenbaren, verzichten werden.

Die Waffen einer Frau

Gekämpft wird in Final Fantasy X-2 nach wie vor in rundenbasierten Kämpfen, die wie üblich zufällig ausgelöst werden. Während des Kampfes befindet ihr euch in einer vordefinierten Arena, die Protagonisten könnt ihr allerdings nicht direkt steuern. Mittels eines eingeblendeten Menüs könnt ihr dann euren Gegner physikalisch oder mit einem Zauber angreifen, euch oder eure Truppe heilen, sowie spezielle „Abilities“ nutzen. Verzichten müsst ihr allerdings auf die sehr beliebten, und vor allem grafisch spektakulären, „Aeons“-Angriffe aus Final Fantasy X.

Die wohl wichtigste Neuerung stellt wohl das so genannte ATB-System („Active Time Battle“) dar. Herz des ATB-Systems ist das rechten Bildteil eingeblendete HUD. Dieses zeigt, neben der verbleibenden HP (Energie) und MP (Zauberenergie), einen fortlaufenden Balken an. Ist dieser einmal gefüllt ist der entsprechende Charakter an der Reihe, und der Spieler hat die Möglichkeit eine Aktion auszuführen. Je nachdem wie durchschlagend die Aktion ausfallen soll taucht an der gleichen Stelle ein neuer Balken auf, der anzeigt wie lange es noch dauert bis die ausgewählte Aktion vollführt wird. Dabei hängt es, wie bereits bemerkt davon ab, welche Aktion ihr ausführt: Standardaktionen beispielsweise werden meist direkt ausgeführt, wobei hingegen Zaubersprüche quasi erst aufgeladen werden müssen.

Dieser Fakt macht das ATB-System aber natürlich noch nicht zu etwas Besonderem. Spektakulärer ist da schon, dass sich die Charaktere nun viel freier im Kampf bewegen, es wird also nicht mehr gewartet bis gegnerische oder eigene Charaktere ihre Züge beendet haben. Damit einhergehend sind außerdem zwei Dinge: Als erstes ermöglicht das ATB-System Kombos, wie wir sie eigentlich aus einem RPG bisher nicht kannten. Mit dem richtigen Timing sind so problemlos Kombos mit bis zu 30 Treffern möglich. Zweite Neuerung ist, dass die einzelnen Charaktere nicht mehr fest auf einer Position stehen bleiben. Alles im allen laufen die Kämpfe nun um einiges schneller ab und machen dementsprechend mehr Spaß. Genreneulinge werden nichtsdestotrotz einige Probleme haben sich im manchmal recht hektischen Kampfgetümmel zurechtzufinden. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase gehen die meisten Kommandos aber dennoch recht schnell von der Hand, denn zum Glück wurden die einzelnen Menüpunkte sehr logisch im Menü angeordnet.

Was bei einem richtigen RGP selbstverständlich auch nicht fehlen darf, ist das Aufleveln der Charaktere. Hierbei besinnt sich SquareEnix auf ihr Job-System zurück. Im Klartext bedeutet dies, dass die Fähigkeiten eurer Charaktere nicht vorgegeben sind. Stattdessen kommen die so genannten Kostümpaletten zum Einsatz. Diese könnt ihr nach Lust und Laune mit Kostüm-Sphäroiden bestücken, und diese wiederum stellen den jeweiligen „Job“ da. Wer jetzt denkt, dass Job für das steht, was in Deutschland momentan sehr rar ist, der irrt gewaltig.

Unter den Jobs versteht man im die Fähigkeiten, die ein Charakter benutzen kann. Diese könnt ihr während eines Kampfes jederzeit wechseln. Dabei wechseln aber nicht nur einfach die Fähigkeiten des Charakters, nein, wie sich einige bei dem Namen „Kostümpalette“ sicher schon gedacht haben, wechselt zudem noch das komplette Outfit des Charakters. Grafisch gehört dieser Kostümwechsel eindeutig zu den Highlights in Final Fantasy X-2, denn die verschiedenen Kostümwechsel werden von kurzen Zwischenspännen begleitet. Das oft nötige Wechseln der Kostüme bringt reichlich Abwechslung auf den Bildschirm, auch wenn die meisten Kostüme bei allen Protagonistinnen dieselben sind, da hätten wir uns etwas mehr Kreativität seitens SqureEnix gewünscht. Je öfter ihr ein Kostüm im Kampf einsetzt, umso schneller wird es mit mehr Fähigkeiten ausgerüstet. In taktischer Hinsicht offenbart sich das Jobsystem schnell als eine der wahren Stärken von Final Fantasy X-2, ständig müsst ihr schauen mit welchen Kostümkombinationen ihr eure Gegner am besten zur Strecke bringt. Andererseits kann der falsche Einsatz der Kostüme auch schnell dazu führen, dass eure Protagonistinnen vorzeitig das Zeitliche segnen und eventuell für die späteren Gegner nicht mehr stark genug sind.

Fazit

Final Fantasy X-2 weiß auf der ganzen Linie zu überzeugen, und naht sich damit problemlos in eine der wohl erfolgreichsten Spielserien der Videospielgeschichte ein. Das fürs Genre sehr unübliche Missions Prinzip macht durchaus Spaß und läst dem Spieler mehr Handlungsfreiheit als zuvor, zudem laufen die Kämpfe durch das ATB-System nun um einiges schneller ab, und erhöhen damit den Spielspaß ungemein. Auch grafisch kann das Sequel punkten, wobei besonders die genial animierten Filmsequenzen und die detaillierten Charaktermodelle zu erwähnen sind. Zugegeben, die „Sphäroiden-Hunter“-Story ist nicht ganz so episch ausgefallen sein wie die des Vorgängers, und auch das „Drei Engel für Charlie“-inspirierte Gameplay mag nicht jedermanns Sache sein, kann man sich allerdings damit anfreunden, sollte einem Kauf wohl nichts mehr im Wege stehen, denn Final Fantasy X-2 garantiert wochenlangen Spielspaß auf sehr hohem Niveau. Wer den Vorgänger nicht kennt sollte außerdem über einen Kauf von Final Fantasy X nachdenken, damit man auch die ganze Vorgeschichte kennt und die daraus resultierenden Wendungen in Final Fantasy X-2 nachvollziehen kann.

Final Fantasy X-2 [PS2 , Justgamers]

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