Gesamtwertung74%/10 |
GrafikGut SoundGut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungGut |
Das jüngste Mitglied der EA-Big-Gemeinde ist veröffentlicht. Anders als bisher versuchen sich die nun Entwickler an einem Motorcrosstitel . Man nehme ein bisschen buntes, ein wenig skurriles, eine Prise übertriebenes und einen Trendsport. Heraus kam Freekstyle und wie der Name schon verrät handelt es sich hier weniger um eine Simulation eines Motorsports als vielmehr um das Motto höher, schneller, weiter und spektakulärer. Wer hier irgendetwas anderes zu finden glaubte ist im falschen Raum. Gut! Sehen wir uns nun einmal die Sache genauer an....
Was bekommt man für sein Geld geboten?
Zunächst einmal gibt es ungefähr ein halbes duzend Strecken. Strecken, dass heißt, relativ gradlinig angeordnete Schotter- und Sandpisten die vielen Gelegenheiten zum Springen und Moves (dazu später mehr) bieten. Da hügelige Strecken alleine doch ein wenig zu langweilig wären, gibt es noch diverse sich bewegende Rampen und allerlei Hindernisse zum drüber oder drunter durch fahren. Umfallende Bäume, rollende Steine und runde Scheiben, um nur einiges zu nennen. Neben den eigentlichen Rennstrecken gesellen sich auch noch drei Trickpisten und weitere vier freizuspielende Bonusstrecken. Die Trickpisten sind so ausgelegt, dass man innerhalb von kürzerster Zeit jede Menge Trickpunkte sammeln kann. Ob Rampen, Hügel, Schanzen oder gar Häuser nichts ist vor euch sicher, wenn es darum geht, einen ansehnlichen Sprung hinzulegen. Leider ist die Auswahl an Strecken ein wenig dürftig geraten, ein paar mehr hätten auf keinen Fall geschadet. Schließlich möchte man ja nicht ewig immer und immer wieder die selbe Landschaft auf und ab fahren. Wer sich von Anfang an erst mal alle Strecken zu Gemühte führen will, wird enttäuscht drein schauen, denn wer nicht arbeitet, bekommt nichts zu sehen.
Freispielen ist angesagt und dies bezieht sich nicht nur auf die Renn-und Trickkurse sondern auch auf die Fahrer und ihre Bikes. Was uns zu einem guten Thema bringt: Die Fahrer, insgesamt acht an der Zahl. Von Tatto überzogenen, harten Kerlen bis hin zu freundlich aber bestimmt dreinschauenden Mädels im entsprechenden Bikeroutfit. Die Auswahl ist befriedigend und hält fast für jeden Geschmack etwas bereit.
Die Strecken
Wie schon erwähnt, sind die Strecken ganz im EA-Big-Stil angelegt. Hügel, Rampen und Abkürzungen gehören zum Alltagsgeschäft. Die Abkürzungen sind wichtig, da man spätestens, wenn es darum geht, beim dritten Event auf einer Strecke erster zu werden, sie bitter nötig hat. Bei guten Leistungen bzw. Sprüngen an besonders markanten Stellen, sprich zu überspringenden Balken oder zu durchbrechende in der Luft hängende Glasscheiben, gibt es Extrapunkte zu kassieren.
Ansonsten sind die Strecken relativ einfach angelegt. Viele Geraden, ein paar Kurven und gemeine Schlamm- und Sandstellen die eure Geschwindigkeit herabsetzten. Nicht gerade eine Meisterleistung aber durch aus ansehnlich gestaltet. Vor allem geplagte orientierungslose Gesellen werden es danken.
Das Tricksystem
Das Tricksystem ist ähnlich dem der SSX-Reihe angelegt. Mittels L- und R-Buttons und deren Kombinationen mit der Quadrat-Taste sind pro Fahrer ca. 50 Tricks auszuführen. Die meisten Tricks gehören zum Standart eines jeden Bikers ( No Hander, Double Can, Bar Hop usw.), einige Wenige, wie Disco Can oder Lookback sind profilspezifisch. Genauso profilspezifisch sind die Freakout-Tricks, die nur dann ausgeführt werden können, wenn man über längere Zeit ordentlich Punkte gesammelt hat. Ist ein Trick erstmal sicher gelandet, gibt es Turbosaft als Belohnung. Je besser und schwieriger der Trick oder die Kombination mehrerer Tricks, steigt der zu Verfügung stehende Turbo. Durch das Ausführen des jeweiligen Spezialtricks erhaltet ihr eine noch größere Portion Schwung. Bestimmte Spezialtricks sind allerdings vom jeweiligen Bike, welches ihr gerade unter dem Hintern habt, abhängig. Ohne Tricks hat man kaum eine Chance. Üben lohnt sich also. Bonuspunkte gibt es wie schon erwähnt für das Bewerkstelligen von besonders schwierigen Stellen und auch eine punktgenaue Landung, sowie abwechslungsreiche Trickfolgen werden belohnt. Hat man die Trickpalette der Fahrer einmal zum großen Teil durch, bekommt man diverse Outfits um das Rennvergnügen auch optisch steigern zu können.
Kurz gesagt, dass System ist zwar nicht das Schlechteste, wirkt aber im Spiel selbst nicht sonderlich erfüllend. Zu wenig Abwechslung in der Auswahl und zu schwierig bzw. zu selten erhält man die Gelegenheit mehrere Tricks hintereinander auszuführen. An die Kollegen SSX und SSX Tricky reicht es nicht heran. Vielleicht ist dies aber mit dem Argument zu entschuldigen, dass man mit einem Motorrad nicht so viele Manöver durchführen kann, wie mit einem Snowboard.
Die Spielemodi
Zur Auswahl stehen neben dem eigentlichen Hauptgeschehen, dem Kursmodus, noch drei weitere Spielmöglichkeiten. Nämlich das Einzelrennen, den Freestyle und den Freeride. Im Kursmodus entscheidet man sich erst Mal für einen der Fahrer und das entsprechende Bike.
Anfänglich stehen nur vier der Biker zur Auswahl mit jeweils einem Outfit und Bike. Habt ihr die am Anfang recht spärliche Wahl getroffen, geht es auf die Piste. In drei einzelnen Rennen mit je drei Runden pro Kurs geht es darum die vorher angegebene Zielsetzung zu erfüllen. Üblicherweise müsst ihr in den beiden Rennen unter die ersten Drei kommen und im Dritten als Erster die Ziellinie überqueren. Im späteren Verlauf folgen noch weitere Ziele wie zum Beispiel eine gewisse Punktanzahl zu knacken. Habt ihr eine Strecke siegreich hinter euch gebracht, winkt Boni in Form von Statistikpunkten, die der Spieler auf die verschiedenen Fahrer-Eigenschaften verteilen kann. Dann geht es weiter zur nächsten Strecke... Im Einzelrennen geht es ganz schlicht, wie der Name schon sagt, um ein einzelnes Rennen in dem man ein wenig Spaß haben und den Gegnern zeigen kann, wo es lang geht. Gas geben und Angeben ist hier wohl die treffenste Umschreibung. Im Freestylemodus kommen die schon weiter oben erwähnten Trickpisten zum tragen. In einem dreiminütigen Lauf muss man beweisen, welche Tricks man drauf hat. Für jede Strecke ist eine minimale Punktzahl festgelegt, die es zu erreichen gilt. Hat man dies geschafft, ist das Freekstyle-Rennen offen. Hier geht es um die sechs finalen Kurs-Events. Allerdings gibt es nur einen Event pro Strecke, bei dem man jeweils den ersten Platz belegen muss und die minimale Zahl an Punkten schaffen sollte. Als Belohnung gibt es eine Extra-Strecke im Freestyle-Modus. Im Freeridemodus heißt es Ruhe bewahren. Ohne irgendwelchen Druck verspüren zu müssen kann man hier mit aller Zeit der Welt die Stecken nach Lust und Laune erkunden. Was im Hinblick auf diverse Abkürzungen, die sich gerne mal verstecken, besonders hilfreich ist. Der Zweispielermodus erwies sich leider als ziemlich dürftig. Die Auswahl liegt bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen, sowie einem Countdown-Rennen. Das Kopf-an-Kopf-Rennen ist im Grunde nicht mehr als ein Einzelrennen gegen einen zweiten Mitspieler und auch nur einem Mitspieler, keine Computer-Gegner oder sonstiges.
Das Countdown-Rennen könnte nicht einfacher gestrickt sein. Zu Beginn des Rennens startet jeder Spieler mit einem vollen Punktekonto, welches mit Ablauf der Spielzeit an Wert verliert. Einziges Gegenmittel sind vollendete Tricks. Der Spieler dessen Punkteanzeige als erstes eine Null aufweist, hat verloren.
Grafik und Sound
Alles in Allem erwies sich Freekstyle nicht gerade als ein Brüller. Grafisch bewegt sich der Big-Titel im Mittelmaß. Wenige Details oder versteckte Kleinigkeiten. Einzig die Framerate ist realtiv konstant und man erblickt eigentlich nie einen Slowdown. Was den Sound betrifft, so kann gesagt werden, dass es nichts Besonderes ist. Wobei dies natürlich auch immer Geschmacksache ist! Langweilige Kommentare die zum größten Teil einfach zu spät auf das Spielgeschehen reagieren und ein Kommentator der den Unterschied zwischen Er und Sie wohl nie gelernt hat, stören ebenfalls das Endbild. Von ziemlich monotoner Natur gestalten sich auch zum großen Übel die Motorengeräusche.
Freekstyle im Test.
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