Gesamtwertung84%/10 |
GrafikBefriedigend SoundSehr gut |
LanzeitspaßGut SpieleinstiegGut |
BedienungSehr gut |
Schwingungen pro Zeiteinheit. Genau das stand in meinem Wörterbuch, als ich den Begriff Frequenz genauer definieren wollte. Der In-Begriff dafür ist wohl eher Beats per minute. Jetzt werden bestimmt viele denken: Oh Gott, bitte nicht schon wieder so ein Tanzspiel. Um so verwunderlicher dürfte es dann für die Meisten sein, dass ich für dieses Game einen Award verteilt habe. Warum? Einfach weiterlesen...
Worum gehts ?
Nun, im Grunde genommen ist es ein Tanzspiel. Aber nur im Grunde genommen. Damit meine ich, dass das Hauptspiel daraus besteht, genauso wie bei den anderen Tanzspielen, zu einem vorbestimmten Zeitpunkt den richtigen Button zu drücken. Auch hier hat man sich was einfallen lassen, um das so attraktiv wie möglich umzusetzen. Hier sieht das folgendermaßen aus: Ihr befindet euch in einem achteckigen Tunnel. Jede dieser acht Flächen repräsentiert ein Musikelement, wie z.B. Bass, Drums, Gesang, Synths oder Gitarre. Wenn man nun durch den Tunnel gleitet, kommen einem auf jeder Spur Noten entgegen, welche in Links (Viereck), Mitte (Dreieck) und Rechts (Kreis) angeordnet sind.
Die Tasten muss man dann drücken, wenn die Note durch eine der drei Markierungen läuft. Falls man eine der acht Flächen fertig komponiert hat oder einfach nicht weiter kommt, kann man mit den Richtungstasten frei zwischen den anderen Flächen wählen. Jede richtig gespielte Spur bringt Punkte. Wenn man besonders gut ist, bekommt man Bonis, mit denen man durch einen Druck auf X eine Spur freischalten oder die Punktzahlen vervielfachen kann.
Mit gewonnenen Levels spielt man sich neue Arenen frei und da hat man nicht gerade wenig zu tun. Insgesamt gibt es 5 Schwierigkeitsstufen mit jeweils 5 Liedern, die sich aber nicht pro Stufe wiederholen. Das bedeutet, dass auf der CD 25 Musiktracks von Profi-DJ´s drauf sind.
Genauso unterschiedlich sind auch die Richtungen. Es gibt Trance, Hip Hop, Hard House, Drum´n`Bass, Funk, Techno und noch viele mehr. Das alles hört sich schon mal klasse an, aber richtig lustig wirds erst, wenn man das per Multitap zu viert spielt. Hier kann man im normalen Mode gegeneinander Spielen und mit vielen Extras dem anderen das Leben schwer machen. Oder man spielt im Remix-Mode zusammen und kreiert gemeinsam einen neuen Beat. Informiert wird man in einer Art Info-Modus von einer freundlichen weiblichen Stimme, die das Spielgeschehen anhand von Beispielen einem näher bringt.
Natürlich kann man selbst und jeder der Freunde sich, in dem Spiel verewigen, in dem er sich sein eigenes Label schafft. Auch hier besitzt man eine große Auswahl an Bildern und Elementen, um sich sein eigenes Bühnenbild zu kreieren. Der Umfang stimmt also. Besonders wenn man sich die Konkurrenz ansieht, wie Britneys Dancebeat oder Parappa the Rapper welche doch recht kurz geraten sind.
Grafik & Sound
Die Grafik schlecht zu nennen, wäre nicht richtig. Sie sollte eher als äusserst zweckmässig und spartanisch bezeichnet werden. Auf jeden Fall bleiben dadurch dem Spieler jegliche Ruckler erspart. Vom Style her, lässt es sich mit Rez von Sega vergleichen.Der Sound ist, ganz klar, ein Hit. Die Musik ist hier der absolute Star. Die verschiedenen Richtungen, wie Trance, Hip Hop, House und viele mehr, sind absolut berauschend und lassen einem im Remix-Modus jede künstlerische Freiheit offen.
Den eigenen Remix kann man dann abspeichern und Freunden als Level vorsetzen. In dem Punkt ist Frequency auf der PS2 einzigartig und eröffnet dem ambitionierten Hobby-Musiker neue Dimensionen.
Optionen & Steuerung
Die Optionen bieten das Gewohnte. Der Spieler kann den Rumble-Effekt einstellen, von Mono auf Stereo wechseln, die Tasten frei konfigurieren. Bild-Zentrierung und 16:9 Einstellungen findet man hier nicht, was aber nicht weiter schmerzt.
Die Steuerung ist in der Grundeinstellung absolut perfekt und lässt keine Wünsche über. Der Rumble-Effekt gibt den Rhythmus sehr gut wieder, so das man sich ganz und gar auf die Noten konzentrieren kann.
Besonders motivierend empfand ich auch den 4-Spieler Modus und die Möglichkeit, seine eigene Musik selber zu machen im Remix-Mode und abzuspeichern. Hier kann man sich künstlerisch sehr stark entfalten und viel experimentieren. Wo hat man denn sonst die Möglichkeit ein Lied zu nehmen, wie z.B. Ex-Girlfriend von No Doubt und es in einen heißen Technobeat zu verwandeln. Nun, für wen lohnt sich der Kauf ? Für diejenigen, die ein cooles Partygame brauchen, welches man auch zu viert spielen kann oder um den Disc-Jockey in sich selbst zu entfachen. Für diejenigen ist das Game ein absoluter Hit und bringt eine absolute Suchtgefahr mit sich.
Frequency im Test.
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